William’s future – Was kommt nach Eton?

Prince William macht in diesem Sommer seinen Abschluss in Eton College in den Fächern Geographie, Biologie und Kunstgeschichte. Was er danach macht, ist noch nicht offiziell verkündet worden.

Es wird aber erwartet, dass Prince William ein Jahr im Ausland verbringt und anschließend ein Studium, voraussichtlich Kunstgeschichte beginnt. Das Rennen um den jungen Prinzen scheint überraschenderweise die University of East Anglia gemacht zu haben und nicht – wie gerüchteweise verlautete – die Universität in Edinburgh oder auch in St. Andrews. Das Motto der Universität von East Anglia ist „Be different – sei anders“. Die Uni liegt nur 45 Autominuten von Sandringham entfernt, wo die Queen eine Residenz besitzt. Sein bester Freund Edward van Cutsem wohnt ebenfalls ganz in der Nähe. East Anglia schnitt auch im Ranking für das Fach Kunstgeschichte besser ab als Edinburgh und St. Andrews. Von einer militärischen Ausbildung, mit der William auch einmal geliebäugelt hat, ist zurzeit nicht die Rede.

Vor seinem Studium will Prince William ein Jahr Pause machen und ein „Gap year“ einlegen. Vermutlich wird er es im Ausland verbringen. Es wurde darüber spekuliert, dass er nach Australien, Argentinien oder Kanada geht. Wahrscheinlicher ist aber Paris oder Florenz, wo es genügend Kunstobjekte zum Bewundern gibt. Beraten wird ihn bei der Entscheidung Mark Dyer, ein Angestellter von Prince Charles, auch unter den weiblichen Bediensteten als „Prince Charming“ bekannt. Der ehemalige Offizier der Welsh Guards genießt das Vertrauen von Charles und Camilla und auch Prince William vertraut ihm. Als Medienberaterin fungiert die 28-jährige Lisa Mackenzie.

Prince William wird weiterhin keine königlichen Pflichten (also Termine, oder Arbeit in Wohltätigkeitsorganisationen, was diese sich erhofft hatten) übernehmen, sondern zunächst seine Ausbildung beenden. Prince Charles musste dagegen in seinem Alter schon Termine übernehmen. Aber es ist möglich, dass William seinen Vater bei offiziellen Auftritten begleitet. Ferner verzichtet er für die Zeit des Studiums auf den Titel „Königliche Hoheit“, der ihm mit 18 zusteht und möchte lieber „William Wales“ genannt werden. Außerdem möchte er nicht, dass man sich vor ihm verbeugt oder ihn mit „Sir“ anredet. Dafür legt er sich ein eigenes Wappen zu, das Bestandteile des Familienwappen der Spencer (zu Ehren seiner Mutter) enthält.

Mit dem Verlassen der Schule geht auch die „Schonfrist“ der Medien für Prince William vorbei. Dann läuft der Schutz für Schulkinder nach dem Codex der Press Complaints Commission (PCC) aus. Lord Wakeham, Vorsitzender der PCC, verzichtete auf spezielle Restriktionen für die Berichterstattung über den Prinzen. Er appellierte vielmehr an Zeitungs- und Magazinherausgeber, wenigstens bis zum Ende der Universitätszeit, sich mit der Berichterstattung zurückzuhalten. In einer Rede vor Zeitungsverlegern legte Lord Wakeham Ende Juni die neue Richtlinien fest: in der Öffentlichkeit dürfen in Zukunft Fotos von Prince William gemacht werden. Prince William soll aber nicht von Fotographen gejagt oder eingeschüchtert werden oder Aufnahmen auf Privatgrundstücken gemacht werden. Die Geschichten, die über ihn geschrieben werden, sollen auf Fakten beruhen. Wegen seiner Stellung sei William für die Medien interessant und die Öffentlichkeit habe ein Recht auf Berichterstattung, er sei aber kein Freiwild. Ihm müsse Gelegenheit gegeben werden, normale Beziehungen aufzubauen. Als Beispiele für unangemessene Berichterstattung führte Wakeham drei Fälle an, in denen Prince William mit Mädchen in Verbindung gebracht wurde: eine hatte er noch nie gesehen, eine traf er zuletzt im Alter von acht Jahren, eine lediglich ein Mal. (Das Mädchen, mit dem der achtjährige William Sandburgen baute und dann nie wieder sah, war übrigen Holly Brandson, Tochter des Multi-Millionär Richard Branson. Die Familie Brandson nahm die Berichte mit Humor, Sir Richard Brandson nannte im Scherz seine Frau „Queen Mother“).

Ob die Medienmacher sich daran halten werden, ist fraglich. Bilder des Prinzen mit weiblicher Begleitung dürften auf dem weltweiten Fotomarkt heiß begehrt sein. Dennoch unterstützten die Herausgeber der bedeutendsten Massenblätter „The sun“ und „The mirror“ den Aufruf von Lord Wakeham, der wohl mit den meisten Verlegern abgestimmt ist. Übringens auch mit Prince William, mit dem der Lord die Angelegenheit bei einem Lunch und auch telefonisch besprach. In einer Umfrage für den „Daily telegraph“ sprachen sich 81 Prozent der Befragten dafür aus, dass William auf der Universität nicht belästigt werden sollte. Außerdem scheinen sich Geschichten über die Royals und Prinzen nicht mehr so gut zu verkaufen. Zu wünschen wäre es William, dass er nicht wie seine Mutter von der Presse verfolgt wird. Ansonsten könnte der Prinz, der zu der Presse bereits ein gespanntes Verhältnis hat, mit dem Gedanken spielen, auf den Thron zu verzichten.

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