Harry Potters Weltpremiere

Die Premiere des ersten Potter-Films lief am 04. November mit großen Erfolg in London.

In den deutschen Kinos startet der Streifen am 22. November. Bereits jetzt schon läuft eine gigantische Merchandising-Kampagne an: zahllose Produkte auf denen Harry und seine Freunden oder Hogwarts-Wappen abgebildet sind, liegen in den Läden. Martel, Lego und Coca-Cola sind nur einige Marken, die auf den Zug aufgesprungen sind. Etwa die Hälfte der Einnahmen soll im Hexenkessel der Potter-Autorin Joanne K. Rowling landen.

Der Soundtrack zum Film von John Williams ist bereits erschienen. Er erinnert an „Kevin – allein zu Haus“, ebenfalls von Williams komponiert.

Das Verwaltungsgericht Berlin untersagte das Aufhängen des größten Filmplakats der Welt (1200 Quadratmeter) an einem Berliner Hotel. Zwar brauche man bei Webeanlagen für zeitlich begrenzte Veranstaltungen keine Baugenehmigung. Es solle aber in diesem Falle nicht für eine Veranstaltung, sondern für einen Film als Produkt geworben werden. Eine Baugenehmigung für das Anbringen der Werbefläche habe gefehlt. Typisch Muggle.

Ausführliche Berichte zum ersten Potter-Film.

„Harry Potter und der Stein der Weisen“: erfolgreichster Kinostart aller Zeiten

Hunderttausende begeisterte Fans in den USA, Kanada und Großbritannien machten den Film in den ersten drei Tagen nach seinem Kinostart zur erfolgreichsten Premiere aller Zeiten. In den drei Startländern sorgten die Fans bis zum Sonntagabend dafür, dass der Zauberlehrling mit seinem Hexenbesen insgesamt mehr als 116 Millionen Dollar (131,4 Millionen Euro) in die Kinokassen bringen konnte. Allein in Nordamerika spielte die Verfilmung nach Angaben der US Produktionsfirma Warner Bros. seit Freitag 93,5 Millionen Dollar ein. Aus Großbritannien wurden Kartenverkäufe in Höhe von 23 Millionen Dollar (einschließlich der Voraufführungen) gemeldet.

Bereits am Sonntag und damit einen Tag früher als erwartet stellte Harry Potter in den USA und Kanada den bisherigen Vier-Tagesrekord ein. Er war 1997 von Steven Spielbergs Dinosaurier-Saga „Jurasic Park“ aufgestellt worden (92,7 Millionen Dollar). Der 152 Minuten lange Potter-Film hatte bereits in den ersten 24 Stunden den Tagesrekord gebrochen, der bisher von „Star Wars: Episode 1 – die dunkle Bedrohung“ gehalten worden war.

Mitternachtsvorstellungen in Deutschland

Mit Mitternachtspremieren in ganz Deutschland ist in der Nacht zum 22.11.2001 der Film“ Harry Portter und der Stein der Weisen“ gestartet. In Dutzenden Kinos in der ganzen Republik verfolgten Zehntausende kleinere und große Zuschauer ab 0.01 Uhr die Geschichte des berühmtesten Zauberlehrling der Welt. Während es in Berlin noch Karten für die Mitternachtspremiere gab, meldeten Kinos in Städten wie Nürnberg und Stuttgart ausverkaufte Häuser und bespielten spontan einen weiteren Saal.

Hunderte Kinder verfolgten teils verkleidet und in Begleitung ihrer Eltern oder Verwandten zur Geisterstunde die Geschichte des magischen Jungen. In Berlin berichteten Schüler von mitfühlenden Lehrer, die eine lange angesetzte Klassenarbeit verschoben, andere sagten, sie seien von den ersten Schulstunden befreit worden. Trotzdem waren die Erwachsenen in Kinos zwischen Hamburg und München eindeutig in der Überzahl. In mehreren Städten gab es für ganz ungeduldige frühe Vorstellung ab 5.00 Uhr vor der Schule. In der Hauptstadt wurde kurz vor dem Filmstars die größte Potter- Party gefeiert. Hunderte Fans, versammelten sich in schwarzem Umhängen und mit spitzen Zauberhüten oder als Werwölfe und Geister verkleidet zu einem Fackelzug. Im Premierenkino Zoo-Palast wurde mit Butterbier, Schrumpftrunk und Schokofröschen, einer Wahrsagerin und der „fetten Dame“ aus dem Roman gefeiert. Der größte deutsche Fanclub hatte die Partie organisiert.

