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Donnerstag, 25. May. 2017, 03:08
 
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Der königliche Haushalt und die königlichen Finanzen

Der königliche Haushalt

Die Königin beschäftigt ca. 1 000 Personen. Zu den Pflichten ihrer Angestellten gehört die Bearbeitung von Staatspapieren, die Organisation von öffentlichen Auftritten, Empfängen und Treffen der Queen, Der königliche Haushalt ist in sechs Abteilungen aufgeteilt. An der Spitze des Personals steht der Lord Chamberlain. Die wichtigsten Abteilungen sind: das Büro des Privatsekretärs, Finanzverwaltung und Verwaltung der Einnahmen aus dem Herzogtum Lancaster (Privy Purse), Haushaltsführung, Verwaltung der königlichen Sammlung. Seit September 1998 gibt es auch einen PR-Chef im Buckingham Palace.

Finanzen: The Civil List

Die Civil List ist die Summe, die der Queen vom Parlament zur Verfügung gestellt wird, damit sie ihre Aufgaben als britisches Staatsoberhaupt und Oberhaupt des Commonwealth erfüllen kann. Die Civil List ist nicht zu verwechseln mit einem "Gehalt" für die Königin. Das gegenwärtige System geht zurück auf das Jahr 1760, als das Parlament die Finanzierung des königlichen Haushalts übernahm und George III. als Gegenleistung auf die Einnahmen aus seiner Ländereien verzichtete.

Über 70 Prozent der Einnahmen aus der Civil List müssen für Personal aufgewandt werden. Das Parlament setzt die Höhe der Zuwendungen aus der Civil List für einen Zeitraum von zehn Jahren fest. Bis zum Jahr 2010 belaufen sich die Gelder auf £ 7,9 Millionen (ca. 8, 2 Millionen Euro) jährlich. Trotz Inflation konnten Rücklagen gebildet werden, so dass die Zuwendungen aus der nächsten Civil List sogar gesenkt werden könnten. Das Finanzministerium erhält den jährlichen Haushaltsplan der Queen zur Prüfung. Die Queen Mother bekommt £ 643 000, Prinz Philip £ 359 000 aus der Civil List. Weitere Familienmitglieder werden nicht mehr bedacht.

Die Civil List ist die Summe, die der Queen vom Parlament zur Verfügung gestellt wird, damit sie ihre Aufgaben als britisches Staatsoberhaupt und Oberhaupt des Commonwealth erfüllen kann. Die Civil List ist nicht zu verwechseln mit einem "Gehalt" für die Königin. Das gegenwärtige System geht zurück auf das Jahr 1760, als das Parlament die Finanzierung des königlichen Haushalts übernahm und George III. als Gegenleistung auf die Einnahmen aus seiner Ländereien verzichtete.

Über 70 Prozent der Einnahmen aus der Civil List müssen für Personal aufgewandt werden. Das Parlament setzt die Höhe der Zuwendungen aus der Civil List für einen Zeitraum von zehn Jahren fest. Zurzeit belaufen sich die Gelder auf £ 7,9 Millionen (ca. 8,2 Millionen) jährlich. Trotz Inflation konnten Rücklagen gebildet werden, so dass die Zuwendungen aus der nächsten Civil List sogar gesenkt werden könnten. Das Finanzministerium erhält den jährlichen Haushaltsplan der Queen zur Prüfung. Prinz Philip bekommt £ 359 000 aus der Civil List. Die Queen Mother bekam bis zu ihrem Tod £ 643 000. Weitere Familienmitglieder werden nicht mehr bedacht.

Im Jahre 2000 wurde unter der Labour-Regierung die Zuwendungen im Rahmen der Civil List bis 2010 auf £ 7,9 Millionen eingefroren.

Unterhalt für die Paläste und Reisekosten

Das Ministerium für Kultur, Medien und Sport gewährt einen jährlichen Zuschuss zum Unterhalt der Paläste, die von den Royals bewohnt werden, und für offizielle Empfänge. Der Zuschuss belief sich im Jahr 2006 auf 13,3 Millionen £.

