Bodies from the Library

Am Donnerstag, 18. Juni, geht es für mich wieder ins UK. Diesmal ist der Abflug so spät wie noch nie. Um 22 Uhr lande ich erst in London Southend. Mit einem Nahverkehrzug fahre ich nach London Liverpool und um kurz vor Mitternacht bin ich erst bei Norman in Queen’s Park.

Am nächsten Tag sehe ich mir die Sonderausstellung „800 Jahre Magna Charta“ in der British Library. Die Ausstellung bereitet das Thema anschaulich und ausführlich auf: die Situation, die zur Magna Charta führte: King John „Lackland“ (der den großen Freiheitsbrief unterzeichnen musste), seine erfolglose Politik und sein Charakter und warum die Magna Charta, obwohl der König mit Unterstützung des Papstes sie drei Monate nach Unterzeichnung widerrief, diese Bedeutung erlangte. Dabei kommt auch in einem Videoclip Bill Clinton zu Wort. Das ist nicht ohne Ironie, da Thomas Kielinger in seinem ausgezeichneten Artikel in der Welt „Magna Charta – als die Macht verlieren lernte“ gleich zu Anfang daran erinnerte, dass Clinton den Prozess mit Paula Jones, die ihn der sexuellen Belästigung bezichtigte, mit dem Hinweis abzublocken versuchte, als Präsident sei er zu beschäftigt dafür. Richterin Susan Webber Wright widersprach dem ausdrücklich in und erinnerte daran, dass in der Tradition von Magna Charta niemand über dem Gesetz stehe und gab den Rechtsweg frei.
Zum Schluss franst die Ausstellung aber etwas aus: Magna Charta in den ehemaligen Kolonien, Magna Charta und Frauen- und Rassengleichberechtigung. Die ausgestellten zwei Exemplare der Magna Charta sind eher unspektakulär. Eines davon, das einzige Exemplar mit Siegel, wurde durch Feuer und vor allem eine unsachgemäße Restaurierung schwer beschädigt.

Am Abend sehe ich mir noch einmal „Billy Elliot“ im Victoria Palace Theatre an. Bereits im April hatte ich mir das Musical mit Brodie Donoghue in der Titelrolle angesehen. Die Aufführung hatte mich sehr beeindruckt, allen voran die Leistung des 12-jährigen Hauptdarstellers, der drei Stunden schauspielernd, tanzend und steppend unglaublich präsent ist. An diesem Abend steht Bradley Perret auf der Bühne. Bradley lebt mit seiner Familie in Südfrankreich und ist wahrscheinlich zweisprachig aufgewachsen. Der Language Coach hat ganze Arbeit geleistet. Für mich klingt sein Northern Accent authentisch. Im Gegensatz zu Brodie, der mit Turnem begann und dann zum Ballet wechselte, kommt Bradley vom Street dance. Daher sieht seine Performance vom „Angry dance“ und „Electricity“ etwas anders aus. Später erfahre ich, dass die Nummern den Schwerpunkten des jugendlichen Darstellers entsprechend angepasst werden. Inzwischen hat Bradley sein Engagement im Victoria Palace Theatre aufgegeben und die Staffel an einen neuen Billy weitergegeben, an Nat Sweeney aus Birmingham.

Am Samstagmorgen mache ich mit Norman zum Bahnhof St. Pancras auf. Von dort ist es es nicht weit bis zur British Library.

Nach der sehr gut organisierten Registrierung eröffnet der Präsident des Detection Club Simon Brett humorig die Konferenz und verliest zur Einstimmung das fiktive Testament von Agatha Christie.

Daran schließt sich ein Gespräch zwischen dem künftigen Präsident des Detection Club Martin Edwards und Jake Kerridge an. Edwards hat gerade ein Buch über die Mitglieder des Detection Clubs geschrieben, Kerridge hat im Daily Telegraph eine Kolumne über Krimiliteratur. Gemeinsam sprechen sie darüber, wann das Goldene Zeitalter war und was es ausmachte.

Kenntnisreich referiert Barry A.Pike anschließend über Dorothy L. Sayers und Margery Allingham. Über letztere hat er ein Buch geschrieben.

Vor der Kaffeepause sprechen dann Simon Brett und Martin Edwards über die gemeinsamen Buchprojekte des Detection Club wie „The floating Admiral“, “ Six against the Yard“ und „Ask a policeman“. Von den Tantiemen konnten die Mitglieder wunderbare Dinner veranstalten, verrät Brett. Und sie wollen ein neues Buch zusammen schreiben: „The sinking Admiral“.

Nach der Kaffeepause, bei der es frischen Kaffee und sehr leckere Kekse gab, referierte Richard Reynolds über Kriminalgeschichten, die in Oxford oder Cambridge spielen. Von der Anzahl liegt Oxford vorne. Die Liste mit den „The Oxbridge Murders“ ist inzwischen auf der Seite von „Bodies from the Library“ online.

