Donnerstag, 1. Oktober 1985
So waren alle für den geplanten Besuch einer Whiskey-Destillerie genügend ausgeschlafen. Das Frühstück war diesmal um eine kleine Besonderheit angereichert. Mrs . Smith servierte Haggis , die schottische Nationa1soeise, es schmeckte etwas wie Wurstebrot.
Vor der Abfahrt (10.30 Uhr) nach Elgin deckten sich manche mit schottischen Souvenirs ein.
In Elgin hatten wir zwei Stunden Aufenthalt. Ich besorgte mir eine Dose Haggis. Zu Hause In Germany musste ich feststellen, dass es recht anders schmeckte als bei Mrs. Smith. Man ließ mich auf der Dose sitzen und ich musste das ganze Haggis alleine essen. Es geht eben nichts über Hausgemachtes .
Von Elgin fuhren wir dann mit einem Doppeldeckerbus nach Rothes. Dort besuchten wir die Whisky—Destillerie Glen Grant (sie gehört inzwischen einem kanadischen Unternehmen, aber so lange sie noch nicht Mac Donald’s gehört und dort synthetischer Whisky mit Glykolanreicherung produziert wird, geht es ja noch). Wir verzichteten glatt auf eine Erklärung In Deutsch und trauten uns zu, der Erklärung auf Englisch folgen zu können. Leider durften aus „Sicherheitsgründen“ keine Fotos gemacht werden.
Nach der Führung durfte jeder ein Gläschen Whisky probieren. Die Stärke des Whiskys (ca. 40%) schlug sich auf das Minenspiel der Betroffenen nieder. Seine Eindrücke konnte man dann im Besucherbuch eintragen, Michael notierte: „drunken for the first time“.
Der Bus brachte uns wieder zurück nach Elgin. Dort hatten wir eine Stünden Aufenthalt. Der Großteil der Teilnehmer zog es vor, Karten auf dem öden Bahnhofsgelände zu spielen. Kulturell mehr Interessierte zog es zu den Ruinen der gotischen Kathedrale, einst eine der berühmtesten Kirchen Nordeuropas. Man warf einen Blick auf St. Giles Cathedral und auf Lady Hill Monument (für George V. aufgestellt) .
Mit der Bahn ging es dann zurück nach Inverness. Erwähnenswert sind noch die heißen Diskussionen zu Polizeieinsätzen gegen Demonstranten und um Pop und klassische Musik.
Zwei der drei Mädchen hatten den Tag alternativ verbracht. Sie waren an die Westküste gefahren. So war Agnes das „Hühnchen im Korb“ (Zitat Herr Schneider) auf der Whisky—Tour.
Nach der Packtime (denn am folgenden Tag sollte es nach Strafford gehen) kam dann die von Mr. Smith heiß ersehnte Bedtime.
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