Prince Charles bei deutschen Ökobauern
Dienstag, 11. Juni 2002Auszeichnung mit europäischem Umweltpreis.
Der britische Thronfolgerprinz Charles besuchte im Juni erstmals seit sechs Jahren wieder Deutschland. Schwerpunkte der zweitägigen Reise durch Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin waren ökologischer Landbau und Umweltschutz. Die Themenwahl folgte den besonderen Interessen von Charles, hieß es im Vorfeld. Er betreibt seinen Landsitz Highgrove seit langer Zeit als Ökogut und gilt als Pionier des ökologischen Landbaus. Auf der offiziellen Visite wurde Charles von Umweltminister Trittin und Verbraucherschutzministern Künast begleitet. Erste Station und offizieller Anlass der Reise war die Verleihung des Euronatur-Umweltpreis an Charles im Rathaus in Lübeck. Die Stiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur) verlieh Charles die Auszeichnung für seinen langjährigen Einsatz für Umweltschutz und ökologische Landwirtschaft.
Anschließend besuchte der Kronprinz das Institut für ökologischen Landbau in Trenthaus (Schleswig-Holstein), das zur Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft gehört. Außerdem stand ein Besuch auf der Insel Vilm vor Rügen auf dem Programm, die als Teil eines Biosphärenreservats fast vollständig ihrer natürlichen Entwicklung überlassen bleibt.
Charles übernachtete mit kleinem Gefolge in der ehemaligen Ferienanlage des DDR-Ministerrats auf der Insel, in der inzwischen die internationale Naturschutzakademie sitzt.
Am zweiten Tag seiner Reise besuchte der Prinz ein wirtschaftlich betriebenes Ökolandgut in Dalwitz (Mecklenburg-Vorpommern). Den Abschluss des Besuches bildete eine Stippvisite in der neuen britischen Botschaft in Berlin, die vor zwei Jahren von Königin Elisabeth II. eröffnet worden war.
