Neues zum Start von „Harry Potter und der Orden des Phönix“

Zum Verkaufsstart von „Harry Potter und der Orden des Phönix“ in Deutsch auch ein paar neue Seiten auf meiner Website. Zunächst gibt es eine ausführliche Inhaltsangabe – zunächst nur in Deutsch. Aber Vorsicht – hier wird alles verraten. Wer sich die Spannung erhalten will, sollte erst einmal das Buch lesen.

Weiterhin gibt es die Übersetzung eines interessanten Interviews, das Ann Treneman von der Times mit J. K. Rowling geführt hat, als das Buch im Original erschient.

Schaut doch einfach auf der Harry Potter Seite vorbei!

Kritiken zum Band 5 „Harry Potter und der Orden des Phoenix“

Stephen Kind lobte das Buch in den höchsten Tönen. Sie sei eine Geschichtenerzählerin, die „nur so strotzt vor verrückten lebendigen Ideen“.

Rowling sei ein Platz unter unsterblichen „nicht literarischen“ Autoren wie Alexandre Dumas („Die drei Musketiere“) und Conan Doyle („Sherlock Holmes“) sicher.

Im „Bann des Guten“ von Felicitas von Lovenberg (FAZ vom 24.06.2003)

„Dass Bücher, die diese Welt größer, rätselhafter und erhaltenswerter erscheinen lassen, süchtig machen können, hat niemand nachdrücklicher bewiesen als Joanne K. Rowling.“

„Drei Jahre musste ihr Publikum auf Band fünf warten, und wer jetzt sagt, dass Enttäuschung meist vorprogrammiert ist, woe die Erwartungen so hoch sind, ist ein Spielverderber und ein Neidhammel. J. K. Rowling hat ihre Leser noch nie enttäuscht. Auch in „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ gibt es keine Anzeichen einer Ermüdung der Autorin, anders als Band vier, der stellenweise ein bisschen bemht wirkte. Das neue Buch strotzt nur so von Einfällen, von liebevoll erdachten und gewohnt geschickt plazierten Details. Fäden, die in den früheren Bänden raffiniert ausgelegt wurden, werden hier wieder aufgenommen.“

„Harry Potter and the Order of the Phoenix“ ist so wild, abenteuerlich und spannend wie seine Vorgänger, tortz der schwerfällig anmutenden Länge. Außerdem ist es, wie zu vermuten war, das bisher dunklste Buch der Reieh, das psychologischte, gegen Ende auch das traurigste. Doch gerade weil die Finsternis allgegenwärtig ist, finden sich in diesem Band herrlisch komische Episoden und Wortwechwechsel, geht es ein bisschen flotter, rabiater und schlagfertiger zu … Vor allem ist dieses der erste Band, der keine Auflösung hat, auf die die Autorin hinschreiben könnte. Zwar gibt es am Schluss den obligatorischen, kinematrographisch inszenierten Showdown zwischen Harry und Voldemort, doch ist schon zu Beginn klar, dass der Kampf gegen das Böse am Ende dieses Bandes nicht vorüber sein wird. Er hat erst richtig angefangen.“

„Das Genie von „Harry Potter“ liegt – unter anderem – darin begründet, dass die Bücher, die gern dem Fantasy-Genre zugeordnet werden, zwar in einer anderen Welt spielen, aber doch in einer Welt, die von unserem Alltag aus erreicht werden kann.“