Der Film über den magischen Jungen startete mit einer Rekordzahl von 1026 Kopien in den Kinos.

Auch Münster erlebte ein zauberhafte Boom mit Harry Potter. Die Verfilmung des Fantasy-Romans flimmerte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ab Null Uhr und eine Minute über zwei Leinwände. Die 635 Karten für den größten Kinosaal sowie die Hälfte der 466 Plätze im zweitgrößten Saal waren bereits im Vorfeld ausverkauft.

Harry Potter macht Tierschützern Sorgen

Harry Potter macht Großbritanniens Tierschützern sorgen. Denn viele Fans wollen sich offenbar nicht mehr mit einem Umhang, einer Nickelbrille oder einem Besen begnügen, um ihren Idol nachzueifern. Sie wünschen sich eine Eule wie Hedwig. Wie die „Daily Mail“ berichtete, werden Falkner und Naturschutzzentren mit Anfragen überschwemmt. „Die Zahl der Anrufe, die wir gehabt haben, ist absolut verrückt“, sagte Leigh Holmes, Besitzer einer Falknerei in der südenglischen Grafschaft Kent.“ Jeden Tag rufen hier fünf oder sechs Leute an, die eine Eule für ihr Kind kaufen wollen, weil sie das im Harry Potter Film gesehen haben.“

Die Zahl der Schleiereulen, die als Haustiere gehalten werden, soll die Zahl der wildlebenden Vögel – etwa 4000 – bereits übersteigen. Eine Schleiereule ist schon für umgerechnet etwa 100 Mark im Handel zu haben. Eine Schnee-Eule, wie Harry sie hat, kostet dagegen über 600 Mark. doch Tierschützer und Vogelkundler raten dringend von einer solchen Anschaffung ab: „Eine Eule ist kein einfaches Haustier“, sagte Mike Everett vom britischen Vogelschutzbund. „Das ist nicht wie ein kleiner Hund oder Kätzchen.“ Der Falkner Holmes berichtete: „Bei uns hat schon eine Frau eine Eule abgegeben, die sich ihre beiden Söhne von neun und Jahren gekauft hatte.“ Sie seien enttäuscht gewesen, dass ihnen der Raubvogel nicht wie im Film zutraulich auf die Schulter geflogen sei. „Und sie hatten herausgefunden, dass er ziemlich scharfe Krallen und ein spitzen Schnabel hat.“

Joanne K. Rowling heiratete heimlich

Die Schöpferin von Harry Potter hat ihren langjährigen Freund geheiratet – weit weg von den Paparazzi in der Einöde Schottlands.

„Marry Potter“ titelte die englische Boulevardsonntagszeitung „News of the world“. Die Bestsellerautorin Jane K. Rowling hat den Paparazzi ein Schnippchen geschlagen und heimlich geheiratet. Rowlings Managerin bestätigte den Bericht.

Rowling (35) gab ihrem langjährigen Freund Neil Murray (30) am zweiten Weihnachtstag in Schottland das Jawort. Die Schriftstellerin und der der Mediziner waren jeweils schon einmal verheiratet. Rowlings Tochter aus erster Ehe war Brautjungfer. Angeblich hatten die beiden bereits im Sommer geplant, auf den Galapagos-Inseln zu heiraten. Das Unternehmen scheiterte jedoch, weil Journalisten von der Sache Wind bekamen. Die Hochzeit fand nun in ihrem gerade für mehrere Millionen Mark gekauften Haus in Schottland statt. Das „Killiechassie House“ ist ein Landsitz aus dem 19. Jahrhundert und hat neben zahlreichen Schlafzimmern, Ankleideräumen, einer riesigen Küche auch einen imposanten Ballsaal und ein Atelier.