Ein langer Tag in Connemara

Bereits um 5.30 Uhr ist für mich die Nacht zu Ende, denn um 6.30 Uhr beginnt für mich an der Molly Malone Statue eine Tagestour nach Connemara. Unser Reiseleiter ist Darren und in seinem kleinen Bus befindet sich eine bunt gewürfelte Truppe aus aller Herren Länder. Auch morgens ist der Verkehr schon dicht, doch dank Darrens Kenntnissen von Alternativrouten schaffen wir es noch rechtzeitig zu unserer Bootstour durch den Killary Fjord. Unser nächster Stopp ist Kylemore Abbey. Den Herrensitz mit seiner tragischen Geschichte und ehemaliges Internat können wir aus Zeitgründen leider nicht besichtigen, es reicht nur für eine kurze Lunch Break, bevor wir nach Galway weiterfahren. Hier bleibt Zeit für eine Besichtigung und einen Kaffee. Ich schaue mir die moderne Kathedrale an. Um 19.30 Uhr sind wir dann zurück in Dublin.

Fotos von der Tagestour in meinem Fotoalbum

Dublin: Kathedralen, Kneipen, Collegetour, das Book of Kells und eine Krimisammlung

2008 war ich das letzte Mal in Irland und nur kurz am Anfang und am Ende der Reise in Dublin. Aber lange genug, um den Entschluss zu fassen, das nächste Mal länger in Dublin zu bleiben. Das mache ich nun wahr und fliege mit Eurowings von Düsseldorf nach Dublin. Mit dem Bus fahre ich vom Flughafen bis zur O’Connell Bridge und gehe den Liffey entlang zu meinem Hotel, dem Jury’s Inn. Von dem Hotel bin ich gleich angetan. Vor allem von seiner zentralen Lage. Am Abend treffe ich mich mit meinem Chrstie Freund Dr. John Curran.

Gleich am nächsten Morgen steht ein Besuch der Guinness-Brauerei auf meinem Programm. Ich trinke gerne das schwarze Bier mit dem cremigen Schaum. Die Ausstellung ist gut gemacht, auch wenn sie im Grunde genommen eine Reklameshow ist. Ich lerne unter anderem, dass die Harfe schon lange das Logo der Brauerei war, bevor sie die junge irische Republik als Symbol (spiegelverkehrt) übernahm. Ein Stockwerk widmet sich den Werbekampagnen der Firma. Die berühmten Zootiere und insbesondere der Tukan des Zeichners John Gilroy sind zu sehen. Aber dass Dorothy L. Sayers die Texte dazu verfasste, bleibt unerwähnt („If he can say as you can / Guinness is good for you / How grand to be a Toucan / Just think what Toucan do“). Die Tour endet im siebten Stock in der Gravity Bar – bei einem Pint Guinness. Hier hat man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt.

Leider sind die Touren im Kilmainham-Gefängnis ausgebucht. Hier wurden die Anführer des Osteraufstandes von 1916 hingerichtet. Das Interesse ist wegen des Jahrestages natürlich enorm. Deswegen besichtige ich stattdessen die St. Patrich’s Cathedral und die Dublina. Letztere veranschaulicht das Leben im mittelalterlichen Dublin. Am Abend besuche ich die Tournee-Aufführung von „Billy Elliot – The musical“. Die Änderungen gegenüber der Originalinszenierung im Victoria Pallace Theatre überzeugen mich nicht. Vor allem stört mich, dass während der Vorstellung im Theater gegessen und getrunken werden darf. Dafür ist eigentlich genug Zeit in der Pause. Ansonsten aber eine gelungene Aufführung mit einem überzeugenden Billy (Haydn May).

An meinem zweiten Tag in Dublin steht ein Besuch von Trinity College, insbesondere der berühmten Bibliothek mit dem Book of Kells auf meinem Programm. Ein Student zeigt uns Touristen die einzelnen Gebäude des Colleges. Dann besichtige ich das Hauptpostamt und die Sonderausstellung zu „100 Jahre Osteraufstand“. Die Ausstellung ist sehr detailliert und bemüht sich um eine differenzierte Darstellung. Am Nachmittag treffe ich mich wieder mit John Curran und sehe mir sein faszinierendes Agatha-Chrstie- und Krimi-Archiv an.

Fotos aus Dublin in meinem Fotoalbum