David Brawn von HarperCollins und Rob Davies diskutierten im anschließenden Panel darüber, wie man heute Krimis aus dem Golden Age verlegt. Problematisch wird es heute im Zeitalter der Political correctness, wenn in den fraglichen Büchern Formulierungen oder Darstellungen enthalten sind, die heute als rassistisch oder diskriminierend verstanden werden könnten. Zum Beispiel das „N-Word“. Verändert man den Text oder kommentiert man die Passage oder verzichtet man unter Umständen ganz auf die Veröffentlichung?

Nach der Lunchbreak wurde ein Hörspiel von John Dickson Carr vorgespielt, das man mit einem Augenzwinkern verstehen sollte.

Tony Medawar, Christie-Freunden als Herausgeber der Anthologie „While the light lasts“ bekannt, referierte anschließend über „Looked room mysteries“, in denen also das Opfer ermordet in einem abgeschlossenen Raum gefunden wird und scheinbar niemand die Gelegenheit hatte, unbemerkt in den Raum zu gelangen. Beispiele aus Christies Werk wären „Hercule Poirot’s Christmas“ und „Murder in Mesopotamia“.

Dolores Gordon-Smith sprach im anschließenden Vortrag über Freeman Wills Crofts. Der irische Eisenbahn-Ingenieur war auf Umwegen zum Schreiben von Kriminalromanen gekommen. Seine Schilderungen der Mordmethoden sind wissenschaftlich genau, seine Charakterisierungen der Personen bleiben dagegen eher blass.

Nach der Kaffeepause schildert Dr John Curran in seinem Vortrag: „Agatha Christie: Some influences“ über Einflüsse anderer Schriftsteller auf Agatha Christie und umgekehrt.

Nach dem abschießenden Vortrag „Taking the Golden Age into the 21st Century“ von L.C. Tyler kommen alle Redner noch einmal auf das Podium und dürfen vorschlagen, welche Werke sie reif für einen Reprint halten.

Nach dem guten Feedback in Blogs und auf der Konferenz selber, ist es nicht verwunderlich, dass im nächsten Jahr wieder eine Konferenz „Bodies from the Library“ stattfinden wird.

Nach einem netten Essen und Get-together im Premier Inn um die Ecke geht der Tag zu Ende.

Am nächsten Tag (Sonntag) fahre ich wieder nach Southend, wo diesmal am Nachmittag mein Rückflug startet.

Zweite Christie Conference in Exeter: Hidden Horizonts

Abgesehen von vierzig Minuten Verspätung klappt mein Flug von Münster-Osnabrück nach London-Southend reibungslos. Der „Express“ nach London Liverpool ist leider übervoll. Nur mit Mühe finde ich einen Platz für mich und meinen Koffer. Am nächsten Tag fahren Norman und ich mit dem Zug nach Exeter zur Konferenz „Agatha Christie – Hidden Horizonts“ an der University of Exeter.

Marta Zaga referiert im ersten Vortrag über Agatha Christies Vorliebe für Nursery Rhymes: manchmal sind sie für den Inhalt des Romans wichtig („Ten little Indians“, „A pocketful of rye“), manchmal lautet der Titel einfach nur so (z.B. „Hickory Dickory Dock“, „One, two, buckle my shoe“). Der zweite Vortrag bezieht sich auf AB Cust aus den „ABC murders“, was das mit „From Politics to Ethics“ zu tun haben soll, erschloss sich mir allerdings nicht. Im abschließenden Vortrag des ersten Blockes geht es um archäologische Bezüge in „Death on the Nile“, „Murder in Mesopotamia“, „Appointment with death“, „The adventure of the Egyptian tomb“ und den entsprechenden Verfilmungen.
Co-Organisatorin Mia Dormer berichtete im ersten Vortrag des zweiten Blocks über die Verwendung der Forensik in „The Hollow“ und „Third girl“. Im Gegensatz zu Conan Doyle spielen Fingerabdrücke und gerichtsmedizinische Untersuchungen bei Christie durchaus eine Rolle. In „The Hollow“ sind es die fehlenden Fingerabdrücke an der Waffe, in „Third Girl“ erweist sich Normas Unschuld an der Tatsache, dass das Blut an der Leiche bereits geronnen war. Michelle Kazmer aus Florida nahm ihr Thema aus der letzten Konferenz wieder auf und referierte über Informationsverhalten – und wieder konnte ich ihr nicht ganz folgen. Chrissie Poulter vom Trinity College erläuterte in ihrem Referat die respektvolle Schilderung der Tätigkeiten der Dienstboten, die in den Verfilmung selten zum Ausdruck kommt. Merja Makinen stellte die These auf, dass Christie in ihren Westmacott-Romanen das traditionelle Bild der Ehe als „happily ever after“ in Frage stellt. Alan Hooker berichtet über Hexen und Übersinnliches in „The pale horse“ und den männlichen Zügen der vermeintlichen Hexen. Im letzten Vortrag des dritten Blocks stellt Rebecca Mills das personifizierte Böse in Form des Schuldigen in „Halloween Party“ dar. Im Anschluss an den Vortrag wurde die akademische Frage nach dem größten Bösewicht in Christies Oeuvre gestellt.
Den Abschluss des zweiten Tages bildet die Keynote address von Gill Plain über die Rolle der Frau in Christies Nachkriegswerken „The Hollow“, „Destination unknown“ und dem Westmacott-Roman „The rose and the yew tree“.
Abends findet im „Imperial“ ein Pub Quiz statt – rund um das Thema Agatha Christie. Unser Team erreicht immerhin den zweiten Platz (von dreien).

