Harry Potter ist schon wieder platt

Der zweite Harry-Potter-Band erscheint am 31. Oktober in plattdeutscher Sprache. Der Band trägt den Titel „Harry Potter un de grulig Kamer“ und kostet 16,80 EUR. Ins Plattdeutsche übersetzt wurde das Buch von Hartmut Cyriacks, Reinhard Goltz udn Peter Nissen für den Kieler Verlag Michael Jung. Der erste Band auf Niederdeutsch „Harry Potter un de Wunnersteen“ ist bereits in zweiter Auflage erschienen.

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Harry Potter un de Wunnersteen
Harry Potter un de grulig Kamer

Report on the Agatha Christie Theatre Festival at Westcliff-on-Sea

Ein Bericht – ebenfalls von Norman Home – über den Besuch der Premiere von „Verdict“ (ein weniger bekanntes Theaterstück der Queen of Crime“ im Jahre 1958 in London und über die Aufführung im Jahre 2001 beim Agatha Christie Theatre Festival in Westcliff-on-Sea)
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Blaue Plakette am früheren Haus der Christie in London

An zahlreichen Häusern in London erinnern blaue Plaketten an berühmte frühere Bewohnern. Nun war es an der Zeit, die Londoner Residenz der Queen of Crime entsprechend zu kennzeichnen. Doch beinahe wäre die Plakette am falschen Haus angebracht worden. Und schuld daran wäre Agatha Christie selbst gewesen. Emily Cole, Historikerin und bei British Heritage für die blauen Plaketten zuständig, fand heraus, dass die Christie in Sheffield Terrace, Kensington lebte, und nicht in Nummer 48, wie Agatha Christie in ihrer Autobiographie selbst geschrieben hatte und zu dem zahlreiche Christie-Fans deswegen gepilgert waren. Als der Auftrag herauszufinden, welche der zahlreichen Adressen der Christie die Auszeichnung verdient, auf ihrem Schreibtisch landete, glaubte Emily Cole, dass es ein Fall wie jeder andere sei. „Agatha Christie hatte sieben Hauptadressen“, sagt Mrs. Cole, „Sie liebte Häuser, das war eines ihrer Leidenschaften.“ Mrs. Cole schaute in der Autobiographie der Schriftstellerin nach, welche der in Frage kommenden Adressen für ihre persönliches Leben und ihre berufliche Karriere am bedeutensten war. Bald stand für sie fest, dass es das Haus in der Sheffield Terrace ist, wo die Autorin 1934 bis 1941 mit ihrem Mann Max Mallowan lebte. Zum einen, war es das einzige Londoner Haus, in dem sie ein eigenes Schreibzimmer hatte, zum anderen, weil in dieser Zeit einige ihrer berühmtesten Romane entstanden: „Mord im Orient Express“, „Die Morde des Herrn ABC“ und „Tod auf dem Nil“. Außerdem hatte Christie selbst geschrieben, dass es eine der sorgenfreisten Zeit ihres Lebens gewesen sei, „es war ein glückliches Haus“.

Als Mrs. Cole dann Sheffield Terrace 48 besuchte, stellte sie fest, dass Christies Beschreibung des Hauses nicht zu Nummer 48 passte. Ein Besuch im Londoner Stadtarchiv und mühsame Recherchen brachten es dann ans Licht: laut Wahlregister lebte Agatha Christie in Nummer 58 und nicht 48. Außerdem passte Christies Hausbeschreibung genau auf Nummer 58.

Wie es bei Agatha Christie zu der Verwechselung kam, ist allerdings ungeklärt. Vielleicht lag es daran, dass sie in ihrem Leben in zwei Häusern mit der Nummer 48 gelebt hat.

Auflösung der Agatha Christie Society

Nachdem die Gesellschaft bereits 1999 von London nach New York verlegt wurde, wurde sie nun im November 2001 aufgelöst. Zur Begründung schrieb der Präsident der Society, Mathew Prichard (der Enkel von Agatha Christie), dass die Gesellschaft zu kostenintensiv ist. Stattdessen will man die Website der Queen of Crime ausbauen, um den Fans weiterhin Informationen über ihre Lieblings-Krimiautorin zukommen zu lassen. Geplant ist eine E-Mail-Diskussionsgruppe, ein Newsletter und ein Veranstaltungskalender. Die Jahrestreffen der Mitglieder und der gemeinsame Besuch in der „Mausefalle“ werden aber wohl entfallen