„Die Bücher sind von Folge zu Folge dicker geworden, wobei die Aussagekraft der Handlung allerdings nicht unbedingt proportional mitwuchs. Was größer wurde, waren Kühnheit und Selbstvertrauen der Autorin. Joanne K. Rowling wäre eine geringere Schriftstellerin, wenn sie ihren Tolkien und ihren Hauff, ihre Artussage und ihren Milton, ihren Dickens und ihren Twain, ihre keltischen Mythen und die Biblel nicht so genau gelesen hätte. Doch das, was ihre Bücher so besonders, im wahrsten Sinne magisch macht, hat sie sich nicht alesen können: das mutige Vertrauen in die schützende, rettende Macht der Liebe – und ihr Talent, darüber unbefangen zu schreiben, ohne dass vermeintlich coole Teenager ihre Bücher in die Ecke feuern. Harry muss eben nicht nur Zaubersprüche meistern, sondern auch das Leben verstehen lernen. Trotz der Aufregung um die Ereginisse im Kampf der Guten gegen die Bösens ins dieess andere große Thema in keinem Band zu übersehen. Jetzt ist es wichtiger denn je: Zwar weiß Harry, dass ihn die Liebe seiner toten Mutter vor Voldemort beschützt, doch das einzelkind hat bei den Dursleys niemals erfahrenf, was bedingugnslose Zuneigung bedeutet. Auch deshalb ist dieses Buch – das erste, in dem Harry und Ron kein wortlose Trotzphase überwinden müssen – für die Serie so bedeutsam. Harry begreift, dass Meinungsverschiedenheiten wahre Freundschaften nicht gefährden.“

„Harry Potter and the Order of the Phoenix“ mag seine Leser nicht verändern. Ihren Charakter jedoch stählt die Lektüre bestimmt.“

Neues aus der Übersetzer-Schmiede

Klaus Fritz übersetzt wieder Harry Potter Früher las er gerne Kalle Blomquist, Huckleberry Finn und die „Funf Freunde“. Erst als er die Kinderbücher der Dorfbücherei komplett gelesen habe, stieg er auf Erwachsenenliteratur um. Fritz hat alle vier Rome der Potter-Reihe übersetzt. Keine leichte Aufgabe, den Stil von Joanne K. Rowling ins Deutsche zu übertragen. „Die Helden reden auf lockere Weise“, doch nicht flapsig. Die Autorin lässt sie ein gutes Englisch sprechen.“

Die schottische Schriftstellerin, die ganz passabel Deutsch können soll, habe ihm versichert, dass ihr seine Übersetzungen gut gefallen.

Da die Bücher immer dicker werden, brechen für Fritz immer anstrengendere Monate an. Beim 760 Seiten starken Band vier hatte Fritz nur drei Monate Zeit für die Übersetzung. Gegen Ende der Arbeit musste er parallel übersetzen und Korrektur lesen.

Vor Harry Potter lag der Schwerpunkt von Fritz‘ Übersetzertätigkeit bei Sachbüchern. 1997 stieg er bei Harry Potter ein. Nach einer Probeübersetzung erhielt er, der zuvor keine Erfahrungen mit Jungedliteratur gesammelt hatte, den Auftrag. Für die „flott erzählten Gesichten mit vielen umgangssprachlichen Wendungen“ musste er einen entsprechenden deutschen Ton finden. So entschied er sich, ohne Dialete auszukommen. Im Original hat Waldhüter Hagrid einen schottischen Akzent. „Doch wenn ich ihn schwäbeln oder berlinern lassen würde, wäre das bald peinlich.“ Um dem gutmütigen Riesen dennoch einen entsprechenden Touch zu geben, verschluckt er bestimmte Buchstaben, sagt „drauf“ statt „darauf“ oder ’n statt „ein“.

Viel Mühe muss Fritz darauf verwenden, die bildhaften Bezeichnungen für Tiere, Pflanzen und Geister ins Deutsche zu übertragen. „Die sprechenden Namen der magischen Wesen sollen etwas Greifbares sein, unter dem sich die Kinder etwas vorstellen können.“ Selbst für Stabreime im Original sucht er ein Pendant. So wurden aus den „Knallrümpfige Kröter“ und der Moaning Myrtle die „Maulende Myrte“.

Während Übersetzer sonst im stellen Kämmerlein arbeiten, brachte der Wirbel um Harry Potter auch Fritz ein wenig ins Rampenlicht. Allein in Deutschland wurden mehr als elf Millionen Exemplare bisher verkauft. Lesungen mit Joanne K. Rowling oder Rufus Beck oder Auftritte auf Buchmessen brachten Fritz in die Öffentlichkeit.
Quelle: Heute.t-online.de vom 20.06.2003
Linktipp:
Die Community „Harry auf Deutsch“ setzt sich mit der Übersetzung von Harry Potter auseinander, hat einige Klöpse („Gurken“) bei der Übersetzung entdeckt und macht Verbesserungsvorschläge.

