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Unbescheidener Edward
Prinz Edward hat mit einer überlangen Wunschliste Kopfschütteln verursacht. Der Prinz, der eigentlich schon alles haben dürfte, wünscht sich zu seiner Hochzeit am 19. Juni unter anderem eine Stereoanlage und einen Fernseher. Dabei hat er gleich die Marke und den fünfstelligen (!) Preis dazugeschrieben, um sicherzustellen, dass er nur das Beste bekommt. Die Angestellten des Königshofes, die selten mehr als 21 000 Mark im Jahr verdienen, sollen zusammen 30 000 Mark aufbringen. Per Rundschreiben wurde ihnen ihr jeweiliger Anteil mitgeteilt. Doch zusammengekommen sind bisher nur einige hundert Pfund. Die Hochzeit von Edward und Sophie stößt darüber hinaus in der Öffentlichkeit inzwischen nicht auf das Intresse wie die von Fußballstar David Beckham und "Posh Spice" Victoria Adams.
Für schnelle Surfer
Fast vier Millionen Zugriffe werden pro Woche für die Königliche WebSite erfasst. Nun gibt es eine weitere Site, die weniger förmlich, dafür mehr an Informationen bietet, was die Royals zurzeit treiben. Prince Andrew - laut königlicher WebSite erfahrenster Web-Surfer - eröffnete die neue Site in einem Cybercafé in der Nähe von Buckingham Palace.
Königlicher Bus zur Taufe
Mit einem Bus statt mit Kutsche fuhren Mitte April zahlreiche Mitglieder des europäischen Hochadels zur St.- Sophia-Kathedrale nach Bayswater in West-London. Dort wurde Prince Konstantine Alexios, Enkelkind vom griechischen Ex-König Konstantin getauft. Unter den acht Taufpaten Prinzessin waren Victoria von Schweden und Prince William. William war dabei noch immer gehandikapt: den linker Arm musste er nach seiner Operation am Zeigefinger in einer Schlinge tragen.
Kommt die Queen noch als Staatsoberhaupt nach Australien?
Wenn die Queen nächstes Jahr nach sieben Jahren wieder Australien besucht, könnte sie, wenn die Australier sich ein einem Referendum, das bereits im November dieses Jahres stattfinden wird, gegen die Monarchie entscheiden, nicht mehr Staatsoberhaupt der ehemaligen Kolonie sein. Dennoch wolle man sie - so der Sprecher der Republikanischen Bewegung - bei dem Besuch mit dem Respekt willkommen heißen, den sie verdiene.
Prince William hat sich wieder eine Sport-Verletzung zugezogen. Ein beim Rugby-Spielen gebrochener Zeigefinger musste erneut eingegipst werden, weil die Verletzung nicht heilen wollte. Gebrochen hatte William sich den Finger bereits vor Weihnachten in Eton, die Schmerzen aber zunächst ignoriert.
Prinzessin Margret: zu heiß gebadet
Die Schwester der Queen hat sich mit heißem Badewasser Füße und Beine verbrannt. Der Unfall passierte, als sie sich alleine in ihrer Hotelsuit befand. Als sie in das viel zu heiße Bad gestiegen sei, habe sich sich erschrocken und sei ausgerutscht. Ihre Hilferufe habe niemand gehört. Über 10 Minuten brauchte sie, um sich selbst aus dem Bad zu befreien. Nun wird sie auf Schloss Windsor gepflegt.
Die Queen verkauft Fergies Haus
Birch Hall, das Anwesen, das die Queen für ihre Ex-Schwiegertochter und deren Töchter kaufte, steht nun wieder zum Verkauf. Sarah hatte sich geweigert dort einzuziehen, da sie den jährlichen Unterhalt von ca. 80 000 £ für das Herrenhaus nicht aufbringen könne. Stattdessen zieht sie es vor, bei ihrem Ex-Mann in Sunninghill Park zu wohnen.
Die Queen Mum lebt auf großem Fuß
Trotz Einkünfte aus der Civil List in Höhe von £ 600 000 belaufen sich die Verbindlichkeiten der Königinmutter bei ihrer Hausbank auf wenigstens £ 4 Millionen. Ursache dafür ist ihr großzügiger Lebensstil. Nach der Queen beschäftigt sie das meiste Personal. Haushälterinnen, Butler und Gärtner leben permanent auf ihren vier Hauptresidenzen. Wenn sie zum Lunch nach Clarence House einlädt, biegen sich die Tische. Die Queen Mum soll solche Anlässe bescheiden als "Picknick" bezeichnen. Außerdem liebt sie es, in den exklusivsten Nobelrestaurants zu speisen. Ihre teuerste Leidenschaft ist das Pferderennen. Ihre Einnahmen an Preisgeldern decken bei weitem nicht die Ausgaben für Zucht und Pflege der Tiere.
Muss die Queen bald eher aufstehen?
