The Diamond Jubilee in London

Vor der Thames Diamond Jubilee Pageant am Sonntag besuchte ich am Freitag eine weitere britische Institution: Die British Library. Problemlos bekam ich einen Ausweis und konnte von mir vorbestellte Bücher einsehen, nämlich Erstveröffentlichungen von Agatha-Christie-Kurzgeschichten in zeitgenössischen Journalen. Auch Kopieren war möglich, wenngleich auch ziemlich teuer (26 Pence pro Seite, nicht Blatt!).

Dem Thames Diamond Jubilee Pageant am Sonntag war leider kein gutes Wetter beschieden: kühl und ab und an regnerisch. Schon Stunden vor mir hatten sich einige Schaulustige einen Platz gesichert. Schillernd eine Frau in den Fünfzigern mit Irokesenkamm in den britischen Nationalfarben. Nicht verwunderlich, dass sie von einem Kamerateam für ein Interview herausgepickt wurde.

Das Konzert verfolgte ich mit Norman am Fernseher zu Hause.

Am Dienstag waren die Straßen rund um den Buckinham Palace überfüllt, so dass ich mit vielen anderen in den Hyde Park umgeleitet wurde, wo die Carriage Procession from Westminster Hall zum Buckingham Palace auf Großbildschirmen übertragen wurde. Zwar war ich dadurch nicht „hautnah“ dabei, aber echte britische Picknick Atmosphäre kam auf. Und obwohl die Queen nur auf dem Bildschirm zu sehen war, jubelten ihr die Briten zu.

Impressionen vom Diamond Jubilee Weekend in meinem Fotoalbum

Interview für Antenne Münster

Ich scheine der Rolf Seelmann-Eggebert für Antenne Münster zu werden. Nach einem Interview zum 60. Geburtstag von Prince Charles 2008 wurde ich gebeten, anlässlich der Hochzeit von William und Kate für ein kurzes Interview zur Verfügung zur Verfügung zu stehen.

Was ich nicht wusste, mein 20 minütiges Gespräch mit Antenne Münster Morgenmoderator Philipp Böckmann wurde heute den ganzen Morgen zwischen 6 und 10 Uhr verteilt.

Freundlicherweise hat Antenne Münster mit die „Gesprächshappen“ wieder für meine Homepage zur Verfügung gestellt.

Bereich „Royalty“ überarbeitet

Den Bereich Royalty (Früher „Royal Page“) habe ich nach langer Zeit überarbeitet. An den Biographien der Royals hatte sich einiges getan, vor allem bei den jungen Prinzen.
Überraschend: die Kosten für die Monarchie sind stark in den letzten Jahren gesunken. Das fiel mir direkt beim Aktualisieren der Zahlen auf.

Happy Birthday, Prince Charles

Das hat man davon, wenn man eine Homepage hat: Antenne Münster interviewt mich zu Prince Charles.
Auf einer Dienstreise nach Nürnberg klingelt bei mir das Mobiltelefon. Antenne Münster ist in der Leitung. Man habe im Internet entdeckt, dass ich mich als Münsteraner mit dem englischen Königshaus befasse und ob ich bereit wäre, anlässlich des 60. Geburtstages von Prince Charles ein kurzes Interview zu geben.
Am nächsten Tag ist es soweit – Antenne Münster Morgen-Moderator Philipp Böckmann ruft mich wieder auf dem Handy an – diesmal auf der Rückreise – und zeichnet das Interview für die nächste Sendung, am Freitag, 14.11.2008 auf.
Das Interview gibt’s hier mit freundlicher Genehmigung von Antenne Münster.

Queen wirbt für Toleranz

In ihrer traditionellen Weihnachtsbotschaft machte sich die Queen für Toleranz zwischen den unterschiedlichen Kulturen in der modernen Gesellschaft stark.

Die Königin brach mit der Tradition und zeichnete eine besondere Botschaft für die Truppen, die im Irak und anderen Krisenregionen stationiert sind, auf.

Das Thema ihrer Weihnachtsbotschaft 2004 war die Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen. Ausgehend vom Gleichnis vom guten Samariter meinte die Königin, die zugleich Oberhaupt der anglikanischen Kirche ist: „Jeder ist unser Nächster, unabhängig von Rasse, Glaube oder Hautfarbe. Die Notwendigkeit, sich um einen anderen Menschen zu kümmern ist weit bedeutender als irgendwelche kulturellen oder religiösen Unterschiede.“

„Ich glaube, dass Toleranz und Fair Play starke britische Tugenden bleiben und wir so viel haben, auf dem wir für die Zukunft bauen können.“

Die BBC zeichnete die Ansprache im gelben Wohnzimmer im Buckingham Palace auf. In Einspielungen waren Prince William, Princess Anne, Prince Edward und das jüngste Familienmitglied, Louise Windsor (die 13 Monate alte Tochter von Prince Edward) sowie Prince Philip und Prince Charles zu sehen. Die beiden letzteren würidigte die Queen für ihren Beitrag zum Miteinander der unterschiedlichen Kulturen in Großbritannien.