Harry nun auch wieder auf Deutsch

Am Samstag ist es endlich soweit: der neueste Band der Harry-Potter-Reihe erscheint auf Deutsch, rund vier Monate nach der Veröffentlichung des Originals „Harry Potter and the Order of the Phoenix“. Dorle Neumann von dem „Westfälischen Nachrichten“ sprach mit Sabine Wilharm, die auch wieder das Cover des jüngsten Band gestaltete. Es begann alles ganz harmlos. Sabine Wilharm erhielt einen Anruf vom Hamburger Carlsen-Verlag. Ob sie nicht den Einband für ein viel versprechendes Kinderbuch gestalten wollte? Und die Hamburgerin hatte Zeit und Lust, das Buch gefiel ihr, sie sagte ja – zum Glück. Denn der Junge, der da aus ihrer Fantasie auf das Papier sprang, wurde weltberühmt. Sein Name: Harry Potter.

Inzwischen, so räumt die Illustratorin ein, ist sie „ein bisschen zittriger“, wenn sie die Entwürfe für einen neuen Potter-Umschlag zeichnet. „Schließlich ist einem bewusst, dass weit über eine Million Menschen auf das Cover schauen werden.“

Für den neuen Band hatte sie auch wieder vier verschiedene Motive entworfen: Den Raum mit dem archaischen Bogen, in dem Harrys Patenonkel Sirius Black für immer (?) verschwindet; dann der gute Phönix und die böse Schlange im Kampf; eine Häuserschlange; und den Raum mit den vielen Türen im Ministerium für Zauberei, in dem die Hogwarts-Sprößlinge den Kampf gegen Voldemort & Co aufnehmen. Nach intensiver Diskussion stellte der Carlsen-Verlag die letzteren beiden im Internet zur Abstimmung. 102 799-mal machte es klick – dann stand das Raum-Motiv mit 55,1 Prozent knapp als Sieger fest. „Mein Favorit war das andere“, gibt Sabine Wilharm zu. Und musste deshalb „nachsitzen“: Seit Band zwei wird das Covermotiv auf Vor- und Rückseite gestaltet – und für den Türen-Raum hatte sie noch nichts entwickelt. So viel sei verraten: Die Schlange und der archaische Bogen tauchen auf!

Die Hamburgerin, Jahrgang 1954, hat ihr Handwerk von der Pike auf gelernt. In der Schule hat sie ein Zeichenlehrer ermutigt, nach der mittleren Reife ging sie auf Anraten der Mutter zur Fachhochschule : „Damals wollte ich Künstlerin werden“, schmunzelt sie heute. Ein Hochschulprofessor mit dem prägnanten Namen Wilhelm M. Busch weckte dann ihre Begeisterung fürs Zeichnen: „Wenn ich den nicht gehabt hätte.“

Seit dem Abschluss 1976 ist sie freie Illustratorin und arbeitet für Buchverlage und Zeitschriften. Einige Male hat sie auch Liedertexte für die „Sendung mit der Maus“ bebildert. Zeitweise hat sie einen Lehrauftrag an der FH innegehabt: „Da habe ich auch noch einmal viel über meine Arbeit gelernt, weil ich gezwungen war, anderen zu erklären, was ich mache!“ Ihren eigenen prägnanten Stil bezeichnet sie als „etwas karikierend mit Comic-Elementen, räumlich und dynamisch.“

Wenn sie einen Auftrag auf dem Atelier-Tisch liegen hat, dann „kreist“ sie ihre Figuren erst einmal ein. Das spontane Beispiel während des Interview gibt einen Eindruck. „Nein, der ist im Gesicht zu schmal“, meckert sie an der Harry-Skizze herum, während ihre Hand über das Papier flitzt. „Der sieht schon viel zu alt aus“ – sie hat Recht. Aber dennoch ist es unverwechselbar Harry.

