Biofeinkost zu Spitzenpreisen – Charles macht vor, wie man am Ökolandbau verdient

Nach Ansicht von Prinz Charles ist der gängigen Definition von Ökolandbau noch einiges hinzuzufügen. Ökolandbau soll, so meint der Prinz nicht nur nachhaltig und umweltschonend sein, sondern zur höchsten Gaumenfreuden gereichen. „Organischer Anbau liefert die qualitativ besten und wohlschmensten Produkte“, lautet einer seiner Glaubenssätze. Seit zehn Jahren produziert und vermarktet der Prinz Ökofeinkost unter der Hausmarke „Duchy Originals“. „Organisch kontrollierte Produktion ist nicht nur eine wunderbare Idee, sondern auch eine wirtschaftlich wettbewerbsfähige Lösung“, sagt die Unternehmenssprecherin und Bio-Food-Beraterin des Prinzen, Fiona Gately. Im Jahr 2001 steigerte Duchy Originals seinen Umsatz um 50 Prozent auf umgerechnet knapp 23 Millionen EUR und wuchs damit deutlich stärker als der Gesamtmarkt für Lebensmittel. Zum Erfolgsrezept gehört auch die konsequente Ausrichtung auf die gutbetuchte Kundschaft. Die rund 50 verschiedenen Dutchy-Produkte – vom Kokosnusskeks über frische Milch bis zur Grillwurst – sind absolute Luxusklasse. „Unser Schinkenaufschnitt ist rund dreimal so teuer wie konventioneller Schinken. Trotzdem können wir mit der Produktion kaum nachkommen“, beobachtet Gateley, die seit knapp sechs Jahren im Unternehmen ist. Ein Großteil der Produkte stammt aus eigenem Anbau, vom Hof des Prinzen im westenglischen Highgrove.

Bereits 1968 hielt der Prinz seine erste öffentliche Rede zum Umweltschutz. Vor zehn Jahren wurde dann Duchy Originals aus der Taufe gehoben. „Richtig abgehoben hat das Geschäft von Duchy Originals erst in den vergangenen zwei bis drei Jahren“, sagt Gately. Vor allem die BSE-Krise und der Einzug genmanipulierter Lebensmittel in die Supermarkt-Regale kurbelten die Nachfrage nach Organic Food in England an. Die Gewinne von Duchy Originals – mittlerweile 1,5 Millionen Pfund -fließen allesamt an die Prince of Wales’s Charitable Foundation. Von dort das geht das Geld an eine Vielzahl von Hilfsprojekten, darunter auch Biogenossenschaften in den Entwicklungsländern. Damit die Spendenmaschine auch in Zukunft läuft, soll bald eine Reihe neuer Produkte auf den Markt gebracht werden. Freilich nur solche, die dem Prinzen schmecken: jedes Produkt muss vom Prinzen verkostet und freigegeben werden.

Nähere Informationen zu Duchy Originals

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