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Bei ihrer traditionellen Weihnachtsbotschaft
schlüpfte die Queen ungewohnt in die Rolle eines Laienpredigers. Sie sprach von
ihrer Verantwortung vor Gott und davon, dass ihr Glaube ihr oft Trost gespendet
habe.
Zuvor besuchte sie selber den Weihnachtsgottesdienst in St. Maria Magdalena auf
ihrem Gut Sandringham. 2 000 Menschen hatten sich vor der Kirche
versammelt, um der königlichen Familie frohe Weihnachten zu wünschen. Frisch
gebräunt von seinem Aufenthalt in Chile war diesmal auch Prince William dabei.
Prinzessin Anne sorgte dabei für Wirbel: als eine 75-jährige Frau Prince Harry
Blumen geben wollte, die für die Queen Mum bestimmt waren, soll sie den
Blumenkorb an sich gerissen und gesagt haben: "Was für eine lächerliche
Sache". Die Queen Mother aber enttäuschte ihre Fans nicht und besuchte
trotz kalten Wetters den Gottesdienst, strahlend royal blau gekleidet, ihre
Tochter, die Queen, mit passendem blauen Mantel, war dicht hinter ihr. Auch Zara
Philipps war nach ihrem Autounfall wieder anwesend.
Auch Silvester gab es Aufregung im Buckingham Palace. Die Organisation der Silvesterparty lag in den Händen von Prince Edward. Und der hatte veranlasst, das die Dienstboten zur Kasse gebeten wurden. 64 DM sollten sie zahlen, wenn sie sich etwas vom Büffet nehmen wollten. Das hat zu großem Ärger unter dem Personal geführt, das sich ohnehin für unterbezahlt hält. Angeblich bekommen neue Angestellte neben dem Arbeitsvertrag gleich ein Antrag auf Sozialhilfe mit.
so titelte der Daily Star. Hintergrund: Der Queen war bei einem Besuch eines Kunstzentrums in Manchester eine Marihuana Pflanze von Pro-Drogen-Aktivistiken überreicht worden.
Bei einem Dinner der Garden Society in einem Londoner Hotel sorgte die Queen Mum für Aufregung: sie stolperte über den Saum ihrer langen Abend-Garderobe. Das beliebteste Mitglied der Royals konnte unverletzt nach Clarence House zurückkehren.
Die angeschlagene Film-Produktionsfirma Ardent des Prinzen will nun offenbar Videos für Pop-Songs produzieren. Ob man damit schwarze Zahlen schreibt, bleibt abzuwarten.
Nach dem 100. Geburtstag der Queen Mum steht schon das nächste Jubiläum vor der Tür: Im Jahr 2002 kann die Queen ihr 50. Thronjubiläum feiern. Mit den Planungen hat man bereits begonnen. Ein Thema soll die Entwicklung vom British Empire zum Commonwealth sein, eine Entwicklung die in der Regentschaft der Queen stattgefunden hat.
Colleen Harris, 44, wurde im August von Prinz Charles als seine neue Pressesprecherin vorgestellt. Sie folgt Sandy Henney nach, die über den Wirbel um Prince Williams Geburtstagsfotos zurücktreten musste. Harris weckt Erinnerungen an Michael Dobbs Politroman "To play the king", in dem eine schwarze Pressesekretärin den Monarchen gegen den Premierminister einnimmt.
Wenn Sie 3 500 £ (ca. 15 000 DM) übrig haben, so können Sie Paul Burrell, Dianas ehemaligen Butler, für einen Vortrag engagieren. Wie der Sunday Mirror berichtet, würzt Burrell solche Vorträge mit Anekdoten aus dem Königshaus.
Im Gegensatz zu seinem älteren Bruder William feierte Harry seinen 16. Geburtstag in kleinem Rahmen. Harry verbrachte den Tag in Eton, sein Großonkel, der Earl of Snowdon, schoss die offiziellen Fotos.
Obwohl die Diana-Stiftung bereits 2 Millionen Pfund für einen Rechtsstreit mit einer amerikanischen Firma, die Diana-Puppen produziert, ausgeben musste und bisher jede Runde verloren hat, entschied der Vorsitzende Andrew Purkis, weiter zu prozessieren. Da dürfen sich ein paar Anwälte freuen ...
Widersprüchliches um Dianas Verhältnis zu Dodi Al Fayed, mit dem sie 1997 tödlich verunglückte. Father Frank Gelli behauptet nun, dass Diana kurz vor ihrem Tod ihn gefragt habe, ob er sie und Dodi trauen könne. Sein langes Schweigen begründet der Priester damit, dass er wegen des umstrittenen Buches ihres Leibwächters (siehe nächste Meldung) einige Dinge richtig stellen müsse. Vorher hatte Imran Khan, ein pakistanischer Politiker und Ex-Cricket-Spieler behauptet, dass Diana ihn gebeten habe, Kontakt mit ihrer "großen Liebe", dem Herzchirurgen Dr. Hasnat Khan, aufzunehmen. "Sie stand mit ihm seit zwei Jahren in Verbindung und wollte ihn heiraten."