Der zweite Tag beginnt mit dem mysteriösen Verschwinden des ersten Vortragenden. Organisator Jamie Bernthal springt in die Bresche und referiert über das gestörte Kind am Beispiel von „Crooked House“. Brigitta Hudacsko aus Ungarn berichtet über eine Romanreihe von Katalin Barath, die zur KuK-Zeit spielt – mit einer Marple-ähnlichen Hauptfigur, nur jünger. Etwas abwegig der Part von Trisha Ray, der aufgrund der Abwesenheit der Autorin nur verlesen wird: eine Art Fan fiction, in der Poirot ein Problem in Indien löst.
John Cuuran arbeitet in seiner keynote address – wie immer präzise – die Schwächen in Endless Night heraus. Christie hatte diese Schwächen, so zeigt das Manuskript, das als eines der wenigen erhalten geblieben ist, extra auf Wunsch ihres Editors bei Collins, der die üblichen Elemente eines Krimis vermisste, in das Buch, das ansonsten ein Meisterwerk ist, einbauen müssen.

Am Nachmittag stehen Filme im Mittelpunkt. Mark Aldridge stellt die frühe Zusammenarbeit der Christie mit der BBC dar, die nicht immer unproblematisch war. Marjolijn Storm aus Saarbrücken berichtet von der ersten Verfilmung, dem Stummfilm „Die Abenteuer GmbH“ sowie dem Film „Orientexpess“ von 1944, mit Anklängen an den Christie-Roman. Sarah Street beschreibt anschaulich die EMI-Filme – beginend von „Murder on the Orient Express“ bis „Evil under the sun“. Im letzten Vortrag stellt Anna Farthing (Leiterin des Internationalen Agatha Christie Festival, früher Christe Week) das Konzept des Festivals vor. Wegen der Förderung durch den Arts Council muss die Veranstaltung „diverser“ aufgestellt sein: mit Angeboten für Kinder oder Hobbyschriftsteller. Ob sich die Konzeptänderung bewährt, muss sich noch erweisen. Bisher steht das Programm für September noch nicht fest. Farthing verspricht, dass erste Veranstaltungen ab Ende April online gebucht werden können. Weitere Programmpunkte sollen nach und nach bekannt gegeben werden. Sie sichert auch zu, dass es keine zeitlichen Überschneidungen ähnlicher Veranstaltungen geben wird. Man wird sehen. Carly Mays vom National Trust schildert, wie der Trust das ehemalige Feriendomizil der Queen of Crime übernommen und renoviert hat, die andauernden Erhaltungsarbeiten und das Konzept hinter der Ausstellung in Greenway. Einige Exponate hat sie auch dabei.
Damit endet eine abwechslungsreiche Konferenz mit unterschiedlichen Vorträgen – von unterschiedlicher Qualität. Einige Referenten müssen noch an ihrem Vortragsstil arbeiten: wenn man mit Top speed sein Manuskript abliest (ohne dabei kaum aufzublicken), ermüdet das die Zuhörer und macht es ihnen nicht leichter, dem zum Teil sehr abstrakten Stoff zu folgen.
Der Christie-Tradition folgend stelle ich die eine Enthüllung ans Ende, obwohl Sophie Hannah als erste Keynote Speaker die Konferenz eröffnete. Im ersten Teil erzählte sie ausführlicher, wie ihr literarischer Agent ihr den Job, einen neuen Poirot-Roman zu schreiben, verschaffte. Im zweiten Teil las sie das erste Kapitel ihres neuen Romans vor. Der Titel und die ersten beiden Wörter des zweiten Kapitels sowie weitere Informationen werden erst am 21. Mai verraten.

