Bilder der sterbenden Diana schocken nicht nur die königliche Familie

Fotos der nach dem Autounfall sterbenden Diana wurden vom amerikanischen TV-Sender CBS ausgestrahlt. Es handelt sich um undeutliche Schwarz-weiß-Fotokopien von Aufnahmen des Mercedes-Wracks, die die französische Polizei bei von Paparazzi beschlagnahmt hatte. Bisher waren die Fotos tabu für die Medien, selbst die englische Presse hielt sich daran. Ein Freund von Dianas Familie meinte: „Das ist krank, nur krank. Das wird William und Harry verletzen. Es ist ein sehr trauriger Tag für die Pressefreiheit, wenn ein respektables Medienunternehmen meint, Fotos von Sterbenden für kommerzielle Zwecke verwenden zu können.“

Die Aufnahmen wurden in der CBS-Reihe „48 Stunden“ gezeigt und stammen aus dem vertraulichen Untersuchungsbericht der französischen Staatsanwaltschaft. Wie der Sender an den Bericht und die Bilder kam, ist unklar. Vermutlich ist eine Menge Geld im Spiel. CBS wollte so seine Sendung, die sonst nicht viel Neues brachte, mit den Fotos sensationeller machen.

Clarence House gab keine offizielle Stellungnahme ab. Aber Palastmitarbeiter sprachen von Ärger und Unglauben über die Ausstrahlung der Fotographien. Prince Charles und seine Söhne befürchteten, dass das Beispiel Nachahmer findet und die Fotos auch im britischen Fernsehen ausgestrahlt werden könnten.

Mohammed Al Fayed, Vater von Dodi Al Fayed, der ebenfalls bei dem Unfall getötet wurde, sagte: „Sie wollen nur an der Tragödie verdienen. Das ist für mich und Prince William und Prince Harry niederschmetternd.

Auch die Politik kommentierte die Sendung. Premierminister Blair nannte die Veröffentlichung der Fotos „geschmacklos“.

9,4 Millionen Amerikaner sahen die Sendung, die Quote war um 800.000 höher als die Sendung der Vorwoche. Doch die Fotos waren für die Amerikaner weniger schockierend als die Fotos von Särgen mit toten amerikanischen Soldaten, die fast zeitgleich in der amerikanischen Presse erschienen. Die Veröffentlichung dieser Fotos war von einem amerikanischen Verleger erstritten worden.

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