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Der Queen geht's um die Wurst
Um Würstchenverkäufer vertreiben zu lassen, hat Königin Elizabeth die Polizei eingeschaltet. Der Gestank durch die Straßenhändler direkt vor dem Tor von Buckingham Palace sei unerträglich, findet die Queen. Es gehe um einzelne Händler ohne Lizenz, meist Einwanderer aus Osteuropa, die in Lieferwagen unterwegs seien und Zwiebeln braten, sagte Polizei-Inspektor David Dance. Besonders Prince Andrew habe unter den Frittieröl-Schwaden zu leiden, da sein Zimmer an der Vorderseite des Palastes liegen.
Queen Mum wieder ok
Es war nur ein kurzer ambulanter Eingriff, doch ihre zahlreichen Fans hielten kurz den Atem an: Queen Mum, die Mutter von Königin Elizabeth II., musste sich im Krankenhaus einer Nasenoperation unterziehen. Wegen ständigen Nasenblutens wurde eine Ader verödet. Die Patientin sei wohlauf, hieß es gestern.
Fototermin von Charles und Camilla
Prinz Charles und Camilla Parker Bowles haben sich zum ersten Mal gemeinsam ablichten lassen. 150 Fotografen standen vor dem Ritz-Hotel in London, als das Paar sich in der Öffentlichkeit zeigte. Wenige Minuten vor Mitternacht erschien das Paar an einem Nebenausgang und begab sich im Blitzlichtgewitter mit strahlenden Gesichtern zum bereitstehenden Wagen. Charles drehte sich dabei kurz um und legte einen Arm um seine Freundin. Obwohl die Beziehung der beiden seit geraumer Zeit bekannt ist, vermieden sie es bislang, sich zusammen bei Veranstaltungen sehen oder gar fotografieren zu lassen. Auch wenn die Szene nur wenige Sekunden lang dauerte, sahen Beobachter des Hofes darin einen Versuch, Camilla nun auch offiziell an Charles Seite zu stellen.
Königliche Hochzeitsglocken
Prinz Edward und seine langjährige Freundin Sophie Rhys-Jones gaben Anfang Januar ihre Verlobung bekannt. Nach dem Willen des Paares soll die Heirat ohne großen Pomp im kleinen Kreis auf Schloss Windsor stattfinden. Die Queen und Prinz Philip zeigten sich "hocherfreut" über die Entscheidung. Der Heiratsantrag des Prinzen habe sie "einen Augenblick lang überrascht", erklärte Rhys-Jones vor der Presse mit Verlobungsring in Weißgold und herzförmigen Diamanten besetzt (von Asprey Garrard) im St. James Palace. "Ja, bitte", habe sie dann geantwortet. Ihren Verlobten nannte sie "meinen besten Freund". Die 33 Jahre alte Public-Relations-Beraterin, die äußerlich an Prinzessin Diana erinnert, gilt als kamerascheu. Sie ist seit fünf Jahren mit Edward befreundet und bewohnt bereits Räume im Buckingham Palace. Trotzdem habe sie und der Prinz nicht zusammengelebt, wie sie betonte. Edward und Sophie haben sich 1993 bei einem Tennismatch kennen gelernt, der Druck, dass eine Heirat nicht wie seinen Geschwistern scheitern soll, hat vermutlich dafür gesorgt, dass beide sich bis zur Verlobung so viel Zeit ließen. Beide wollen ihren beruflichen Karrieren weiterhin nachgehen. Prinz Edward leitet eine Fernsehproduktionsfirma, Miss Rhys-Jones ist Mitinhaberin einer PR-Beratungsfirma.
Die Queen's Gallery wird erweitert
Die Queen hat ihre Zustimmung zu Plänen einer Erweiterung der Queen's Gallery gegeben. Für 15 Millionen £ soll die Fläche der Galerie vervierfacht werden. Die Kosten dafür sollen durch Eintrittsgelder für den Buckingham Palace und Schloss Windsor bestritten werden. Zum goldenen Thronjubiläum der Queen im Jahre 2002 sollen die Arbeiten beendet sein, so dass Besucher immer einen Blick auf 5 000 der 500 000 Kunstobjekte der Königin, darunter Werke von Leonardo da Vinci, Canaletto, Van Dyck und Fabergé, werfen können.
Queen Mum half, einen Spion dingfest zu machen
Es ist zwar schon eine Weile her, jetzt wurde es aber erst bekannt, dass die Queen Mum half, einen deutschen Spion dingfest zu machen. Im Winter 1917/18 hielt sich die Königinmutter, damals noch Elizabeth Bowes-Lyon, bei ihrer Schwester Rose auf. Im Nachbarhaus wohnte ein Zahnarzt. Da die Wände sehr dünn waren, bekamen beide mit, dass der Zahnarzt seine Patienten (Soldaten und Marinesoldaten) nach der Behandlung betrunken machte und ausfragte. Die beiden meldeten ihre Entdeckung den Behörden, die den Mann verhaften ließen. Sie ließen ihn bald aber wieder frei, um Falschinformationen an die Deutschen zu bringen.