Leaving Exeter

Norman, John und ich nehmen um 11.25 Uhr den Zug nach London Waterloo. Auf der Rückfahrt lassen wir das Seminar noch einmal Revue passieren. Kurz vor 15 Uhr erreichen wir wieder London.
Schon früh am nächsten Morgen, ist für mich Aufbruch angesagt. Mit U-Bahn und Stansted Express geht es zum Flughafen. Da Ryan Air die Zeit zwischen Landung und Rückflug der Maschine scharf kalkuliert, müssen wir warten, bis alle Passagiere die Maschine verlassen haben, diese (ganz kurz) gereinigt wird, bevor wir in das Flugzeug einsteigen können. So starten wir mit Verspätung. Auch der Shuttle-Bus am Flughafen Dortmund ist nicht optimal organisiert. Bis die lange Schlange von Fahrgästen das Ticket für drei Euro beim Fahrer gelöst hat, hat sich die Abfahrt so weit verzögert, dass nicht der nächste, sondern auch der übernächste Zug von Holzwickede nach Münster abgefahren ist. So muss ich eine halbe Stunde warten, bis der nächste Zug eintrifft.
Damit endet einer meiner kürzesten Aufenthalte im Vereinigten Königreich.

Seminar „Agatha Christie: Crime, Culture, Celebritiy in Exeter“

Morgens um acht machen wir uns zu Fuß zur Universität Exeter auf. Das Seminar findet im Gebäude des Institute of Arab and Islamic Studies statt. Es ist wahrscheinlich das erste akademische Christie-Seminar in Großbritannien.

Nach der Registrierung finden sich gut gut 40 Teilnehmer im Lecture Theatre 1 ein.

Der erste Block beschäftigt sich mit „Ways of rewriting“. Im ersten Beitrag „The Lotus Murder and The Clue of the Candle Wax’: Recurrent plot devices in Agatha Christie“ beschreibt Dr. John Curran, wie kunstvoll Christie Plots variierte. Der Titel seines Vortrages leitet sich aus einem Zitat aus „Cards on the table“ ab, wo Agatha Christie ihr Alter Ego Ariadne Oliver folgendes sagen lässt:

„Women,“ said Mrs. Oliver, „are capable of infinite variation. I should never commit the same type of murder twice running.“
„Don’t you ever write the same plot twice running?“ asked Battle.
„The Lotus Murder,“ murmured Poirot. „The Clue of the Candle Wax.“
Mrs. Oliver turned on him, her eyes beaming appreciation. „That’s clever of you – that’s really very clever of you. Because of course those two are exactly the same plot, but nobody else has seen it. One is stolen papers at an informal week-end party of the Cabinet, and the other’s a murder in Borneo in a rubber planter’s bungalow.“

Dr. Serena Formica berichtet anschließend, wie David Suchet aus der Figur Poirot eine „TV celebrity“ machte und ihn zu einer echten Persönlichkeit umformte.

Zum Schluss des ersten Blocks referiert Jilly Lippmann, über Kerry Greenwood, die als Hommage an die Christie eine erfolgreiche Reihe von historischen Kriminalromanen geschrieben hat. Die Krimis, die Down under spielen,wurden ereits vom australischen Fernsehen verfilmt. Schon die Titel aus ihrer Phryne Fisher-Reihe knüpfen an Christie-Titel an: „Murder on the Ballarat Train“, „Murder in Montparnasse“ und „Dead Man’s Chest“.

Vor der Mittagspause zieht Dr. Merja Makinen einen Vergleich zwischen Virginia Wolfs „To the lighthouse“, „Giant Bread“ (Mary Westmacott) und „The Hollow“ (Christie).

Das Mittagessen ist trotz der geringen Tagungsgebühr von 30 Euro überraschend gut. Es gibt Fingerfoot und Sandwiches.

Nach der Mittagspause teilt sich aufgrund der Menge der eingesandten Beiträge die Veranstaltung in zwei parallele Panel. Ich nehme an „Crime in translation“ teil. Dr. Marjolijn Storm von der Universität Saarbrücken vergleicht drei Übersetzungen von „The mysterious affair at Styles“ ins Deutsche von 1929, 1959 und 1999. Besonders in der ersten Übersetzungen wurde viel ausgelassen, Poirots Eigenheiten werden nicht wiedergegeben, er spricht perfektes Englisch (bzw. Deutsch). Auch in der Nachkriegsübersetzung wurde gekürzt, der Text „verbessert“, der Stil verändert und der Humor gedrosselt. Die Übersetzung von 1999 besorgte Nina Schindler, die selbst Krimiautorin ist. Da Christie inzwischen als Klassikerin gilt, orientiert sich die Übersetzung stärker am Original. Allen drei Übersetzungen ist gleich, dass Poirots (bzw. Christies) Französisch stellenweise geändert wurde.

Die Mehrheit der Teilnehmer nahm unterdessen am anderen Block „Thoroughly modern Christie“ teil. Meine Christie-Freunde berichten, dass es dort lebhafter zuging. Jane Custance Baker präsentierte „Textiles in text: Clothes in Agatha Christie’s interwar detective fiction“ und brachte Tweedstoff zum Anfassen mit. Christie habe durch die Kleidung ihrer Figuren deren soziale Stellung und Charaktere veranschaulicht, lautet ihre These.

