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Am 21. April vollendete die Queen das 75. Lebensjahr. Da der Geburtstag offiziell im Juni gefeiert wird, war der Tag für die Königin fast wie jeder andere. Von der Familie war nur ihr Mann, Prince Philip, auf Schloss Windsor anwesend, ihre Enkeltöchter Beatrice und Eugenie und Prince Edward schauten vorbei. Die Queen Mother weilte in London, Enkel William rief sie aus Südafrika an, der Rest der Familie war über das ganze Land verstreut. So spottete der Daily Express "Throne alone" in Anspielung auf den Film "Home alone" ("Kevin allein zu Haus"). Zu ihrem Ehrentag gönnte sich die Queen einen Ausritt mit ihrem Stallmeister. Ein ganz großes Jubiläum wird im kommenden Jahr gefeiert: das goldene Thronjubiläum. 1952 folgte sie ihrem Vater auf den Thron. Anzeichen, dass sie die Krone an ihren Sohn Charles abgibt, gibt es keine. Es wäre sogar denkbar, dass sie den Rekord von Königin Viktoria einstellt, die 64 Jahre lang auf dem britischen Thron saß. Allenfalls wird Thronfolger Charles ihr künftig einige Aufgaben abnehmen dürfen. Ein weiterer runder Geburtstag steht am 10. Juni an: dann wird Prince Philip 80. Die Queen will ihm mit mehreren Feiern für seinen Einsatz danken.
Charles und Camilla Parker Bowles (53) durften zu Ostern erstmals offiziell zusammen Urlaub machen. Das Paar verbrachte Ostern im Ferienhaus der Königinmutter in Schottland. Der gemeinsame Aufenthalt sei von der Queen Mum angeregt und von der Königin "abgesegnet" worden.
Zuviel Öffentlichkeitsarbeit betrieb bekanntlich Sophie, Gräfin von Wessex. Die Frau des jüngsten Sohn der Queen, die eine PR-Firma leitet, hatte sich im Londoner Dorchester Hotel mit einem als arabischer Scheich getarnten Journalisten getroffen, der vorgab, PR-Beratung zu benötigen. Die Gräfin machte in dem Gespräch, das der Journalist unerlaubt mitschnitt, zahllose unüberlegte Bemerkungen. Um die Veröffentlichung zu verhindern, gab Sophie der Zeitung "News of the world" ein Exklusiv-Interview. Das Interview erschien unter der peinlichen Überschrift "Mein Edward ist nicht schwul". Ihre Ehe sei kein Schwindel. Kinder seien ihr sehr wichtig, wenn sie nicht auf natürlichem Wege schwanger würde, würde sie sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterziehen.
Obendrein brach die Zeitung ihr Versprechung, das erste "Interview" dafür nicht zu drucken. Und so konnte alle Welt lesen, was Sophie über ihre königliche Verwandtschaft und einige Politiker denkt. So bezeichnete sie die Frau von Premierminister Blair als "absolut scheußlich", Blair selber ignoriere die Landbevölkerung und versuche, als Präsident zu wirken, Oppositionsführer Hague wirke wie eine "Puppe", John Major sei "hölzern". Der Haushalt der Labour-Regierung sei Quatsch, die Steuerbelastung für den einfachen Bürger sei in den letzten Jahren enorm gewachsen. Blairs "spontanes" Statement nach dem Tod von Diana sei einstudiert gewesen. Die Königin nannte sie eine "alte Tante". Thronfolger Charles wirke zu steif, obwohl er privat sehr witzig sei - vor allem zu seinen Söhnen. Außerdem sei er seiner Zeit weit voraus. Solange die Queen Mother lebe, könne er Camilla nicht heiraten. Außerdem machte sie wenig schmeichelhafte Bemerkungen über Diana. "Sophiegate" titelten die Zeitungen sofort.
Nach Äußerungen von Staatssekretär ("Die Royals sind alle ein bisschen verrückt") stellte sich Premierminister Blair hinter die Familie. Die Queen schaltete sich selbst in die Krise ein und veranlasste ihre Schwiegertochter zu einem Schritt, den sie sich bisher hartnäckig weigerte zu tun, nämlich ihre PR-Karriere sofort zu beenden. "Es gibt eben keine Teilzeit-Royals", wurde ein Palastsprecher zitiert.
