Meeting Lady Liberty

Heute frühstücke ich früh, denn ich habe eine Verabredung mit Lady Liberty. Kurz nach neun Uhr bin ich schon am Battery Park, tausche mein Voucher gegen ein Ticket ein und fahre mit einen der ersten Schiffe nach Liberty Island. Im Podest der Statue ist ein Museum untergebracht, das über die Pläne für die Statue, die Entwürfe und die Stützkonstruktion von Gustave Eiffel berichtet. Auch die diversen Sanierungsarbeiten sind beschrieben. Am Anfang und am Ende ist allerdings der Patriotismus über den Audio Guide etwas zu viel.
Weiter geht es mit dem nächsten Schiff zu Ellis Island, wo bis 1917 die Einwanderer abgefertigt werden. Allerdings mussten sich nicht alle Passagiere der Inspektion unterziehen, Fahrgäste der ersten und zweiten Klasse wurden bereits auf dem Schiff kontrolliert. Wegen der Folgen von Wirbelsturm Sandy können derzeit nicht alle Exponate gezeigt werden. Die Klimaanlage wurde beschädigt, deswegen liegen einige Ausstellungsstücke noch in Magazinen.
Die Ausstellung zeigt ausführlich, wie die Immigranten nach der langen Schiffsreise die große Halle betraten und dabei von Inspektoren oben auf der Galerie beobachtet wurden. Ärzte untersuchten die Menschen auf sichtbare medizinische Auffälligkeiten und markierten gegebenenfalls mit Kreide auf den Mäntel der Einreisewilligen, ob sie näher untersucht werden sollten. Etwa zehn Prozent mussten sich weiteren medizinischen Checks unterziehen oder ihre Papiere wurden näher geprüft. Es kam auch vor, dass Passagiere einige Tage auf Ellis Island bleiben mussten. Wer ernsthaft erkrankt war, wurde im Krankenhaus auf der Insel versorgt.
Wer einreisen durfte, konnte eine Fahrkarte für die Eisenbahn sowie Proviant kaufen. Für einen Dollar konnte man eine große Tüte Lebensmittel kaufen, die auch noch ausgezeichnet geschmeckt haben sollen. 36 Stunden soll man davon haben zehren können. Das Essen im Café auf Ellis Island ist mittlerweile etwas teurer und hält auch nicht mehr so lange vor.
Mit dem Boot geht es dann wieder zurück nach Battery Park.

Am Nachmittag gehe ich vom Hotel zur nahe gelegenen New York Public Library und sehe mir die Nobel-Kaufhäuser in der 5th Avenue an.

Die Kontaktaufnahme mit Mike, der den Tag in Fleshing Meadow verbringt (dort laufen im Moment die Qualifikationen für die US Open), gestaltet sich schwierig. Es stellt sich heraus, dass Mike mit seinem gestern gekauften Telefon nur in den USA telefonieren und auch keine Auslandsgespräche annehmen kann. Also muss Jackie als „Woman in the Middle“ fungieren: Mike ruft Jackie an, Jackie ruft mich an und gibt meine Antwort an Mike weiter, etc. pp. Dennoch kommt eine Dinner Verabredung zustande.

Auch heute wird meine Nachtruhe gestört. Um vier Uhr morgens klingelt mein Handy. Es ist der Media Markt, der mir mitteilen willen, dass die Reparatur meines Kopfhörers leider länger dauern wird. In diesem Fall wäre mir eine E-Mail lieber gewesen!

Die Fotos des Tages in meinem Fotoalbum

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