Am Beispiel von „Evil under the sun“ führt Dr. Rebecca Mills in ihrem Vortrag „Dying beside the seaside: Leisure, crime and sexuality on Christie’s beaches“, aus, dass Christie in ihren Romanen ihre Meinung zur weiblichen Sexualität zum Ausdruck gebracht habe:

Hercule Poirot said: „Ah! but that, it is not strictly true.“ He pointed downward. „Regard them there, lying out in rows. What are they? They are not men and women. There is nothing personal about them. They are just – bodies!“
Major Barry said appreciatively: „Good-looking fillies, some of ‚em. Bit on the thin side, perhaps.“
Poirot cried: „Yes, but what appeal is there? What mystery? I, I am old, of the old school. When I was young, one saw barely the ankle. The glimpse of a foamy petticoat, how alluring! The gentle swelling of the calf – a knee – a beribboned garter -“
(Evil under the sun. Chapter 1.)

Dr. Curran widerspricht dem. Die zitierte Passage diene nur dem Plot, sei ein Hinweis für die Aufklärung des späteren Mordfalls, dass nicht das Opfer Arlena tot am Strand lag, sondern die Komplizin des Mörders, um dem Mörder ein Alibi zu verschaffen.

Auch die Blöcke von 14 Uhr bis 15.30 Uhr laufen parallel. Ich bleibe im Lecture Theatre 1 sitzen und höre „Modernism & middlebrow innovation“. Zunächst berichtet Dr. Motonori Sato von den Parallelen zwischen Graham Greenes „Stamboul Train“ und Christies „Murder on the Orient Express“. Leider geht er ausführlich auf den Greenes Roman ein, auf Christies Krimi nur ganz kurz.
Es geht Dr. Vike Martina Plock mit „‚It’s like trying on the clothes. Does this fit!‘: Agatha Christie, fashion, and literary innovation“ auf die Rolle der Mode in Christies Romanen, insbesondere in der „Three act tragedy“ ein.
Den Abschluss bildet Dr Charlotte Beyer mit „‚With practised eyes‘: Reading Agatha Christie’s The Mysterious Mr Quin short stories and contemporary echoes“.

Der andere Block trägt die Überschrift „Queer Christie“. Die Vorträge kommen von Dr. Dewi Evans („Just like a book: the camp sensibility of Agatha Christie’s early thrillers“), Dr. Ahmet Atay („Queering Agatha Christie’s work: Poirot and other queer characters“), Sarah Bernstein („‚The crooked child of the crooked house’: Agatha Christie’s queer children“).

In der Kaffeepause besteht die Möglichkeit, in der Galerie die Cover zu Christie-Büchern des Künstlers Tom Adams zu betrachten, der sogar aus Cornwall angereist ist und signiert.

Nach der Pause geht es mit dem Block „Taxonomies, text, data“ weiter. Brittain Bright kategorisiert in ihrem Beitrag „‚This isn’t the sort of place you’d get a body!‘: Typology of Places in the work“ of Agatha Christie anschaulich die Schauplätze der Christie-Romane: (Land)Haus, Dorf, London/Stadt und Urlaub/Ausland. Wobei – entgegen den Erwartungen – das Dorf weniger der Schauplatz eines Christie-Romans ist, meistens wird das Dorf als Mikrokosmos in Marple-Stories verwendet. Stadt und Ausland bieten sich an, weil es dort leichter für die Christie-Figuren ist, sich für etwas auszugeben, was sie nicht sind – ohne dass das leicht nachgeprüft werden kann.

Dr Meg Boultan stellt in ihrem Beitrag „The encyclopaedic palace of the world: Miss Lemon’s filing system as a cabinet of curiosities and the repository of human knowledge“ das Ablagesystem von Poirots Sekretärin vor, dass in den ersten zwölf Jahren der TV-Serie „Agatha Christie’s Poirot“ eine viel größere Rolle spielt als in den Romanen. Es gibt kaum eine Folge, in der die sorgfältig von Miss Lemon bestückten Karteikästen nicht zu sehen sind.

Dr. Michelle M. Kazmer ist extra aus Florida für ihren Vortrag „One must actually take facts as they are: Information behaviour and information value in Agatha Christie’s Miss Marple novels“ angereist und zitiert u.a. Habermas, um die Marple-Stories informations- und kommunikationswissenschaftlich zu untersuchen.

Den Abschluss des Seminars bildet Prof. Sarah Street, die in ihrem Vortrag „Autobiography and celebrity: Agatha (1978): An imaginary solution to an authentic mystery“ über die Hintergründe und Produktion des Films „Agatha“ (Deutscher Titel: „Das Geheimnis der Agatha Christie“) aufschluss- und kenntnisreich berichtet. Sie hat dazu die Korrespondenz der Produzenten ausgewertet und zu Tage gebracht, wie Dustin Hoffman, der an einer der ausführenden Firmen beteiligt war, sich nicht immer förderlich in die Produktion und sogar in den Filmschnitt einmischte. Im Gegensatz zu einigen Vorredner, die noch am Anfang ihrer wissenschaftlichen Karriere stehen und ihre „Paper“ rein abgelesen haben (manchmal in einem Tempo, dass selbst native speaker nicht mitkamen), war der Vortrag von Sarah Street leicht verständlich und gut vorgetragen.