Vertreter der Moslems und anderer Religionen in Vereinigten Königreich lobten die Königin für ihre Worte.

Die Queen, ihr Mann Prince Philip, Prince Charles und seine beiden Söhne, Prince Andrew mit seinen beiden Töchtern, Prince Edward mit Frau Sophie sowie Princess Anne und ihr Mann Rear Admiral Timothy Lawrence, besuchten den traditionellen Weihnachtsgottesdienst in St. Magdalene Church auf ihrem Gut Sandringham. Zara Phillips, die Tochter von Princess Anne, zog diesmal die Augen auf sich. Sie trug einen Minirock und knöchelhohe braune Stiefel mit Fell an den Rändern.

Zum ersten Mal in ihrer 52-jährigen Amtszeit sprach die Queen einen besonderen Gruß für die Truppen aus. Die Ansprache wurde von BFBS in 23 Ländern übertragen. Ein Sprecher von BFBS zeigte sich erfreut über die Initiative der Königin.

Auch in diesem Jahr können Sie hier wieder die deutsche Übersetzung der Weihnachtsbotschaft (auch die für die Truppen im Ausland) nachlesen.

Queen baut Brücken zu Dianas Familie

Die Queen wird persönlich im Juli den Diana-Gedächtnis-Brunnen eröffnen. Anwesend werden Mitglieder der Spencer-Familie wie auch der Windsors sein. Der erste gemeinsame öffentliche Auftritt beider Familien seit Dianas Beerdigung 1997. Höchstwahrscheinlich werden auch Dianas Söhne, Prince William und Prince Harry bei der Zeremonie dabei sein. Dianas Bruder, Earl Spencer, und Dianas Schwester, Lady Sarah McCorquodale, Mitglied des Gedächtnis-Komitees, das den Brunnen in Auftrag gab, werden die Delegation der Spencer-Familie anführen.

Die Rede der Königin steht noch nicht fest. Berater empfehlen ihr, das Wort „Liebe“ zu verwenden, das in ihrer Ansprache nach dem Tod von Diana fehlte. Ein Ratgeber meinte: „Was auch immer die wahren Gefühle der Familien sind, es wird nicht ausreichen, wenn sie Gefühle nur vortäuschen.“

Sieben Jahre dauerten die Planungen für ein Denkmal für Diana. 10 000 unterschiedliche Pläne wurden begutachtet. Dann entschied man sich zum Bau des 3 Millionen Pfund teuren Springbrunnens. Ein Komitee unter dem Vorsitz von Schatzkanzler Gordon Brown hatte den Plan ausgewählt. Zu den anderen Vorschlägen gehörte die Idee, den Flughafen Gatwick nach Diana zu benennen, eine ewige Flame – ähnlich der für Präsident Kennedy auf dem Arlington Friedhof – zu errichten und eine Diana-Statue auf dem Trafalgar Platz oder vor der Kensington Palace, wo sie gelebt hatte, zu stellen.

Der Grundstein für den Springbrunnen wurde bereits im letzten Sommer gelegt. Zu der Anlage gehört auch ein Kinderspielplatz.

Bilder der sterbenden Diana schocken nicht nur die königliche Familie

Fotos der nach dem Autounfall sterbenden Diana wurden vom amerikanischen TV-Sender CBS ausgestrahlt. Es handelt sich um undeutliche Schwarz-weiß-Fotokopien von Aufnahmen des Mercedes-Wracks, die die französische Polizei bei von Paparazzi beschlagnahmt hatte. Bisher waren die Fotos tabu für die Medien, selbst die englische Presse hielt sich daran. Ein Freund von Dianas Familie meinte: „Das ist krank, nur krank. Das wird William und Harry verletzen. Es ist ein sehr trauriger Tag für die Pressefreiheit, wenn ein respektables Medienunternehmen meint, Fotos von Sterbenden für kommerzielle Zwecke verwenden zu können.“

Die Aufnahmen wurden in der CBS-Reihe „48 Stunden“ gezeigt und stammen aus dem vertraulichen Untersuchungsbericht der französischen Staatsanwaltschaft. Wie der Sender an den Bericht und die Bilder kam, ist unklar. Vermutlich ist eine Menge Geld im Spiel. CBS wollte so seine Sendung, die sonst nicht viel Neues brachte, mit den Fotos sensationeller machen.

