J. K. Rowling in der Royal Albert Hall

Vor rund 4 000 meisten jungen Fans las J. K. Rowling am 26. Juni in der Royal Albert Hall aus ihrem neuesten Buch. Der fünfte Band war am Wochenende zuvor in Großbritannien, den USA und vielen englisch-sprachigen Ländern erschienen. Das Ende von Harry wollte J. K. Rowling auch bei dieser Gelegenheit nicht verraten. „Die Leute fragen mich oft, ob ich über Harry schreiben werde, wenn er erwachsen geworden ist. Ich sage immer, dass ihr abwarten müssten, ob er am Ende überlebt.“

Auf die Frage, ob sie an Magie glaube, antwortete „Ich glaube nicht an Magie, so wie sie in den Büchern vorkommt. Ich möchte daran glauben, aber ich kann es nicht.“

Wenn sie allerdings einen Blick in den magischen Spiegel aus ihrem ersten Roman „Harry Potter und der Stein der Weisen“ werfen könnte, würde sie wohl – ebenso wie ihr Romanheld Harry – ihre Mutter wiedersehen. Diese war 1990 an Multipler Sklerose gestorben. Oder sie würde im Spiegel einen Wissenschaftler sehen, der eine gesunde Zigarette erfindet – oder einen Journalist, der in Öl gekocht wird.

Auch wäre die schüchterne Autorin, wenn sie für einen Tag über Zauberkräfte verfügte, gerne unsichtbar, dannt könnte sie wieder in Cafés schreiben, ohne erkannt zu werden. Dies war früher ihrer liebster Platz, um ihre Geschichten um Harry zu schreiben, aber wegen ihrer Berühmtheit ist dies nicht länger möglich. „Es kommen einfach zu viele Menschen und fragen, „Sind Sie nicht die Frau, die Harry Potter schreibt?“, erzählt die in der Halle, die wie die Zauberschule Hogwarts dekoriert war.

Mrs. Rowling, die die aufgeregte Menge in der Halle, „wie ein Käfer“ fühlen lasse, sagte, sie versuche in ihren Büchern auch das Thema Tod zu einzuflechten. „Was ich bei dem Todesfall (in Harry Potter und der Phönix-Orden) beabsichtigte, war, zu zeigen, wie zufällig und unfair der Tod ist.“

Sie scherzte, sie habe nicht viel über Hermines Eltern geschrieben, weil sie Zahnärzte wären. „Sie sind nicht sehr interessant.“