Normalerweise bekommen Illustratoren von den Lesern wenig Resonanz auf ihre Arbeit. Deshalb war sie „völlig überwältigt“, als sie für Band vier zu einer Signierstunde in eine Poppenbütteler Buchhandlung fuhr. „Da wartete eine lange Schlange, Kinder und Eltern, keiner hat gemurrt, dass es so lange dauerte“, erinnert sie sich noch erstaunt und beeindruckt. Und am Ende tat ihr der Arm nur noch weh.

Trotz des Harry-Booms – viel lieber illustriert Sabine Wilharm nach eigenem Bekunden ein ganzes Buch. Auf der Grundlage des Textes kann sie dann frei gestalten, „die Figuren können sich entwickeln“. Zu richtigen „Typen“, wie etwa das Bilderbuch „Ein Huhn, ein Ei und viel Geschrei“ beweist. Der Autor sieht das Resultat immer erst nach der Fertigstellung. Eine enge Absprache vorher hält sie nicht für sinnvoll – „das fände ich zu einengend“. Und dann lächelt Harrys optische Mutter: „Der eine oder andere Autor kriegt sicher einen Schock, wenn er die Illustrationen sieht.“

Mit freundlicher Genehmigung der Autorin Dorle Neumann aus den Westfälischen Nachrichten vom 25. Oktober 2003. Dorle Neumann

Wähle das Cover für “Harry Potter und der Orden des Phönix“

Sabine Wilharm hat für Band 5 zwei verschiedene Coverentwürfe gezeichnet. Ihr könnt jetzt bestimmen, welcher Entwurf für die deutsche Ausgabe genommen wird, denn der Carlsen-Verlag stellt beide zur Wahl. „Harry Potter und der Orden des Phönix“ erscheint dann am 8. November 2003 mit dem Cover, das euch am besten gefällt. Bis zum 28. August (12 Uhr) könnt ihr abstimmen. In einer Presseerklärung schreibt der Verlag: „Der Countdown läuft: Am 8. November erscheint die deutschsprachige Ausgabe von „Harry Potter V“. Viele Geheimnisse um den Inhalt sind seit dem Erscheinen des Buches in England zwar gelüftet, doch Fans hierzulande können weiter gespannt sein: Wie wird die deutschsprachige Ausgabe aussehen?

Fest steht: Die Illustration des Covers kommt wieder von der Hamburger Illustratorin Sabine Wilharm. Noch offen ist: Welcher von ihren zwei Umschlagentwürfen wird für den über 1000 Seiten starken Band V ausgewählt?

Mit einer Abstimmung im Internet können die Leser über das Cover des Buches entscheiden. Unter www.carlsen-harrypotter.de sind ab Freitag, den 8. August zwei Umschläge zur Wahl per Internet ausgestellt. Ende der Abstimmung ist Donnerstag, der 28. August, 12.00 Uhr. Das Ergebnis wird am 29. August an gleicher Stelle bekannt gegeben.

Die Möglichkeit, das Cover eines Bestsellers per Internetabstimmung zu wählen, gab es zum ersten Mal überhaupt im Herbst 2000 vor der Veröffentlichung von „Harry Potter und der Feuerkelch“. 39.000 Teilnehmer gaben damals ihre Stimme ab. Der Carlsen Verlag rechnet diesmal mit einer deutlich größeren Beteiligung.

