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Donnerstag, 11. Mar. 2010, 04:02
 
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Dianas Testamemt

Prinz William und Prinz Harry sind die Haupterben ihrer Mutter.  £ 21,7 Millionen hinterließ sie (davon 17 Millionen von ihrer Scheidung). Nach Abzug der Erbschaftssteuer verblieben £ 12,9 Millionen. Anwälte der Prinzessin hatten überlegt, gegen die Höhe der Erbschaftssteuer (£ 8,5 Millionen) zu klagen, dann aber davon abgesehen, weil sie keine unfreiwillige Publizität erregen wollten. Das Geld wird bis zur Volljährigkeit der Söhne treuhändlerisch angelegt.

Dianas Testament stammt aus dem Jahr 1993, kurz nach ihrer Trennung von Charles. Nach ihrer Scheidung wurde das Testament nicht geändert. Ihr früher Tod zwang Anwälte und Testamentsvollstrecker (darunter auch Ex-Premier John Major), nach Dianas Tod Korrekturen an dem Testament vorzunehmen, da das Testament an einigen Stellen ungenau war. Das Vermögen soll laut Testament gleichmäßig zwischen ihren Söhnen aufgeteilt werden. Durch die Verbesserung soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass Prinz William schon den Thron erbt. Außerdem erhält nun Dianas Butler, Paul Burrell, £ 50 000.

Die Patenkinder Dianas, die laut Testament Teile aus ihrer Hinterlassenschaft erben sollten, haben nach einem Bericht der "Sunday Times" von Dianas Familie noch nichts erhalten. Dianas Mutter, ihre Schwester Sarah und der Bischof von London als Vollstrecker ihres Testaments hätten noch keinem der 17 Kinder eines der Erinnerungsstücke geschickt, die ihnen Anfang des Jahres versprochen worden waren. Dabei soll es sich um Porzellangeschirr und -figuren, Aquarelle und andere Souvenirs handeln. Die Prinzessin hatte verfügt, dass ein Viertel ihrer beweglichen Habe den Patenkinder zugute kommen solle. Die Testamentsvollstrecker hatten die Verfügung dahingehend interpretiert, dass jedes Kind ein einzelnen Erinnerungsstück an Diana erhalten solle. Zu ihren Lebzeiten hatte Diana sich immer um ihre 17 Patenkinder sehr gekümmert, deren Eltern sich aus Mitgliedern der britischen Aristokratie, europäischen Königshäuser und des Showbusiness zusammensetzen. Sie vergaß nie ein Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk, die sie mit größter Sorgfalt auswählte. Lady Carolyn Warren: "Sie war großartig darin, den Kontakt aufrecht zu erhalten." Oft besuchte sie ihre Patenkinder, die in Internaten untergebracht waren.

Das komplizierte Testament und seine Korrekturen schlug mit 400 000 £ zu Buche. Vermögensverwalter John Major war es offenbar selbst peinlich. Drei Monate ließ sich der Ex-Premier Zeit, bevor er es wagte, Prince Charles die Rechnung der Anwaltskanzlei Boodle Hatfield zu präsentieren. Ursprünglich hätten die Anwälte sogar 530 000 £ verlangt. Die enorme Summe wurde mit komplizierten Rechtsfragen begründet, die die Anwälte vor allem im Zusammenhang mit dem schwunghaften Handel mit Diana-Andenken zu lösen hatten. Als "Ausdruck ihres guten Willens" reduzierte die Kanzlei von sich aus die Rechnung um zunächst 25 Prozent. Als Major sie immer noch nicht an den britischen Thronfolger weiterreichte, wurde ein weiterer Rabatt von fünf Prozent gewährt. Charles nahm John Major gegenüber Kritik in Schutz und dankte ihm für seine Arbeit. 

Stand: 03.01.2009

 
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