Anne vor Gericht

Princess Anne musste sich am 21. November vor Gericht verantworten, weil einer ihrer Bullterrier im Park von Windsor zwei Kinder gebissen hatte. Der Zwischenfall ereignete sich im April, als Anne zusammen mit ihrem Mann, Tim Laurence, ihre drei Bullterrier spazieren führte.

Anne bekannte sich vor dem East Berkshire Gericht in Slough schuldig, gegen das „Dangerous dogs act“ verstoßen zu haben. Ihr Hund lief unangeleint im Park herum.

Die Prinzessin wurde zu einer Strafe von 500 £ verurteilt, außerdem muss sich 250 £ Schmerzengeld und 148 £ Gerichtskosgten bezahlen. Damit ist Anne – die vor Gericht als Anne Elizabeth Alice Laurence erschienen war – das erste Mitglied der Königlichen Familie, das von einem Gericht verurteilt wurde.

Die Familie der beiden Jungen, die von Annes Hund gebissen worden waren, war mit dem Urteil nicht zufrieden. Ihrer Meinung nach hätte der Hund, ein einglischer Bullterrier names Dotty, eingeschläfert werden müssen. Die Bezirksrichterin Peneloppe Hewitt dagegen ordnete an, dass Dotty künftig in der Öffentlichkeit angeleint werden müsse und zu einem speziellen Training muss. Wenn sich so ein Vorfall wiederholen würde, müsse der Hund eingeschläfert werden.

Das königliche Paar, das von den Kindern der Prinzessin Zara (21) und Peter (25) begleitet wurde, musste sich seinen Weg zum Gericht durch eine Masse von Reportern bahnen.

Dotty hatte die beiden Jungen im Alter von 7 und 12 im Park am 1. April, zwei Tage nach dem Tod der Queen Mother, gebissen. Ihre Familie schrieb in einer Stellungnahme: „Unsere Kinder hatten Glück ohne größere Verletzungen davon gekommen zu sein – andere Kinder haben vielleicht weniger Glück. Unsere Kinder haben ein psychologischen Schaden erlitten und haben Angst, alleine raus zu gehen. Sie haben vor allen Hunden Angst und immer noch Alpträume.“

Nach Aussagen hatte der Vater des 7-jährigen diesen und drei weitere Jungen, darunter auch der 12-jährige, auf eine Radtour durch den Park begleitet. Der Hund war auf sie zugelaufen, als sie einen Hügel herunterradelten und auf den 12-jährigen gesprungen, der vom Rad fiel und versuchte, den Hund abzuschütteln. Der Vater des 7-jährigen trat zweimal nach dem Hund, der daraufhin die anderen Jungen jagte und auf den 7-jährigen sprang, der auch hinfiel. Sein Vater zog den Hund von seinem Sohn weg, der mehrfach versuchte, die Gruppe anzugreifen, bis der Ehemann von Prinzessin Anne, Commodore Laurence dazukam und versuchte, den Hund einzufangen. Dieser lief zurück zu seinem Frauchen und wurde im Auto eingeschlossen. Die Prinzessin entschuldigte sich für das Verhalten des Hundes und fuhr die beiden Kinder und den Vater zum Krankenhaus, während ihr Mann bei den beiden anderen Kindern blieb. Der 12-jährige trug von dem Angriff einen Biss am Schlüsselbein und zwei am linken Bein davon, der jüngere nur Kratzer.

Der Verteidiger der Prinzessin sagte, die Princess Royal bedauere den Vorfall und dass das Verhalten des Hundes absolut außergewöhnlich sei. Alle, die Dotty kennen würden, würden ihren Charakter als gut- und nicht bösartig bezeichnen.

Die Richterin meinte in ihrem Urteil „Ich denke, dass die Halter äußerst verantwortungsvoll sind und wenn eine Anordnung getroffen wird, habe ich keinen Zweifel, dass sie sich daran halten werden.“

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