Sarah, Herzogin von York, nannte dagegen die Königin die "beste Oma der Welt". In einem Interview zum Muttertag mit dem Sunday Telegraph beschreibt sie die Queen als ihr "Idol" und sagt, "Ich schaue zu ihr auf. Sie ist die beste Frau, die ich kenne. Ihre Majestät hat einen wunderbaren Sinn für Humor. Sie liebt es zu singen. Sie ist die belesenste Frau der Welt und ist wunderbar mitfühlend und äußerst verständnisvoll. Sie vergibt leicht. Sie steckt ihre Nase nicht in Dinge. Sie lässt dir freie Hand, aber weiß immer Bescheid." Der unerwartete Lobgesang schließt mit der Bemerkung "Ich hatte die beste Schwiegermutter. Ich schicke ihr immer etwas zum Muttertag - eine Karte und einen kleinen Blumenstrauß. Ich liebe sie unendlich." Weniger nett findet sie ihren Schwiegervater und seine "grausamen Kommentare".
Die Schöpferin von Harry Potter bekam aus der Hand von Prinz Charles den Order of the British Empire (OBE). Näheres im Daily Prophet.
Ardent Productions, die TV-Produktions-Gesellschaft von Prince Edward machte nach sieben Jahren erstmalig Gewinn: 30 000 £ vor Steuern.
Mit einem exklusiven Abendessen im St. James's Palace bedankte sich der Thronfolger bei Prominenten für die Unterstützung seines 25 Jahre alten "Prince's Trust". Sänger Elton John lobte den Prinzen: "Er tut so viel Gutes für so viele junge Leute. Er hat das Herz auf dem rechten Fleck, und wir alle helfen ihm, weil wir wissen, dass das Geld an die richtigen Leute geht."
Wieder einmal wurde Prinzessin Anne wegen Geschwindigkeitsübertretung zur Kasse gebeten. Im August wurde sie mit 93 Meilen pro Stunde auf einer Strecke gestoppt, auf der nur 70 Meilen erlaubt sind. Anne gab an, sie habe geglaubt, von einem Polizeifahrzeug zu der zügigen Fahrt aufgefordert worden zu sein. Nun muss sie 430 £ Strafe zahlen.
Ihre Getmapping.com-Aktien fielen um 94% und sind nur noch 67 000 Pfund wert, über 900 000 Pfund waren es beim Kurshöchststand. Allerdings hatte sie auch nur 50 000 £ dafür gezahlt.
In der Küche des königlichen Palastes wurden drei der grauen Nager entdeckt. Der Palastinspektor rief die Kammerjäger herbei und gab ihnen eine Woche, die Mäuse aufzuspüren und zu vernichten. Sollten sie nicht erfolgreich sein, wird die Küche geschlossen, und das, vermutete das Massenblatt "Sun", würde die Queen dazu zwingen, nach Windsor Castle auszuweichen, weil sie sonst nichts Warmes zu essen bekäme. Ein Palastsprecher versuchte, die Angelegenheit herunterzuspielen. "Wir reden hier über sehr geringe Zahlen. Nur drei Mäuse wurden gesichtet und das ist alles andere als eine Plage. Absolut keine Anzeichen für die Anwesenheit von Ratten wurden gefunden."
Anfang März brach Prince William zu einem drei Monate langen Trip nach Afrika auf, eine weitere Phase seines "Gap years". Der genaue Verlauf der Reise wurde nicht bekannt gegeben, ist gibt keinen Fototermin für die Presse. Vermutlich wird William von Mark Dyer, früher Stallmeister von Prinz Charles, begleitet. Die Reise ist privat organisiert und soll eine Safari und ein erzieherisches Projekt umfassen. Vor der Reise verdiente sich William etwas Taschengeld auf einer Milchfarm in Südwest-England, auf der er ein Monat arbeitete. Für 4.70 £ (ca. 15 DM) pro Stunde stand er um 5 Uhr morgens auf, melkte Kühe, stapelte Heuballen und pflügte Felder - und das 12 Stunden am Tag. William hatte sich den Job selbst ausgesucht. Auf seiner Afrikareise wird er nach Presseberichten Südafrika, Botswana, Swasiland und Namibia besuchen. Auf der Safari wird der Prinz nur mit seiner Kamera schießen, sagte eine Sprecher des St. James's Palace.
Die geplante Reise seiner Tante - Prinzessin Anne - nach Tibet platzte hingegen auf Intervention des Auswärtigen Amtes. Man befürchtete, durch die Reise würde Chinas Herrschaft in Tibet anerkannt. Anne wollte die Reise im Rahmen ihrer Arbeit für die Save the Children Stiftung unternehmen.