Das Seminar klang mit einem Wein-Empfang in der Gallery aus. Zu hoffen ist, dass auch in den nächsten Jahren ähnliche Tagungen stattfinden. Wenn die Tagung eines gezeigt hat, dann, dass es Stoff für Vorträge in Christies Werk reichlich gibt.

Exploring Exeter

Nach einem guten Full English breakfast treffe ich mich mit Christie-Freund Mark S. an der Kathedrale. Gemeinsam nehmen wir an einer zweistündigen Stadtführung „Medieval Exeter“ teil. Am Nachmittag besichtige ich noch einmal die lichtdurchflutete Kathedrale mit ihren herrlichen Fenstern. Zum Abendessen im Hotel treffe ich mit zwei Christie-Bekannten.
Am Palmsonntag besuche ich den Gottesdienst in der Kathedrale.  Zu meiner Überraschung wirkt ein lebender Esel bei der Prozession mit. Als die Orgelmusik einsetzt, wird das Tier etwas nervös. Die Passionsgeschichte wird eindrucksvoll von mehreren Sprechern vorgetragen.
Anschließend schlendere ich durch die Stadt und  trinke im Hafenviertel eine Cappuccino. Mit Mark S., den ich dort treffe (wieder ein Zufall) besichtige ich das alte Zollhaus.
Mittlerweile sind fast alle Christie-Freunde, die am Seminar am nächsten Tag, teilnehmen wollen,  eingetroffen. Gemeinsam essen wir in einer Pizzeria und tauschen uns aus.

Reise nach Exeter

Da derzeit von Münster-Osnabrück kein Direktflug nach London angeboten wird, fliege ich diesmal von Dortmund ab. Am Gate von Ryan Air geht es mehr zu wie wir in einem Busbahnhof. Dazu passt, dass die Tickets vor dem Einstieg in das Flugzeug nicht eingescannt, sondern unzeremoniell abgerissen werden. Das Flugzeug ist leider voll besetzt, aber der Flug dauert auch nur gut 90 Minuten. Wir landen leicht verspätet. Es dauert ewig, bis wir endlich in Stensted die Ausweiskontrolle durchschritten haben.
Mit dem Stensted Express fahre ich bis zur Liverpool Station. Von dort bringt mich die U-Bahn bis Waterloo. Da mein Zug nach Exeter erst in drei Stunden abfährt, gebe ich meinen Koffer in der Gepäckverwahrung ab und fahre mit der Tube weiter nach Piccadilly. Kaum habe ich mich bei Garfunkles am Leicester Square an einen Tisch gesetzt, da kommt mein Freund John aus Dublin auf mich zu. Wie der Zufall es will, hat auch ihn der Weg in das Lokal geführt.
Nach einem Omelett mit Pilzen fahre ich wieder zur Waterloo Station und steige um 18.20 Uhr in den Zug nach Exeter. Der Zug ist mehr als voll, weil, ihn zahlreiche Pendler nutzen. Aber spätestens nach drei Stationen hat er sich erheblich geleert. Hinter Salisbury ist er so gut wie leer.

Um kurz vor zehn komme ich in Exeter an. Glücklicherweise ist mein Hotel, das Premier Inn, direkt gegenüber dem Bahnhof. An der Rezeption werde ich gebeten, meinen Nachnamen an einem Automaten einzutippen und schon spuckt der Automat die Keycard und die Zimmernummer aus!

Greenway – again und Win – again

Um 10 Uhr fahren Normen und ich mit dem Vitage Bus Burnaby nach Greenway. Ich besuchte zum wiederholten Mal das Haus, während Norman sich im Garten aufhält. Die Reihenfolge des Rundgangs hat mir früher besser gefallen: jetzt betritt man durch die Gartentür das Haus, besichtigt den Drawing Room und die Küche und geht dann in das obere Stockwerk, um zum Abschluss die restlichen Räume im Erdgeschoss zu durchlaufen. Früher ging man durch die Halle in das Haus und besichtigte es Stockwerk für Stockwerk.
Im Shop gibt es nicht viel Neues: der Vorabdruck der Neuauflage von „Mysterious afair at Styles“ mit dem ursprünglichen letzten Kapitel und einem Vorwort von John Curran ist leider ausverkauft. Ich gehe durch den Garten zum Boats House, das leider geschlossen ist, weil es reparaturbedürftig ist, vorbei an der Battery (wichtiger Schauplatz in „Five little Pigs / Go back for Murder“) zum Camellia garden zurück zum Haus.
Nach einem Sandwich und Suppe fährt uns Burnaby zurück nach Torquay.

