Neuer Harry Potter erscheint am 16. Juli 2005

Das war ein schönes Weihnachtsgeschenk, das J. K. Rowling ihren Fans bereitete. Am 21. Dezember gab die Autorin bekannt, dass „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ am 16. Juli 2005 erscheint. Wann die deutsche Ausgabe erscheinen wird (das wird vom Umfang des Werkes abhängen) und der deutsche Titel ist noch nicht bekannt.

Über den Inhalt des 6. Potter-Romans verriet Rowling nicht viel. Der Halbblut-Prinz ist weder Harry noch Voldemort. Und dass sie das erste Kapitel des neuen Buches bereits vor 13 Jahren geschrieben hat.

Leider wird auch im vorletzten Band wieder eine Hauptfigur sterben (Muss das wirklich sein, J. K.?) Die britischen Buchmacher tippen auf Hagrid.

Queen wirbt für Toleranz

In ihrer traditionellen Weihnachtsbotschaft machte sich die Queen für Toleranz zwischen den unterschiedlichen Kulturen in der modernen Gesellschaft stark.

Die Königin brach mit der Tradition und zeichnete eine besondere Botschaft für die Truppen, die im Irak und anderen Krisenregionen stationiert sind, auf.

Das Thema ihrer Weihnachtsbotschaft 2004 war die Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen. Ausgehend vom Gleichnis vom guten Samariter meinte die Königin, die zugleich Oberhaupt der anglikanischen Kirche ist: „Jeder ist unser Nächster, unabhängig von Rasse, Glaube oder Hautfarbe. Die Notwendigkeit, sich um einen anderen Menschen zu kümmern ist weit bedeutender als irgendwelche kulturellen oder religiösen Unterschiede.“

„Ich glaube, dass Toleranz und Fair Play starke britische Tugenden bleiben und wir so viel haben, auf dem wir für die Zukunft bauen können.“

Die BBC zeichnete die Ansprache im gelben Wohnzimmer im Buckingham Palace auf. In Einspielungen waren Prince William, Princess Anne, Prince Edward und das jüngste Familienmitglied, Louise Windsor (die 13 Monate alte Tochter von Prince Edward) sowie Prince Philip und Prince Charles zu sehen. Die beiden letzteren würidigte die Queen für ihren Beitrag zum Miteinander der unterschiedlichen Kulturen in Großbritannien.

Vertreter der Moslems und anderer Religionen in Vereinigten Königreich lobten die Königin für ihre Worte.

Die Queen, ihr Mann Prince Philip, Prince Charles und seine beiden Söhne, Prince Andrew mit seinen beiden Töchtern, Prince Edward mit Frau Sophie sowie Princess Anne und ihr Mann Rear Admiral Timothy Lawrence, besuchten den traditionellen Weihnachtsgottesdienst in St. Magdalene Church auf ihrem Gut Sandringham. Zara Phillips, die Tochter von Princess Anne, zog diesmal die Augen auf sich. Sie trug einen Minirock und knöchelhohe braune Stiefel mit Fell an den Rändern.

Zum ersten Mal in ihrer 52-jährigen Amtszeit sprach die Queen einen besonderen Gruß für die Truppen aus. Die Ansprache wurde von BFBS in 23 Ländern übertragen. Ein Sprecher von BFBS zeigte sich erfreut über die Initiative der Königin.

Auch in diesem Jahr können Sie hier wieder die deutsche Übersetzung der Weihnachtsbotschaft (auch die für die Truppen im Ausland) nachlesen.

Neue Miss Marple gefunden

Geraldine McEwan ist die neue Miss Marple. Der britische Privatsender ITN verfilmt mit Agatha Christie Ltd. (die mehrheitlich zur amerikanischen Rechtegesellschaft Chorion gehört) die Miss-Maprle-Romane neu. Der erste Film mit der „neuen“ Marple „The Body in the Library“ wurde bereits im britischen Fernsehen ausgestrahlt. „A Muder is announced“ und „Murder at the Vicarage“ sowie „4.50 from Paddington“ folgen im neuen Jahr.

Geraldine McEwan, geboren 1932, ist eine in Großbritannien bekannte Schauspielerin („Mapp & Lucia“, „Die unbarmherzigen Schwestern“). Zu den anderen Stars gehören: Alexander Armstrong, Simon Callow, Jack Davenport, Tara Fitzgerald, James Fox, Sienna Guillory, Keeley Hawes, Derek Jacobi („Bruder Cadfael“, „Ich, Claudius, Kaiser und Gott „), ,Joanna Lumley, Ben Miller, Janet McTeer, Elaine Page, Robert Pugh, Ian Richardson („Sherlock Holmes“, „Kartenhaus“), Rachel Sterling, Jamies Theakston, David Walliams and Zoe Wannamaker („Harry Potter“). Verblüffend aber auch die lange Liste der Stuntmen in IMDB.

Ein Freund aus London hat mir eine Videocassette mit der Sendung geschickt. Mein Eindruck: an der ultimativen Miss Marple, nämlich Joan Hickson, kommt Geraldine McEwan nicht heran. Auch die Ausstattung ist nicht so sorgfältig wie die BBC-Serie gewählt. Die Times schreibt: „Die authentische Miss Marple war wahrscheinlich Joan Hickson, die die Rolle so spielte, wie Christie sie schrieb. Geraldine McEwan dagegen ist mehr eine Miss Marple unserer Zeit. […] Was auch immer sie sein mag, sie ist nicht, wie das Programm behauptet, Agatha Christies Miss Marple. […] Sie so zu modernisieren, geht völlig an der Sache vorbei.“ Warum – wenn schon Miss Marple „aufgefrischt“ wurde, die Serie immer noch in den 50er Jahren spielt (wenn auch wie oben angemerkt, nicht immer ganz stilecht) bleibt ein Geheimnis der Programmplaner.

Ich werde demnächst eine Anfrage bei den deutschen TV-Sendern starten, ob die Serie in Deutschland ausgestrahlt wird.