Prince Charles verteidigte in einem Interview mit dem Daily Telegraphy die organische Landwirtschaft auf seinem Gut in Highgrove: "Es ist gesünder für den Boden und die Menschen, die die Nahrung essen. ... Ich wollte beweisen, dass es wirtschaftlich sein kann, gut schmeckende Lebensmittel auf gesundem Boden, der durch natürliche Mittel fruchtbar gemacht wurde anzubauen - und das habe ich." Sein Farm-Manager sagt: "Wenn er nicht der Prince of Wales wäre, denke ich, wäre er vielleicht gerne Bauer geworden." In dem Interview greift der Prinz die Globalisierung an und wirbt dafür, sich an lokale Produkte zu halten.
Charles wurde unterdessen als "herzlos" bezeichnet. Trotz der Maul-und-Klauen-Seuche kassiere er von seinen Pächtern in Cornwall zwei Millionen Pfund Pacht. Andererseits spendete er 500 000 Pfund für Hilfswerke der Bauern und versprach seinen Pächtern Zahlungsaufschub.
Der Sunday Times zufolge hält der Prinz die Massentötung von gesunden Tieren für unvernünftig und habe sich für ein Impfprogramm ausgesprochen.
Bei seinem Kanadabesuch durfte Charles keine Farmen besuchen. Charles will bei dem Besuch noch einmal seine Ablehnung von genmanipulierten Lebensmitteln deutlich machen.
Elizabeth Blackadder, 68, wurde als erste Frau zur Painter Laureate, ernannt. Dieser - ehrenamtliche - Posten wurde vor 300 Jahren von den Stuarts in Schottland eingerichtet. Mrs. Blackadder ist bisher für Gemälde von Katzen berühmt; ob sie künftig Corgis porträtieren wird, ist offen.
Am 7. Februar waren nicht nur Prinz Charles und Sohn William Gast eines Empfangs in Somerset House, sondern auch Camilla Parker Bowles. Interessanter für William war sicher die Anwesenheit von Claudia Schiffer, Geri Halliwell und Kylie Minogue. Der lockere und freundliche Auftritt von Prinz William auf der Party der Press Complaints Commission (eine Kommission, die Verletzungen des Persönlichkeitsrechts prüft) wurde von den Tageszeitungen gelobt.
Margaret soll sich in einem Zustand tiefer Depression befinden und sich in ihrer Privatwohnung im Kensington Palace zurückgezogen haben. Ihre Mutter, die Queen Mum, verliert offenbar die Geduld mit ihr. Wie berichtet wurde, soll sie gesagt haben, Margaret solle sich "zusammenreißen". Die Königinmutter erholte sich überraschend schnell von einem Sturz.
Über ihren derzeitigen Gesundheitszustand liest man unterschiedliche Informationen: Inzwischen habe sich Margaret von einem vermuteten zweiten Schlaganfall erholt und habe schon wieder in einem Restaurant im Londoner West End gespeist. Ein anderes Blatt schreibt, Margaret sei nach dem Schlaganfall fast erblindet und laufe ständig in ihrer Wohnung gegen Möbel.
Nach der Verhaftung von Paul Burrell, dem ehemaligen Butler und Vertrautem von Prinzessin Diana, der wertvolle Gegenstände aus dem Nachlass von Diana entwendet haben soll, ordnete die Königin eine Untersuchung an, ob das Inventar in ihren privaten Residenzen noch vollständig ist. Zeitungsberichten zufolge beschlagnahmte die Polizei 60 Plastiksäcke mit Designerkleidung, Schuhen, Hüten und Schmuck aus Burrells Privatwohnung. Prinzessin Margarets Butler, Harold Brown, der auch unter Verdacht steht, in Kensington Palace gestohlen zu haben, ist mittlerweile wieder gegen Kaution auf freiem Fuß. Margaret soll ihren Butler so vermisst haben, das er inzwischen wieder bei ihr arbeiten darf.
benahm sich im Januar Zara Philipps, die 19-jährige Tochter von Prinzessin Anne. Sie stritt sich bei einer nächtlichen Kneipentour in Oxford mit ihrem Freund, dem Jockey Richard Johnson, der ihr vorwarf mit einem Kollegen geflirtet zu haben. Johnson soll Zara zu Boden gestoßen haben, die darauf hysterisch geschluchzt habe. Das Paar habe geschrieen und geflucht, so dass die Polizei gerufen werden musste, berichtete die englische Klatschpresse.