Prince William gab zusammen mit seinem Vater eine Pressekonferenz, in der er das Buch des früheren Privatsekretärs Patrick Jephson als Verrat an seiner Mutter kritisierte. Das Buch "Shadows of a princess" wird von Harper-Collins veröffentlicht. Der Verlag gehört Rupert Murdoch, ebenso wie die Sunday Times, die das Buch im Vorabdruck bringt. In dem Buch werden u.a. die ständigen starken Gemütsschwankungen der Prinzessin beschrieben. Außerdem wirft Jephson Diana vor, dass sie ihr Mitgefühl für sozial Schwächere überwiegend nur vor der Kamera gezeigt habe. Darüber hinaus habe sie nicht zwischen Wahrheit und Unwahrheit unterscheiden können, Unmengen von Tabletten eingenommen und habe es ihr nichts ausgemacht, Angestellte zu entlassen: "Sie kombinierte ein strahlendes Lachen mit einem Messer im Rücken." William sagte, während sein Vater stumm neben ihm stand: "Natürlich sind sowohl Harry und ich sehr erschüttert darüber, dass das Vertrauen unserer Mutter so verraten wurde." Nach seiner 10-minütigen Erklärung umarmte sein Vater ihn. Prince William nutzte auf einer Pressekonferenz, bei der er seine Pläne für sein "Gap year", sein Brückenjahr vorstellte, die Gelegenheit, seiner Empörung Ausdruck zu verleihen. Und damit sind wir beim nächsten Thema.
Prince William unterstützt ein Jugendprojekt
Prince William wird sich zu einer zehnwöchigen Expedition nach Südchile aufmachen. Dabei muss er sein eigenes Klo graben, sich von magerer Armee-Ration ernähren, er wird am offenen Feuer kochen, aus dem Rucksack leben, unter Segeltuch schlafen und sich monatelang nicht richtig waschen können. Die Expedition wird ihn in den entlegendsten Teil des Landes führen, wo Raleigh International seit 10 Jahren ein Camp hat. Der Prince wird zusammen mit 110 jungen Freiwilligen, alle im Alter von 17 bis 25, und 39 Mitarbeitern aus aller Welt an einem Umwelt- und Entwicklungsprojekt arbeiten. Er wird dabei helfen, lokale Gebäude auszubessern, Wege anzulegen und bei dem Erstellen von Karten mitwirken.
William begründete seine Wahl damit, dass er etwas Konstruktives in seinem Brückenjahr tun wolle. "Ich dachte, dass dies ein Weg ist, zu versuchen, Leuten zu helfen und eine Menge Leute aus anderen Ländern zu treffen und zugleich Menschen in entfernten Regionen Chiles zu helfen."
William organisierte ein Wasserpolo-Spiel, um Geld für die Organisation zu sammeln. Über 6 000 DM kamen dabei zusammen, 15 000 steuerte sein Vater noch einmal dabei. Außerdem sammelte der junge Prinz Geld, um einer finanziell benachteiligen Person die Teilnahme an der Expedition zu ermöglichen.
Die Raleigh Organisation war begeistert, dass sich William der Expedition anschließen will, eine 21-jährige freiwillige Teilnehmerin soll laut Times sogar laut aufgeschrieen haben, als sie von der Neuigkeit erfuhr.
Williams 'lockere Kleidung'
Die lässige Garderobe des zweiten in der Thronfolge im Gegensatz zum Thronfolger war der Times einen ganzen Artikel wert. William trug bei der Pressekonferenz ein hellbraunes Sweatshirt mit rundem Ausschnitt, Jeans und schwarze Sportschuhe, Prinz Charles einen grauen Anzug. William sah braungebrannt und entspannt aus nach einem Sommeraufenthalt in mittelamerikanischem Dschungel und auf einer Insel im indischen Ozean. Bei einem Projekt der Royal Geographical Society studierte er Korallenriffe nahe Mauritius.
Die Liberalen Demokraten wollen die Rolle der Queen als Oberhaupt der Kirche abschaffen
Die Lib Dems fordern bei der Reform ihres Parteiprogramms, das der Monarch nicht länger mehr Oberhaupt der Anglikanischen Staatskirche ist, außerdem soll es nun auch dem Thronfolger erlaubt sein, mit einer Katholikin verheiratet zu sein. Prince Charles wurde für sein Verständnis, er wolle ein Verteidiger aller Glaubensrichtungen sein, gelobt. - Sollte Premier Blair nach den nächsten Unterhauswahlen auf die Stimmen der Liberalen angewiesen sein, darf man gespannt sein, ob dieses Programm umgesetzt wird.