Nach sechsjährigen Verhandlungen hat sich der britische Maler Lucian Freud endlich bereiterklärt, ein Porträt von Königin Elizabeth II. anzufertigen. Der Künstler soll aber verlangt haben, dass die Monarchin mindestens 72-mal in seinem Atelier in Westlondon Modell sitzt. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Freud am liebstens zwischen zwei und vier Uhr morgens arbeitet.
Immer Ärger mit Fergie
Spannungen gibt es wieder zwischen der Queen und ihrer Ex-Schwiegertochter Sarah. Offenbar ist die Königin nicht damit einverstanden, dass Fergie ihre beiden Töchter Beatrice (10) und Eugenie (8) künftig in der Schweiz zur Schule schicken will. Sie möchte nicht dauernd von ihren Enkelinnen getrennt sein. Kommentatoren spekulieren, dass Fergie ihre Kinder nur deshalb in die Schweiz schicke, damit sie es näher zu ihrem italienischen Freund, Graf Gaddo habe. Den Kampf um mehr Unterhalt für die Kinder hat sie dagegen offenbar aufgegeben. Außerdem bezahlt die Queen über Prince Andrew das Schulgeld für Beatrice und Eugenie.
Warum der Queen nie die Pferde durchgehen
Einige der jungen Pferde bekommen leichte Beruhigungsmittel unter das Futter gemischt, bevor sie vor eine Kutsche gespannt werden, gab Buckingham Palace zu. Die Anschuldigungen des ehemaligen Stallburschens Tim Cunniffe, 27, die Pferde stünden wie "Zombies" ständig unter Drogen, wurden energisch zurückgewiesen.
Wer reimt am schönsten?
In Großbritannien leistet sich nicht nur der Londoner Zoo einen Poeten, der bestellte Reime verfasst. Auch die Queen beschäftigt einen Hofdichter. Dieser Posten ist allerdings zurzeit vakant. In der Presse und bei Experten wird nun darüber diskutiert, ob eine solche Stelle heute noch zeitgemäß ist. Seit John Drydens Berufung im Jahre 1668 gibt es dieses offizielle Amt, das im Laufe der Jahrhunderte weniger zum Gelderwerb diente, sondern vor allem eine Ehrung für literarische Qualität wurde. Bis heute bekommt der Poet Laureate nur ungefähr 97 Pfund (rund 270 DM) und eine Kiste Wein als Bezahlung. Die Qualität der Auftragsverse ist umstritten. Ein Leser schrieb über das Gedicht zur Hochzeit der Yorks "Mir ist wirklich schlecht geworden". Ein Kandidat für den Posten ist Literaturnobelpreisträger Derek Walcott (69). Der Mann von der Karibikinsel St. Lucia meinte: "Wenn die Leute entscheiden könnten, würden wir wahrscheinlich Elton John und das lächerliche 'Candle in the wind' kriegen."
Der Queen geht's um die Wurst
Um Würstchenverkäufer vertreiben zu lassen, hat Königin Elizabeth die Polizei eingeschaltet. Der Gestank durch die Straßenhändler direkt vor dem Tor von Buckingham Palace sei unerträglich, findet die Queen. Es gehe um einzelne Händler ohne Lizenz, meist Einwanderer aus Osteuropa, die in Lieferwagen unterwegs seien und Zwiebeln braten, sagte Polizei-Inspektor David Dance. Besonders Prince Andrew habe unter den Frittieröl-Schwaden zu leiden, da sein Zimmer an der Vorderseite des Palastes liegen.
Queen Mum wieder ok
Es war nur ein kurzer ambulanter Eingriff, doch ihre zahlreichen Fans hielten kurz den Atem an: Queen Mum, die Mutter von Königin Elizabeth II., musste sich im Krankenhaus einer Nasenoperation unterziehen. Wegen ständigen Nasenblutens wurde eine Ader verödet. Die Patientin sei wohlauf, hieß es gestern.
Fototermin von Charles und Camilla
Prinz Charles und Camilla Parker Bowles haben sich zum ersten Mal gemeinsam ablichten lassen. 150 Fotografen standen vor dem Ritz-Hotel in London, als das Paar sich in der Öffentlichkeit zeigte. Wenige Minuten vor Mitternacht erschien das Paar an einem Nebenausgang und begab sich im Blitzlichtgewitter mit strahlenden Gesichtern zum bereitstehenden Wagen. Charles drehte sich dabei kurz um und legte einen Arm um seine Freundin. Obwohl die Beziehung der beiden seit geraumer Zeit bekannt ist, vermieden sie es bislang, sich zusammen bei Veranstaltungen sehen oder gar fotografieren zu lassen. Auch wenn die Szene nur wenige Sekunden lang dauerte, sahen Beobachter des Hofes darin einen Versuch, Camilla nun auch offiziell an Charles Seite zu stellen.