Clarence House gab keine offizielle Stellungnahme ab. Aber Palastmitarbeiter sprachen von Ärger und Unglauben über die Ausstrahlung der Fotographien. Prince Charles und seine Söhne befürchteten, dass das Beispiel Nachahmer findet und die Fotos auch im britischen Fernsehen ausgestrahlt werden könnten.

Mohammed Al Fayed, Vater von Dodi Al Fayed, der ebenfalls bei dem Unfall getötet wurde, sagte: „Sie wollen nur an der Tragödie verdienen. Das ist für mich und Prince William und Prince Harry niederschmetternd.

Auch die Politik kommentierte die Sendung. Premierminister Blair nannte die Veröffentlichung der Fotos „geschmacklos“.

9,4 Millionen Amerikaner sahen die Sendung, die Quote war um 800.000 höher als die Sendung der Vorwoche. Doch die Fotos waren für die Amerikaner weniger schockierend als die Fotos von Särgen mit toten amerikanischen Soldaten, die fast zeitgleich in der amerikanischen Presse erschienen. Die Veröffentlichung dieser Fotos war von einem amerikanischen Verleger erstritten worden.

Grabsteinentwurf für Corgi der Queen kommt doch nicht unter den Hammer

Eine Skizze der Queen für einen Grabstein ihres Corgis wurde kurzfristig von einer Auktion zurückgezogen. Das Mindestgebot sollte bei 300 £ liegen, es lagen Angebote von mehreen Tausend Pfund vor. Auf dem Blatt hatte die Queen ein abgerundeten Grabstein mit der Aufschrift: „Susan, gestorben 26. Jan. 1959. 15 Jahre lang treue Begleiterin der Queen“ gezeichnet.

Die Königin hatte das Papier damals an den Verwalter von Sandringham, Robert Marrington, geschickt worden. Der hatte es jemandem überlassen, der in 70-ern starb und es einem Verwandten vermachte.

Buckingham Palace argumentierte, der Brief sei Marrington als Angestelltem der Queen zugestellt worden und damit gehöre die Zeichnung weiterhin der Queen.

Der Corgi war 1944 der damaligen Princess Elizabeth zum 18. Geburtstag geschenkt worden und wurde schnell zu ihrem Liebling. Am 4.2.1959 schrieb sie an Marrington: „Ich habe Susans Geburtstag herausgefunden: 20. Februar 1944. Können Sie das bitte auf den Stein einfügen lassen. ER.“

Prince Charles als Heimwerker-King?

Bisher war Tim Allen in der Comedy-Serie „Hör mal wer da hämmert“ der (selbst ernannte) Heimwerker-King. Nun will ihm wahrscheinlich Prince Charles den Titel streitig machen. Für das britische Fernsehen plant der Thronfolger eine Sendung, in der junge Leute zu Handwerkern ausgebildet werden. Charles will mit der Serie das schlechte Image der britischen Handwerkszunft aufpolieren. In seiner Serie soll ein Team von jungen Anfängern, angeleitet von Handwerksmeistern, aus einem heruntergekommenen Gebäude des ehemaligen königlichen Waffenlagers in Woolwich ein Apartment im Wert von 400.000 £ machen. Vorbild der Serie ist die von Starkoch Jamie Oliver, in der er mit 15 arbeitslosen Jugendlichen zusammen ein Trendrestaurant eröffnete. Oliver und sein Team bekamen eine Einladung nach Clarence House, wo sie für den Prince ein organisches Essen kochen durften.

Das „Casting“ für die Serie läuft bereits und wird wohl ein Highlight der sechsteiligen Serie sein, die 1 Million £ verschlingen wird. Sie trägt den Arbeitstitel „Tricks und Mörtel“.

Sechs Monate wird das 10-köpfige Kandidatenteam Zeit haben, ein wohnliches Appartment zu bauen. Frü jeden Fehler gibt es einen Abzug von ihrem 10.000 £ Bonus. Am Ende der Serie wird die Wohnung versteigert. Der Gewinn soll dem Prince’s Trust zufließen, der damit weiteren Jugendlichen einen Arbeitsplatz finanzieren wird.

Prince Charles ist sehr engagiert bei dem Projekt, zwei Sitzungen hat er dazu schon mit den Programmmachern und Vertretern des Handwerks abgehalten. Ihm geht es darum, die Handwerks-Standards zu heben und für das Handwerk als Beruf zu werben.

Der Thronfolger wird die Sendung aber nicht moderieren, aber vor dem Bildschirm gelegentlich auftreten. Wahrscheinlich wird er die angehenden Bauleute auf eine Tour durch Poundbury (sein Modelldorf in Dorset) und London mitnehmen, um ihnen zu zeigen, welche Architektur er mag – und welche er verabscheut.