Bericht zur Harry-Potter-Ausstellung in Oberhausen mit den Illustrationen von Sabine Wilharm

Interview mit dem deutschen Verleger, Übersetzer und der Illustratorin

J. K. Rowling in der Royal Albert Hall

Vor rund 4 000 meisten jungen Fans las J. K. Rowling am 26. Juni in der Royal Albert Hall aus ihrem neuesten Buch. Der fünfte Band war am Wochenende zuvor in Großbritannien, den USA und vielen englisch-sprachigen Ländern erschienen. Das Ende von Harry wollte J. K. Rowling auch bei dieser Gelegenheit nicht verraten. „Die Leute fragen mich oft, ob ich über Harry schreiben werde, wenn er erwachsen geworden ist. Ich sage immer, dass ihr abwarten müssten, ob er am Ende überlebt.“

Auf die Frage, ob sie an Magie glaube, antwortete „Ich glaube nicht an Magie, so wie sie in den Büchern vorkommt. Ich möchte daran glauben, aber ich kann es nicht.“

Wenn sie allerdings einen Blick in den magischen Spiegel aus ihrem ersten Roman „Harry Potter und der Stein der Weisen“ werfen könnte, würde sie wohl – ebenso wie ihr Romanheld Harry – ihre Mutter wiedersehen. Diese war 1990 an Multipler Sklerose gestorben. Oder sie würde im Spiegel einen Wissenschaftler sehen, der eine gesunde Zigarette erfindet – oder einen Journalist, der in Öl gekocht wird.

Auch wäre die schüchterne Autorin, wenn sie für einen Tag über Zauberkräfte verfügte, gerne unsichtbar, dannt könnte sie wieder in Cafés schreiben, ohne erkannt zu werden. Dies war früher ihrer liebster Platz, um ihre Geschichten um Harry zu schreiben, aber wegen ihrer Berühmtheit ist dies nicht länger möglich. „Es kommen einfach zu viele Menschen und fragen, „Sind Sie nicht die Frau, die Harry Potter schreibt?“, erzählt die in der Halle, die wie die Zauberschule Hogwarts dekoriert war.

Mrs. Rowling, die die aufgeregte Menge in der Halle, „wie ein Käfer“ fühlen lasse, sagte, sie versuche in ihren Büchern auch das Thema Tod zu einzuflechten. „Was ich bei dem Todesfall (in Harry Potter und der Phönix-Orden) beabsichtigte, war, zu zeigen, wie zufällig und unfair der Tod ist.“

Sie scherzte, sie habe nicht viel über Hermines Eltern geschrieben, weil sie Zahnärzte wären. „Sie sind nicht sehr interessant.“

Der Zauberlehrling – Seminar des Jugendforums Thomas-Morus-Akademie Bensberg

Das Jugendforum der Thomas-Morus-Akademie Bensberg, Katholische Akademie im Erzbistum Köln veranstaltet ein Harry-Potter-Seminar für 17- bis 25-Jährige. Der Workshop findet am 12./13. Juli 2003 (Wochenende) in Bonn im Haus Venusberg statt. Schon Monate vor seiner Veröffentlichung war er ein Bestseller: Joanne K. Rowlings „Harry Potter and the Order of the Phoenix“, Teil fünf der Reihe, wurde so oft vorbestellt wie kein Buch zuvor. Wie erklärt sich der weltweite Erfolg der Romane um den Waisenjungen Harry Potter, der den Anschlag des bösen Zauberers „Du-weißt-schon-wer“ überlebt, seine eigenen magischen Kräfte entdeckt und lernen muss, in den Welten der Zauberer und der „Muggles“ zwischen Gut und Böse zu unterscheiden? An welche literarischen Traditionen knüpfen die Romane an, wie funktioniert das Phänomen Harry Potter? Herzliche Einladung, Harry Potters Geheimnis auf die Spur zu kommen – Fans und Skeptiker, Spezialisten und Neugierige sind gleichermaßen willkommen! Geleitet wird die Veranstaltung von einem Anglistik-Professor aus Bonn, Uwe Baumann.

Quidditch bald als Videospiel

Harry Potters Lieblingssport Quidditch können bald auch Muggles spielen: auf dem PC oder der Videokonsole. Das Spiel soll im Oktober auf den Mark kommen und bringt der Harry-Potter-Schöpferin nach Schätzungen englischer Zeitungen 10 Millionen £ (ca. 14 Millionen €) ein.

