Prince Charles bei deutschen Ökobauern

Auszeichnung mit europäischem Umweltpreis.

Der britische Thronfolgerprinz Charles besuchte im Juni erstmals seit sechs Jahren wieder Deutschland. Schwerpunkte der zweitägigen Reise durch Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin waren ökologischer Landbau und Umweltschutz. Die Themenwahl folgte den besonderen Interessen von Charles, hieß es im Vorfeld. Er betreibt seinen Landsitz Highgrove seit langer Zeit als Ökogut und gilt als Pionier des ökologischen Landbaus. Auf der offiziellen Visite wurde Charles von Umweltminister Trittin und Verbraucherschutzministern Künast begleitet. Erste Station und offizieller Anlass der Reise war die Verleihung des Euronatur-Umweltpreis an Charles im Rathaus in Lübeck. Die Stiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur) verlieh Charles die Auszeichnung für seinen langjährigen Einsatz für Umweltschutz und ökologische Landwirtschaft.

Anschließend besuchte der Kronprinz das Institut für ökologischen Landbau in Trenthaus (Schleswig-Holstein), das zur Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft gehört. Außerdem stand ein Besuch auf der Insel Vilm vor Rügen auf dem Programm, die als Teil eines Biosphärenreservats fast vollständig ihrer natürlichen Entwicklung überlassen bleibt.

Charles übernachtete mit kleinem Gefolge in der ehemaligen Ferienanlage des DDR-Ministerrats auf der Insel, in der inzwischen die internationale Naturschutzakademie sitzt.

Am zweiten Tag seiner Reise besuchte der Prinz ein wirtschaftlich betriebenes Ökolandgut in Dalwitz (Mecklenburg-Vorpommern). Den Abschluss des Besuches bildete eine Stippvisite in der neuen britischen Botschaft in Berlin, die vor zwei Jahren von Königin Elisabeth II. eröffnet worden war.

Sir Mick Jagger

Nach langem Zögern erhielt der einstige Rock-Rebell endlich den Adelsschlag wegen seiner „Verdienste um die Popmusik“. Anlässlich des Golden Jubilee wurde Rolling Stones Sänger Mick Jagger in den Adelsstand erhoben und damit „Sir Mick“. Die Entscheidung, auf die Jagger lange warten musste, wurde nicht nur positiv aufgenommen. Sein Lebenswandel wie auch die Tatsache, dass er sich im Gegensatz zu Stars wie Paul McCartney kaum für wohltätige Zwecke eingesetzt hat, stieß auf Kritik. Rolling-Stones-Biograf Philip Norman kritisierte, Jagger habe „nie auch nur irgendetwas für dieses Land getan.“ Er könne sich nicht benehmen und sei nur auf Geld aus: „Als er einmal Prince Charles vorgestellt wurde, blieb er mit einer Hand in der Hosentasche stehen.“ Die konservative Zeitung „Daily Mail“ kommentierte: „Hier haben wir ein gutes Beispiel dafür, wie das System der Ehrenauszeichnungen von der Regierung von Tony Blair entstellt worden ist.“

Jagger selbst meinte: „Ich werde mich deswegen nicht ändern und schon gar nicht zur Ruhe setzen. Die Ehrung ist eine große Anerkennung für das, was die Band über die Jahre hinweg erreicht hat.“