Königliche Hochzeitsglocken
Prinz Edward und seine langjährige Freundin Sophie Rhys-Jones gaben Anfang Januar ihre Verlobung bekannt. Nach dem Willen des Paares soll die Heirat ohne großen Pomp im kleinen Kreis auf Schloss Windsor stattfinden. Die Queen und Prinz Philip zeigten sich "hocherfreut" über die Entscheidung. Der Heiratsantrag des Prinzen habe sie "einen Augenblick lang überrascht", erklärte Rhys-Jones vor der Presse mit Verlobungsring in Weißgold und herzförmigen Diamanten besetzt (von Asprey Garrard) im St. James Palace. "Ja, bitte", habe sie dann geantwortet. Ihren Verlobten nannte sie "meinen besten Freund". Die 33 Jahre alte Public-Relations-Beraterin, die äußerlich an Prinzessin Diana erinnert, gilt als kamerascheu. Sie ist seit fünf Jahren mit Edward befreundet und bewohnt bereits Räume im Buckingham Palace. Trotzdem habe sie und der Prinz nicht zusammengelebt, wie sie betonte. Edward und Sophie haben sich 1993 bei einem Tennismatch kennen gelernt, der Druck, dass eine Heirat nicht wie seinen Geschwistern scheitern soll, hat vermutlich dafür gesorgt, dass beide sich bis zur Verlobung so viel Zeit ließen. Beide wollen ihren beruflichen Karrieren weiterhin nachgehen. Prinz Edward leitet eine Fernsehproduktionsfirma, Miss Rhys-Jones ist Mitinhaberin einer PR-Beratungsfirma. Die Hochzeit ist für den 19. Juni auf Schloß Windsor geplant.
Die Queen's Gallery wird erweitert
Die Queen hat ihre Zustimmung zu Plänen einer Erweiterung der Queen's Gallery gegeben. Für 15 Millionen £ soll die Fläche der Galerie vervierfacht werden. Die Kosten dafür sollen durch Eintrittsgelder für den Buckingham Palace und Schloss Windsor bestritten werden. Zum goldenen Thronjubiläum der Queen im Jahre 2002 sollen die Arbeiten beendet sein, so dass Besucher immer einen Blick auf 5 000 der 500 000 Kunstobjekte der Königin, darunter Werke von Leonardo da Vinci, Canaletto, Van Dyck und Fabergé, werfen können.
Queen Mum half, einen Spion dingfest zu machen
Es ist zwar schon eine Weile her, jetzt wurde es aber erst bekannt, dass die Queen Mum half, einen deutschen Spion dingfest zu machen. Im Winter 1917/18 hielt sich die Königinmutter, damals noch Elizabeth Bowes-Lyon, bei ihrer Schwester Rose auf. Im Nachbarhaus wohnte ein Zahnarzt. Da die Wände sehr dünn waren, bekamen beide mit, dass der Zahnarzt seine Patienten (Soldaten und Marinesoldaten) nach der Behandlung betrunken machte und ausfragte. Die beiden meldeten ihre Entdeckung den Behörden, die den Mann verhaften ließen. Sie ließen ihn bald aber wieder frei, um Falschinformationen an die Deutschen zu bringen.
Gelehriger Prinz wird vielleicht in Cambridge studieren
Es scheint so, als ob Prince William wie sein Vater am Trinity College, Cambridge studieren wird. Wenn seine Noten in Englisch, Geographie und Geschichte gut sind, und danach sieht alles aus, könnte im Sommer die Entscheidung für Cambridge fallen. Der Prinz sei begabt, gut ausgebildet und zeige eine Neigung für die Wissenschaften. Die Familie seiner Mutter dagegen, bevorzuge Oxford, heißt es. Möglich sei auch, dass William nach Eton erst einmal ein freiwilliges Jahr in Übersee ableistet. Weiteren Spekulation zufolge wird William mit königlichen Traditionen brechen und nicht zur Marine gehen, sondern in den diplomatischen Dienst treten.
Andrew bleibt in der Navy
Prinz Andrew bleibt in der Marine und erhält einen neuen, höher dotierten Posten. Letztes Jahr hatte Andrew angedeutet, die Navy nach 20 Jahren verlassen zu wollen. Der neue Posten in der Diplomatie-Abteilung und das Fehlen eines eigenen Familienlebens sollen ihn umgestimmt haben. Seine Eltern zeigten sich über die Entscheidung ihres Sohnes "hoch erfreut".
William allein zu Haus
Es ist ganz wie in normalen Familien. Der 16-jährige Prinz William hat keine Lust auf Familienurlaub im Schnee und will lieber "sein eigenes Ding mit Freunden machen", berichten britische Hofberichterstatter. Vater und Thronfolger Prinz Charles reiste deshalb zum Skiurlaub in Klosters nur mit seinem 14-jährigen Sohn Harry.
Stand: 20.06.2000