Istanbul

09.05.2013
Nach einer komfortablen Anreise mit Turkish Airways von Düsseldorf (lange nicht so gut mehr im Flugzeug gegessen, sogar mit Menükarte) Landung in Istanbul. Ich hatte einen Transfer bestellt, doch diese Idee hatten – der Anzahl von Fahren mit Schildern am Ausgang nach zu urteilen – nicht nur ich. Nach etwas Suchen finde ich jemanden mit meinem Namen auf den Zettel. Zunächst werde ich vor einem fast gleichnamigen Hotel abgesetzt, noch rechtzeitig bemerke ich den Irrtum und nach etwas Herumkurven und Fragen unterwegs erreichen wir dann das Tria Hotel, wo Norman schon auf mich wartet. Im Gegensatz zu meinen britischen Freunden benötige ich
Kein Visum. Für die erste Nacht bekomme ich sogar ohne Aufpreis ein Deluxe Zimmer.
9.5.2013
Morgens um 5 Uhr werde ich vom Muezzin geweckt. Nach dem Frühstück erwerben Norman und ich einen Museumspass. Der verschafft nicht nur einen vergünstigten Eintritt in viele Museen, sondern man muss auch nicht mehr für Tickets anstehen. Zunächst besichtigen wird das Archäologisches Museum. Nachmittags den Topaki Palast mit Harem. Abends treffen wir uns mit den anderen Christie-Freunden im Pera Palace Hotel. Wir dinnieren im Restaurant „Agatha“.
10.O5.2013
Passend zu meinem Kaftan aus Äypten kaufe ich einen Fez gekauft. Wir gehen herunter zur Säule von Kaiser Kontantin. Nachmittags fahren wir zu einer Bekannten von Mike, die in Istanbul-Kadiköy eine Konditorei betreibt. Dort bespricht der Agatha Christie Book Club „Murder on the Orient Express“. Maria hat einen Kuchen in Form des Orient Express gebacken. Mit U-Bahn, Fähre und Tram geht es zurück zum Hotel. Trotz des vielen Kuchens gibt es spät abends noch Dinner.
11.5.2013
Norman und ich tun wieder etwas für die Kultur und besichtigen das Museum für Wissenschaft und Technik. Anschließend die Hagia Sophia. Abenteuerlich ist die FAhrt zum Chora Museum. Die Touristen-Polizei sagt uns, welchen Bus wir nehmen müssen. nämich Bus 90B (!). Die Haltestelle ist nicht einfach zu finden. Noch schwieriger das Bezahlen. Wir finden keinen Automaten für Tickets. Der Busfahrer gestikuliert nur wild und spricht kein Englisch und verkauft auch keine Tickets. Schließlich fahren wir auf der Karte eines Geschäftsmannes, den wir dafür entlohnen. An der Endhaltestelle sind es noch etwa fünf Gehminuten bis zu der byzantinischen Klosterkirche. Ein kleiner Junge, der das offensichtlich nicht zum ersten Mal macht, bietet sich an, uns zu führen. Norman fragt ihn „Do you speak English?“ Darauf der Junge ganz empört „I am Turkish“. Abends treffen wir uns alle zum Dinner. Eigentlich wollten wir zum alten Bahnhofsaal, wo die Reisenden früher auf den Orient Express warteten. Heute ist dort ein Museum untergebracht. Wir unterhalten uns darüber unterwegs. Doch plötzlich taucht aus dem Nichts ein gut gekleideter Mann auf, der behauptet, in unserem Hotel zu arbeiten. Unser Ziel sei zu touristisch, das Essen dort nicht besonders. Er empfiehlt uns zwei andere in der Nähe. Wir entscheiden uns zu dem von ihm empfohlenen Antique Restaurant zu gehen, wo angeblich viele Einheimische essen. Als wir das Restaurant betreten, fällt gleich auf, dass nur Touristen an den Tischen sitzen. Der Kellner, der uns zum Tisch bringt, erzählt, sie hätten erst kürzlich eröffnet, unser Kellner am Tisch behauptet später, sie würden in zwei Monaten schließen. Wie auch immer, das Essen ist in Ordnung. Und weil wir nicht auf seine Empfehlungen außerhalb der Karte eingehen, ist der Preis auch ok. Gerade zu zelebriert wird das Zerschlagen des Tonkruges in dem die Spezialität des Hauses gekocht wird. Enttäuscht sind vor allem meine britischen Freunde, als das Lokal um 23 Uhr schließt und des keinen „Pudding“ mehr gibt.


12.5.2013
Heute steht der Besuch in der Blauen Moschee an. Anschließend besichtigen wir die byzantinische Zisterne.
13.05.2013
Norman und Mike fahren früh morgens nach Troja und Gallipoli. Um 8.30 holt mich mein Pick up zur Bosporustour ab. Leider regnet es ständig. Am Goldenes Horn besteigen wir eine Schwebebahn. Bevor die Fahrt mittags endet, halten wir an deiner Lederwarenfabrik. Nach einer kurzen Modenschau soll man günstig einkaufen können. Doch niemand macht Gebrauch davon.
Am Nachmittags laufe ich zum Großer Basar.
14.05.2013
Morgens frühstücke ich eher als sonst um fahre um 9 Uhr mit der Tram. Ein Bus blockiert unterwegs die Weiterfahrt der Tram. Wir müssen aussteigen, um kurz darauf die Tram wieder zu besteigen, weil das Hindernis doch die Fahrbahn verlassen konnte. Ich fahre zum Neuen Palast, den ich gegen 10 Uhr besichtige. Eine Stunde später schließt sich die Haremsbesichtigung an. Ich trinken noch einen Kaffee im Café im Garten, um dann gegen 13 Uhr zu Fuß zum Taksim Platz zu laufen. Dort esse ich in einem wirklichen Restaurant für Einheimische eine Dönertasche. Weiter geht es dann zum zum Gallata Turm und Pera Pallace Hotel. Unterwegs sehe ich die bisher einzige Katholische Kirche. Mein Fußmarsch endet an der Gallata Brücke. Dann fahre ich mit der Tram zum Hotel.

15.05.2013
Morgens bringen mich Mike und Norman, die beide wohlbehalten und begeistert von ihrer Exkursion zurück sind, zur Tram. Ich steige dann in die U-BAhn ein, die mich zum Flughafen bringt. Gleich am Eingang ist ein Sicherheitscheck. Meine Annahme, dass damit schon alle Sicherheitsmaßnahmen erledigt sein, erweist sich als Irrtum. Nach dem Check-in muss ich noch einmal durch einen zweiten Sicherheitscheck. Das Essen an Bord ist wieder ausgezeichnet. Damit endet auch schon die einwöchige Istanbul-Tour.

Die Fotos von meiner Istanbul-Reise in meinem Fotoalbum