Gelehriger Prinz wird vielleicht in Cambridge studieren
Es scheint so, als ob Prince William wie sein Vater am Trinity College, Cambridge studieren wird. Wenn seine Noten in Englisch, Geographie und Geschichte gut sind, und danach sieht alles aus, könnte im Sommer die Entscheidung für Cambridge fallen. Der Prinz sei begabt, gut ausgebildet und zeige eine Neigung für die Wissenschaften. Die Familie seiner Mutter dagegen, bevorzuge Oxford, heißt es. Möglich sei auch, dass William nach Eton erst einmal ein freiwilliges Jahr in Übersee ableistet. Weiteren Spekulation zufolge wird William mit königlichen Traditionen brechen und nicht zur Marine gehen, sondern in den diplomatischen Dienst treten.
Andrew bleibt in der Navy
Prinz Andrew bleibt in der Marine und erhält einen neuen, höher dotierten Posten. Letztes Jahr hatte Andrew angedeutet, die Navy nach 20 Jahren verlassen zu wollen. Der neue Posten in der Diplomatie-Abteilung und das Fehlen eines eigenen Familienlebens sollen ihn umgestimmt haben. Seine Eltern zeigten sich über die Entscheidung ihres Sohnes "hoch erfreut".
William allein zu Haus
Es ist ganz wie in normalen Familien. Der 16-jährige Prinz William hat keine Lust auf Familienurlaub im Schnee und will lieber "sein eigenes Ding mit Freunden machen", berichten britische Hofberichterstatter. Vater und Thronfolger Prinz Charles reiste deshalb zum Skiurlaub in Klosters nur mit seinem 14-jährigen Sohn Harry.
Man zeigt nicht mit dem Finger ...
Die Queen besuchte den Sultan von Brunei, der bekanntermaßen um ein Vielfaches reicher ist, als die Königin. Obwohl eine Liste mit den lokalen Gebräuchen unter den britischen Gästen verteilt wurde, verstieß Prince Philip gleich gegen Punkt eins der Liste: zeige mit dem Daumen, nicht mit dem Zeigefinger. Dem Herzog von Edinburgh unterlief der Fauxpas als er mit der Frau des Sultans sprach und mit seinem Zeigefinger gestikulierte.
Waghalsige Klettertour
Ohne zweites Sicherungsseil, Stiefel und Helm seilte sich Prince Harry in Wales von einer 59 Meter hohen Felswand ab. Prince Charles hatte mit seinem Sohn und Tiggy Legge-Bourke ein ernstes Wort. Das ehemalige Kindermädchen hatte die Tour organisiert.
Die Beliebtheit von Prince Charles steigt
Seit dem Tod von Prinzessin Diana ist die Popularität von Prince Charles stark gestiegen, liegt aber noch weit hinter der seiner Mutter zurück. Im August letzten Jahres waren 46 % mit ihm unzufrieden, heute sind 63 % mit ihm zufrieden, nur noch 24 % sind es nicht. Damit hat er ähnlich positive Werte wie Premierminister Blair. Noch besser schnitt die Queen ab: 73 % sind mit ihrer Amtsführung zufrieden, nur 18 % nicht.
Happy Birthday, Queen Mum
Mehrere Tausend Gratulanten warteten am 4. August vor Clarence House, als die Königinmutter sich an ihre 98. Geburtstag auf ihren traditionellen Walkabout durch die Massen machte. Sie trug ein hellgelbes Kleid war sie nach ihrer Hüftoperation wieder ganz die Alte. Viele Menschen hatten Stunden vor dem Palast gewartet, einige sogar übernachtet, um einen möglichst guten Blick auf die Queen Mum zu haben. Zum Mittagessen kamen ihre beiden Töchter, Prince Charles mit Söhnen, die Töchter von Prince Andrew und Zara Phillips, Prinzessin Annes Tochter, die sich Gerüchten zufolge ihre Zunge piercen ließ, aber während des Fototermins ihren Mund nicht aufmachte.
Burger Queen
Das hatte es noch nicht gegeben: die Königin fuhr mit ihrer Limousine vor einem McDonald's Drive-in vor. Wenn sie auch nicht das Lokal betragt, begrüßte sie doch das Personal, das sich auf dem Bürgersteig versammelt hatte. Sie besichtigte stattdessen eine Kaffeestube und ein Kücheneinrichtungsgeschäft. Weiter ging es zu einem Sportartikelgeschäft, wo sie einen Pullover bewunderte, der er für Prince Philip geeignet schien. Gekauft hat sie aber nichts.
Königliches Theater
Zu 50. Geburtstag ihres Vaters führten Prince William und Prince Harry ihre Version von Blackadder auf. Mit ihnen stand Emma Thompson und Stephen Fry ("Peter's friends") auf der Bühne. Prince William spielte den Intriganten Edmund Blackadder, sein Bruder übernahm die Rolle des einfältigen Baldrick. Der Star der Fernsehserie, Rowan Atkinson (Mr. Bean), war bei der Aufführung anwesend. Unter den Zuschauern ferner: Prince Andrew, Prinzessin Anne, Prince Edward, der Ex-König von Griechenland, Freunde der jungen Prinzen - und Camilla Parker Bowles. Ursprünglich wollte die jungen Prinzen ihren Vater mit der Aufführung überraschen, doch die britische Presse hatte ihre Pläne veröffentlicht. Die beiden Prinzen reagierten mit Verärgerung auf die Enthüllung.
Stand: Februar 1999
(Text in neuer Rechtschreibung)