Jedes Jahr nehmen die Royals mehr als 2 9000 offizielle Termine im Vereinigten Königreich und im Ausland wahr. Bislang kam die Regierung für die Kosten auf. Seit April 1997 bekommt der königliche Haushalt einen staatlichen Zuschuss. Im Jahr 2006 betrug dieser £ 5 ,9 Millionen). In den Ausgaben ist der Aufwand für die Maschinen des königlichen Geschwaders der Royal Airforce inbegriffen. Auch der königliche Zug wird mit den Geldern finanziert.

The Privy Purse

Die Einnahmen aus dem Herzogtum Lancaster (die Könige bezogen seit 1399 Gelder aus dem Herzogtum) beliefen sich im Haushaltsjahr 1996/97 auf £ 5,32 Mllionen vor Steuern. Der Großteil der Einnahmen verwendet die Queen, um die Ausgaben von anderen Mitgliedern der königlichen Familie zu finanzieren, die seit 1993 keine Gelder mehr aus der Civil List erhalten.

Das Vermögen der Königin

Daneben verfügt die Königin über Einnahmen aus Investmentfonds, die sie zur Finanzierung ihrer privaten Ausgaben nutzt. Über die Höhe der Einnahmen ist nichts bekannt. Der Queen gehören von ihren Palästen nur Balmoral und Sandringham. Ihr gehören keine Besitztümer außerhalb Großbritanniens. Vieles, was nach landläufiger Meinung zu den Reichtümern (z.B. die Kronjuwelen oder die Gemälde der königlichen Sammlung) der Queen gehört, verwaltet sie nur als Staatsoberhaupt und muss weitervererbt werden. Die königliche Sammlung (Royal Collection) umfasst Werke aller Art, darunter ca. 9 000 Gemälde, Miniaturen, Tausende von Zeichnungen, Aquarelle, Drucke, viele Tausend Bücher, Möbelstücke, Skulpturen, Porzellan und Schmuckstücke (u.a. die Kronjuwelen). Nur wenige Stücke der Sammlung stammen aus der Zeit vor Cromwell. Die Königliche Sammlung ist die einzige größere nationale Sammlung, die keine Regierungsgelder erhält. Die Aufwendung für Konservierung und Verwaltung werden über Eintrittsgelder für die Paläste bestritten. Eine beträchtliche Anzahl von Stücken stehen als Leihgaben (teilweise auch als Dauerleihgaben) in öffentlichen Museen (z.B. im Britischen Museum, der National Gallery oder im Victoria und Albert Museum) oder auf Ausstellungen.

Die Queen und die Steuern

Seit 1993 zahlt die Königin freiwillig Steuern für ihre persönlichen Einnahmen und die Einnahmen aus der Privy Purse. Die Gelder aus der Civil List und die Zuschüsse unterliegen nicht der Steuer. Ebenso wenig brauchen die Royals Erbschaftssteuer zu zahlen.

Der Prince of Wales hat seit 1969 auf freiwilliger Basis Beiträge an das Finanzministerium geleistet. Seit 1993 unterliegen alle seine Einnahmen der Steuer.

Finanzielle Versorgung für den Prince of Wales

Der Thronfolger erhält kein Geld vom Staat. Dafür fließen ihm die Nettoeinnahmen des Herzogtums Cornwall zu. Seit 1337 wird das Herzogtum vom jeweiligen Thronfolger verwaltet, der damit über vom Herrscher unabhängige Mittel verfügt. Prince Charles ist der 24. Herzog von Cornwall. Cornwall ist stark von der Landwirtschaft geprägt. Die jährlichen Einnahmen betrug 2007/2008 18,7 Millionen £ (Quelle: Annual Review des Pince of Wales)

 

Stand: 31.12.2008

 
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