Am Abend steht ein Literary Panel mit den Auoren Kate Mosse (nicht zu verwechseln mit dem Fotomodel) und Simon Brett sowie David Brawn (von HarperCollins) auf dem Programm. Beide haben schon früh mit der Lektüre von Agatha Christie begonnen. Nach Enid Blyton waren die Christie Krimis der Übergang zur Erwachsenenliteratur. Noch heute liest Kate Moss „The body in the library“ (ihren vermutlich ersten Christie-Roman), wenn sie sich entspannen möchte. Obwohl Moss nicht direkt Whodunits schreibt, ist sie dennoch Mitglied des Detection Clubs, deren aktueller Präsident Simon Brett ist. Nach einem unterhaltsamen Frage-und-Antowrt-Teil kann das Publikum Fragen stellen.
Bevor die Veranstaltung zu Ende geht, gibt es wieder eine Verlosung. Und wieder ist mir das Glück hold: ich gewinne den 6-teiligen Set einer Taschenbuch-Neuauflage, darunter auch die Ausgabe von „Mysterious affair at Styles“, die wir am Vormittag noch in Greenway gesucht hatten. Auch Normans Nummer, nur zwei Plätze weiter sitzend, wird gezogen.
Wir lassen den Abend an der Bar im Grand Hotel ausklingen.

Fotos von Greenway und von der Panel Discussion in meinem Fotoalbum

Zwei nächtliche Alarme und ein Hauptgewinn

Kurz nach drei Uhr in der Nacht ertönt im Hotel ein Feueralarm. Als ich zur Rezeption heruntergehe – was die wenigsten tun – ist nach einer Weile von einem „Leak“ die Rede. Was das zu bedeuten hat, wird eine Stunde später, als – nachdem ich gerade wieder eingeschlafen war – noch einmal der Alarm ertönt. Ein Gast, der von der Rezeption heraufkommt, berichtet, ein Wasserrohr sei geplatzt und Wasser sei in die Elektrik des Feueralarms eingedrungen. Am Nachmittag ertönt noch einmal kurz der Alarm, da er offenbar erst nach Reparatur des Wasserrohrs wieder eingeschaltet wurde.

Ziemlich gerädert von der Nacht besuche ich am Vormittag All Saints, wo in einer Flower Show Christie-Motive mit mit Pflanzen dargestellt werden. Mittags gönne ich mir einen Christie High Team mit Scone und Miss Marples Seed Cake (aus „Betram’s Hotel“). Am Nachmittag gibt es eine Panel Discussion mit Mathew Prichard und „Mystery Guest“ im Grand Hotel. Wer der Mystery Guest ist, ist ein offenes Geheimnis. Es ist natürlich Sophie Hannah, die einen neuen Poirot-Roman schreiben soll. Die Diskussionrunde wird geleitet von John Curran, weiterer Gast ist David Brawn von HarperCollins. John Curran fragt Mathew Prichard zunächst, warum ausgerechnet ein neuer Poirot? Prichard antwortet ausschweifend und umständlich, die Idee sei bislang immer verworfen worden. Nun sei aber, nachdem mit David Suchet alle Poirot-Geschichten über 20 Jahre lang vollständig verfilmt wurden, die Zeit reif für etwas Neues. Allerdings hätte man nicht so recht gewusst, wer wohl in der Lage sei, einen neuen Poirot-Roman zu schreiben. „Zufällig“ habe HarperCollins über den Agenten von Sophie Hannah erfahren, dass diese daran interessiert sei, einen Poirot-Roman zu verfassen. Und bei einem Lunch mit Hannah habe die Chemie gestimmt.

David Brawn berichtet, das HarperCollins fortlaufend Markforschungen betreibe. Agatha Christie verkaufe sich weiterhin gut. Aber bei Teenagern will man ein Desinteresse festgestellt haben und befürchte, dass diese Generation möglicherweise nicht rechtzeitig animiert würde, Christie zu lesen.

Hannahs Darstellung der Genese des Projekts weicht etwas von der Darstellung von Prichard ab. Ihr Agent habe ihr gesagt, er habe bei einem Lunch mit einem Mitarbeiter von HarperCollins gesagt, sie sei daran interessiert, einen Poirot zu schreiben. „You did what?“. Zufällig fiel ihr nach dem Gespräch ein „Wunderbarer Plot“ wieder ein, den sie schon lange in der Hinterhand hatte, aber für ihre zeitgenössischen Geschichten bisher nicht verwendet konnte.

