Bill Gates wird zum Ritter geschlagen

Microsoft-Gründer Bill Gates soll – wie das britische Außenministerium bekannt gab – zum Ritter geschlagen werden für seine Verdienste um die britische Wirtschaft wegen seiner Unterstützung im Kampf gegen Armut in der Welt. Gates darf als Nicht-Brite den Adelstitel „Sir“ nicht führen, wohl aber die Buchstaben KBE (Knight of the British Empire) hinter seinen Namen setzen. Gates sei – so ein Unternehmenssprecher – von der Nachricht „absolut begeistert“.

Microsoft hat in Großbritannien 2000 Arbeitsplätze geschafffen. An der Universität Cambride wird seit Jahren ein Stipendien-Programm für Computer-Studien gefördert. Daneben fördern Bill Gates und seine Ehefrau Melinda mit Rekordsummen Aids-Projekte in Indien. Kürzlich traf Mrs. Gates in Kalkutta Prostituierte, die in ihrer Freizeit Aufklärung über die Immunkrankheite leisten.

Vor Gates haben bereits andere Amerikaner die hohe Ehrung erhalten, so der ehemalige Bürgermeister von New York, Rudolph Giuliani, Regisseur Stephen Spielberg und George Bush Senior.

Sollte Microsoft die Spam-Flut tatsächlich binnen sechs Monate in den Griff bekommen, wie von Gates kürzlich auf einer Computer-Messe in Aussicht gestellt, hätte der den Ritterschlag mit Sicherheit verdient.

Auch die Queen liest Harry Potter

Die Queen entpuppte sich als Harry-Potter-Fan bei einem Kirchgang in der Nähe von Sandringham. Als der Bischof von Sandringham während seiner Predigt fragte, welchen Professsor er beschrieben habe und aus welchem Buch er stamme, wusste keines der anwesenden Kinder die Antwort – nur die Queen. Keines der Kinder konnte (oder wollte) sagen, dass der Bischof Professor Dumbledore aus den Harry-Potter-Büchern zitiert hatte. Die Königin war nach dem Gottesdienst sehr amüsiert darüber und meinte zum Bischof: „Stellen Sie sich vor, dass die Kinder das nicht mit Harry Potter wussten. Ich bin wirklich überrascht. Ich wusste es.“ Der Bischof war dann selbst überrascht, wie viel seine Königin über den Zauberlehrling wusste.

Die Queen wird die Potter-Autorin J. K. Rowling am 11. März treffen. „Das ultimative Power-Girl“ (Die Times) hat 200 Frauen und Mütter, die es zu etwas gebracht haben eingeladen. Darunter Cherie Blair, die Frau des Premiers, Hannah Dadds (die erste Frau, die 1978 eine Londoner U-Bahn steuerte) – und J. K. Rowling. Anlass ist der Weltfrauentag drei Tage zuvor. Die Queen als Gastgeberin werden ihre Tochter Princess Anne, ihre Schwiegertochter Sophie sowie die Duchess of Gloucester unterstützen. Prince Philip wird nicht Hahn im Korb bei der Women-only-Veranstaltung sein: schon lange steht ein Treffen mit Kumepln von der Marine in seinem Terminkalender.

Jagd-Vorfälle

Die Royals und die Jagd: ein kontroverses Thema, das immer wieder in den Schlagzeilen ist. So auch diese Jagdsaison. Erst ging Prinzgemahl Philip in der Nähe einer Schule auf Jagd. Dann erregte die Queen selbst von Tierschützern, als sie einem angeschossenen Fasan mit ihrem Stock erschlug. Eine königliche Jagdgesellschaft, bei der vermutlich auch Prince Philip dabei war, schoss auf einem Feld in der Nähe der St. George’s Middle School in Dersingham – in der Nähe von Schloss Sandringham – auf Vögel. Circa 250 Schüler zwischen 8 und 11 Jahren wurden Zeugen, wie Vögel vom Himmel fielen und von Jagdhunden einsammelt wurden.

Viele Kinder beobachteten die Jagd fasziniert, aber einige Schüler, die in einem Vogelbeobachtungskurs sind, waren geschockt. Zusammen mit Briefen betroffener Kinder schickte Schulleiterin Carol DeWitt einen Beschwerebrief an die Verwaltung von Sandringham House. Sie forderte, künftige Jagden zu einem anderen Zeitpunkt und nicht in der Nähe der Schule zu veranstalten.

Ein Sprecher der Schlossverwaltung sagte: „Sie bat uns, nicht mehr in der Nähe der Schule zur Pausenzeit zu schießen und ich freue mich, bekannt geben zu können, dass wir dieser Bitte entsprechen werden. Seitdem George VI. das Land abgab, damit die Schule gebaut werden konnte, gab es dort Jagden. Das Landgut bedauert, wenn eines der Kinder geschockt wurde.

Kurz darauf musste sich die Queen gegenüber Tierschützern rechtfertigen. Sie war von Reportern fotographiert worden, wie sie auf einen angeschossenen Fasan mit einem Spazierstock einschlug. Buckingham Palace sagte: „Die Königin handelte schnell wie es jede verantwortungsbewusste Person bei diesem Landsport getan hätte, um das Leiden des Vogels zu verkürzen.“

In der Vergangenheit hatte die Queen einen für diese Gelegenheiten besser geeigneten Knüppel benutzt.