Agatha Christie’s Sightseeing Tour Bus with John Risdon & Kents Cavern Dinner, Talk and Tour

Heute müssen wir „früh“ aufstehen. Im Cavendish gibt es erst am 8.30 Uhr Breakfast, so dass wir leider nicht viel Zeit für das reichhaltige Full English Breakfast. Um kurz nach 9 Uhr verlassen wir das Hotel. Fast sitzen wir einer Fehlinformation der Tourist Information auf und wären zum Busbahnhof gelaufen. Ein Blick ins Programm sagt aber richtig, dass das Princess Theatre Treffpunkt ist. Leider macht das Wetter der englischen Riviera keine Ehre: es nieselt.

John Risdon führt uns zunächst zum Beacon Cove, wo Agatha als Märchen gerne schwamm. Damals mussten Männer und Frauen noch getrennte Strände benutzen und Schwimmkleidung anziehen, die den Körper vollständig bedeckte (Bei manchen Figuren, die in Torquay herumlaufen, wäre das keine schlechte Maßnahme). Nach einer kurzen Kaffeepause (mit dem schlechtesten Cappuccino bisher), besteigen wir den Bus und John zeigt uns Schauplätze aus Agatha Christies Leben, z.B. die Town Hall, in der sich im Ersten Weltkrieg das Krankenhaus befand, in dem die junge Ehefrau Christie arbeitete oder das Gebäude, in dem sie in der Apotheke arbeitete.

Nächster Halt ist Churston, in der Nähe von Greeway. Wir besichtigen die Kirche, die Agatha Christie regelmäßig besuchte oder für die sie ein Glasfenster spendete. Anschließend fahren wir zum Lunch ins Redcliffe Hotel nach Paignton. Das Gebäude wurde 1856 für einen Colonel der Royal Bengal Engineers im indischen Stil als Privatresidenz erbaut.

Nach der Mittagspause fahren wir weiter zum Moorland Hotel, in dem Agatha Christie Teile ihres Debüt-Romans „The mysterious affair at Styles“ verfasste. Nach einer kurzen Besichtigung geht es weiter nach Widdicombe on the Moor, heute im tiefen Dunst gelegen. Nach einer kurzen Kaffeepause fahren wir zurück nach Torquay, wo bei wir wieder in einen Stau geraten und mit 15-minütiger Verspätung in Torquay ankommen.

Fast ein wenig wird der Urlaub Stress, weil wir zum Hotel zurückeilen müssen, um uns für die Abendveranstaltung umzuziehen, die bereits um 18.30 Uhr beginnt.

Schauplatz des Abends ist Kents Cavern, die älteste Höhlenwohnung in Großbritannien und eine der größten der Welt. Der Höhlenbesitzer (sie ist seit Genrationen in Privatbesitz) führt uns durch die Höhle und erzählt anschaulich und kurzweilig von der Erforschung der Höhle. Agatha Christie beschriebt sie (mit geändertem Namen) in „The man in the brwon suit“.

Wieder steht ein sehr gutes Dinner auf dem Programm. Vor dem Pudding und Coffee der bisherige Höhepunkt der Christie Woche: die mittlerweile 85-jährige Joan Oates beschreibt sehr persönlich von den Grabungen des Ehepaars Mallowan-Christie in den 1950-er Jahren in Syrien, an denen sie als junge Archäologin teilnahm. Agatha Christie habe immer für ein angenehmes Arbeitsklima gesorgt, indem sie ihren Mann („Aber Max!“) beruhigte, wenn er sich erregte, durch abwechslungsreiches Essen und durch Ausflüge mit Picknicks am Freitag. Sie sei einfach wundervoll gewesen. Bedrückt berichtet sie, dass das Museum in Aleppo ausgestellt waren, in dem Funde der Grabungen ausgestellt waren, im Syrischen Bürgerkrieg völlig zerstört wurde. Am Ende des spannende Vortrages bitten sie mehrere Teilnehmer, ihre Erinnerungen zu verschriftlichen, um sie so zu bewahren. Joan Oates hat allerdings noch wissenschaftliche Arbeiten zu verfassen, bevor sie sich unter Umständen dieser Aufgabe widmen können. Wieder gibt es zum Abschluss ein Goody Bag: diesmal die Comicversion von „Dead Man’s Folly“.

Fotos zur Sightseeing Tour sowie zum Kents Cavern Dinner in meinem Fotoalbum

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