Auch dieses Computerspiel wird von Electronic Arts hergestellt, die bereits die Computerspiele zu den ersten beiden Potter-Bänden bzw. Filmen entwickelt haben. Die Entwicklung des Quidditch-Spieles war gar nicht so einfach: da ein PC-Spieler kaum gleichzeitg sieben Spieler gleichzeitig kontrollieren kann, haben sich die Programmier überlegt, das der Spieler nur den Sucher steuern kann. Eine Position, die Harry Potter für Gryffindor spielt. Wenn der Sucher den goldenen Schnatz, einen winzigen kleinen Ball, fängt, bekommt sein Team 150 Punkte und das Spiel ist beendet. Aber auch Taktik ist im Spiel: fängt der Sucher den Schnatz zur unpassenden Zeit, kann sein Team trotzdem verlieren: wenn das andere Team mit mehr als 150 Punkten in Führung gelegen hat. Die Team-Maskottchen haben in dem Spiel magische Kräfte. Und Harrys Freundin Hermine ist mit guten Ratschlägen zur Stelle.

Nähere Informationen des Herstellers

Beckham bekommt Orden von der Queen

Zu ihrem 77. Geburtstag, der offiziell am Samstag (14.06.) gefeiert wurde, hat die Queen wieder Prominente, aber auch Normalbürger in den Adelstand gehoben oder ihnen Orden verliehen. Unter den Geehrten Ex-Bond Roger Moore und Fußballspieler David Beckham. Schauspieler Roger Moore (75) wird zum Ritter geschlagen und darf sich künftig „Sir“ nennen. Moore bekommt den Titel für sein langjähriges Engagement als UNICEF-Botschafter. Vor ihm erhielt bereits Bond-Kollege Sean Connery diese Ehre.

David Beckham, Kapitän der englsichen Fußballnationalmannschaft, wird „Officer of the British Empire“ und darf demnächst OBE hinter seinen Namen setzen. Beckham wird für seine sportlichen Leistungen sowie seine „Vorbildfunktion“ ausgezeichnet. Der Vater zweier Jungen trinkt und raucht nicht und schlägt „überhaupt nie über die Strenge“, wenn man einmal von seinen modischen Eskapaden absieht. Offenbar reicht das schon in Blair-Britannien, um ausgezeichnet zu werden – wenn man nur berühmt genug ist.

Popsänger Sting und Pink-Floyd-Gitarrist David Gilmour bekommen den Orden „Commander of the British Empire“ (CBE). Gilmour spendete kürzlich mehrere Millionen Pfund für den Bau von Obdachlosenheimen.

Neben den Prominenten stehen auf der 509 Namen umfassenden Liste, auch „Normalbürger“, die den weitaus größten Teil ausmachen, darunter Diplomaten, Polizisten oder ehrenamtliche Helfer.

Harry Potter in der Albert Hall

Die Vorverkaufszahlen sind höher als bei jedem anderen Buch in der Geschichte. Am 26. Juni liest J. K. Rowling aus dem neuen Harry Potter Buch. Am 26. Juni wird J. K. Rowling vor 4 000 Kindern aus dem neuen „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ vorlesen. Außerdem wird sie von Stephen Fry interviewt. Stephen Fry ist der „englische Rufus Beck“, er hat Harry Potter auf Cassette und CD gelesen. Das Event wird eine gute Stunde dauern.

Die ersten vier Potter-Bände haben ihrer Autorin 280 Millionen £ eingebracht, dreißig Millionen mehr, als Her Majesty The Queen besitzt.

Diesmal gibt es keinee Tour mit dem Hogwarts Express, keine Signierstunden. Denn Rowling ist von Natur aus schüchtern und muss sich vor allem um ihren im März geborenen Sohn David kümmern.

Der Vorverkaufszahlen sind höher als bei jedem anderen Buch in der Geschichte. In Großbritannien sind weit über eine Million Bücher vorbestellt, in den USA liegt die Erstauflage bei 6,5 Millionen Exemplaren, ein Nachdruck von 1,5 Millionen ist schon in Auftrag gegeben. Seit der Bekanntgabe des Veröffentlichungstermins sind die Aktien des Verlegers Bloomsbury in London in die Höhe geschnellt.