Durch die Fragen aus dem Publikum wird deutlich, dass Poirot der einzige Christie-Charakter sein wird, der im neuen Roman verwendet wird. Die Geschichte spielt Ende der 1920er Jahre des vorherigen Jahrhundert, erzählt wird sie von einer Figur, die Poirot trifft. Hannah will nicht versuchen, den Stil von Agatha Christie zu kopieren. Die Geschichte spielt nicht unbedingt in Devon. Der Umfang des Buches soll eher der Länge von Christie-Romanen und nicht dem aktueller Kriminalromanen entsprechen, die laut Curran meistens viel zu lang sind. Hannah habe schon einen Titel im Sinne, der sei aber noch nicht endgültig abgestimmt.

Wenn durch den neuen Poirot vor allem eine jungen Generation angesprochen werden soll, wie soll das erreicht werden, wenn die Geschichte in den 20er Jahren des vorherigen Jahrhunderts spielt, frage ich. Es komme nicht unbedingt darauf an, eine aktuelle Geschichte zu verkaufen, sondern sei es wichtig, mal wieder etwas Neues im Regal zu haben, lautet die Antwort. Hmm. Als John Curran Brawn zum Abschluss befragt, was es demnächst Neues von Christie bei HarperCollins gibt, weist er auf die Neuauflage von „The mysterious affair at Styles“ hin, die diesmal das letzte Kapitel in der ursprünglichen Fassung im Anhang (bereits abgedruckt in „Murder in the Making“ von John Curran) und ein Vorwort von Curran enthält. Es sei ja das Wunderbare bei Agatha Christie, dass man ständig etwas Neues herausbringen könne (!).

Die Meinung im Publikum ist nach der Veranstaltung gespalten. Einige sind dem Projekt gegenüber aufgeschlossen und vertrauen, dass es bei diesem einen Roman bleiben soll. Andere sind skeptisch bis ablehnend.

Der Abend wird abgerundet durch das „Literary Dinner“ mit Val McDermid. Nach dem Dinner, der ok, aber auch nicht mehr ist, hält die Gastrednerin einen Vortrag, wie Agatha Christie ihr Leben schon als Kind beeinflusst hatte. In ihrer schottischen Heimat hatte sie wenig zu lesen, vor allem weil die Bibliothek in den Ferien geschlossen war. So fiel ihr mit 9 Jahren im Haus ihrer Großeltern „Murder in the vicarage“ in die Hände, das sie sofort faszinierte und jedes Jahr in den Ferien immer wieder las. Sie wollte mehr von Christie und so „borgte“ sie sich den Bibliotheksausweis ihrer Mutter und erzählte in der Bibliothek, ihre Mutter sei krank und habe sie geschickt, einen Christie-Roman auszuleihen. Selber durfte sie nämlich nicht in die Erwachsenen-Abteilung. Das ging so über die nächsten Wochen und Monate weiter, bis sie alle Bücher gelesen hatte. Doch irgendwann fallen alte Sünden auf einen zurück. Als sie später bei einer Veranstaltung mit ihrer Mutter war, traf sie auch auf eben jene Bibliothekare, die sie in ihrer Jugend für „ancient“ gehalten habe, in Wirklichkeit damals aber um 20 Jahre waren. Diese waren ganz erstaunt, dass ihre Mutter noch lebe, wo sie doch früher immer so krank gewesen sei. Das nun wieder wunderte McDermids Mutter …
Am Ende des kurzweiligen Vortrages gibt es noch eine Verlosung und ausnahmsweise habe ich mal Glück und gewinne den Special Price: fünf Romane von McDermid einschließlich des neuen „Cross and burn“.

Fotos von der Flower Show mit Christie Motiven sowie zu Mathew Prichard and Mystery Guest und vom Literary Dinner mit Val McDermid im meiner Fotogalerie.

Go back for murder

Am Nachmittag besuchen Norman und ich „Go back for murder“. Christie selbst hatten ihren Roman „Five little Pigs“ zu diesem Theaterstück umgearbeitet und dabei Hercule Poirot herausgeschrieben. Es dauert ein wenig, bis das Stück Fahrt aufnimmt. Die Rollen sind nicht immer optimal besetzt, vor allem passt das Alter der Schauspieler zu dem ihrer Rolle an einigen Stellen gar nicht. Es ist allerdings auch schwierig zu besetzen, da dieselbe Schauspielerin die jungen Caroline Crale sowie von deren Mutter Caroline Crale spielen muss und im zweiten Akt die Uhr 20 Jahre zurückgedreht wird.

Nach der Aufführung treffen wir die Cast bei Cream Tea. Gerne signieren die Schauspieler das Programm. Die Tour läuft noch bis November. Dann werden die Proben für das nächste Stück „Black coffee“ aufgenommen. Welcher der Schauspieler wohl die Rolle des Poirot übernehmen wird?

Die „1940’s & 1950’s Soiree and Cruise“ fällt am Abend aus, da das Boot einen Motorschaden hat. Gut, dass das vor dem Auslaufen bemerkt wurde …

Bilder vom Treffen mit der Cast in meiner Fotoalbum.