Nur zwei Personen bei Bloombury haben Harry Potter 5 bereits gelesen. Wir kennen nur sein orangefarbenes Cover und wissen, dass es 0,92 Kilo schwer ist.

Am Samstag, 21. Juni, ab genau 0.01 Uhr wird das Buch in vielen englisch-sprachigen Ländern zum ersten Mal über den Ladentisch gehen. Die Neugier, was darin stehen mag, wurde durch ein cleveres Marketing noch gesteigert. Bei einer Wohltätigkeitsauktion wurde eine Postkarte mit einzelnen Wörter aus dem Roman versteigert – für 28 680 £. Ein erster Abschnitt des Romans wurde bei der Bekanntgabe des Erscheinungssdatums veröffentlicht. Außerdem wurde bekannt, dass wir Harrys Nachbarin im Lingusterweg, Mrs. Arabella Figg, kennen lernen werden, es ein neues Lied des Sprechenden Huts geben wird, Scabbers wieder auftaucht, wir erfahren, warum einige Zauberer Geister geworden sind, und Dumbledore Harry „alles“ erzählen wird. Und Harry sich zwischen dem, was richtig und was einfach ist entscheiden muss. Damit keine weiteren Details vorzeitig bekannt werden, sind umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden: bewaffnete Wächter sichern die Druckereien, Buchhändler dürfen den Band vorher nicht lesen und schon gar nichts ausplaudern. Tun sie es doch, wird ihnen mit einem Fluch nicht des Zaubereiministeriums, sondern von Bloomsbury untersagt, je wieder Harry-Potter-Bücher zu verkaufen. Trotz aller Vorkehrungen sind zwei Potter-Bände von einem Spaziergänger in einem Park im Städchen Bungay gefunden worden. Er händigte die Bände der Polizei aus. Ein Druckereiarbeiter versuchte einige Seiten des Romans an Zeitungen zu verkaufen. Er wurde zu Sozialdienst verurteilt.

Viele Buchhandlungen rund um den Globus werden ihre Türen um Mitternacht öffnen, um die heiß begehrte Ware zu verkaufen. Am nächsten Tag haben viele Händler Sonderprogramme geplant: Eulen sind zu sehen, Zauberer unterhalten Groß und Klein, und bei Wettbewerben sind Preise zu gewinnen.

Vor sechs Jahren – beim Erscheinen von „Harry Potter and the philosopher’s stone“ war alles noch ganz anders. Die Startauflage betrug ganze 500 Exemplare – heute heiß begehrte Sammlerstücke (ein Exemplar wurde kürzlich für 25 000 £ verkauft). Erst beim dritten Buch stellte sich der ganz große Erfolg ein. „Harry Potter and the prisoner of Azkaban“ wurde binnen drei Tagen 64 000 Mal verkauft – Rekord. Doch der wrude bereits im Jahr 2000 innerhalb eines Tages von „Harry Potter and the goblet of fire“ eingestellt.

Harry Potter and the Order of the Phoenix ist mit 768 Seiten das längste Kinderbuch der Geschichte und fast so umfangreich wie alle drei Bände vom „Herr der Ringe“ zusammen. Das scheint seine Leser nicht zu schrecken. 195 Millionen Exemplare von allen Potter-Büchern wurden bereits verkauft, in 55 Sprachen, in 200 Ländern, selbst in Latein und Altgriechisch. Der gesamte Kinderbuchmarkt hat von Harry Potter profitiert.

Die Karten für das Event in der Royal Albert Hall wurden unter Schulkindern verlost. Wer nicht gewonnen hat, kann trotzdem live dabei sein – via Internet. MSN.co.uk hat ein Live-Webcast eingerichtet. Am 26. Juni um 16 Uhr Ortszeit (17 Uhr deutscher Zeit) geht es los. Wer unter 16 Jahre alt ist, kann noch Tickets bei Bloomsbury gewinnen (eigene Anreise!)

Früherer Bericht Interview mit der BBC 2002