Archiv: Februar 1999 bis Juni 1999

Unbescheidener Edward

Prinz Edward hat mit einer überlangen Wunschliste Kopfschütteln
verursacht. Der Prinz, der eigentlich schon alles haben dürfte, wünscht sich zu seiner
Hochzeit am 19. Juni unter anderem eine Stereoanlage und einen Fernseher. Dabei hat er
gleich die Marke und den fünfstelligen (!) Preis dazugeschrieben, um sicherzustellen,
dass er nur das Beste bekommt. Die Angestellten des Königshofes, die selten mehr als
21 000 Mark im Jahr verdienen, sollen zusammen 30 000 Mark aufbringen. Per
Rundschreiben wurde ihnen ihr jeweiliger Anteil mitgeteilt. Doch zusammengekommen sind
bisher nur einige hundert Pfund. Die Hochzeit von Edward und Sophie stößt darüber
hinaus in der Öffentlichkeit inzwischen nicht auf das Intresse wie die von Fußballstar
David Beckham und "Posh Spice" Victoria Adams.

Für schnelle Surfer

Fast vier Millionen Zugriffe werden pro Woche für die Königliche WebSite erfasst. Nun gibt es eine weitere
Site, die weniger förmlich, dafür mehr an Informationen bietet, was die Royals zurzeit
treiben. Prince Andrew – laut königlicher WebSite erfahrenster Web-Surfer – eröffnete
die neue Site in einem Cybercafé in der Nähe von Buckingham Palace.

Königlicher Bus zur Taufe

Mit einem Bus statt mit Kutsche fuhren Mitte April zahlreiche
Mitglieder des europäischen Hochadels zur St.- Sophia-Kathedrale nach Bayswater in
West-London. Dort wurde Prince Konstantine Alexios, Enkelkind vom griechischen Ex-König
Konstantin getauft. Unter den acht Taufpaten Prinzessin waren Victoria von Schweden und
Prince William. William war dabei noch immer gehandikapt: den linker Arm musste er nach
seiner Operation am Zeigefinger in einer Schlinge tragen.

Kommt die Queen noch als Staatsoberhaupt nach Australien?

Wenn die Queen nächstes Jahr nach sieben Jahren wieder Australien
besucht, könnte sie, wenn die Australier sich ein einem Referendum, das bereits im
November dieses Jahres stattfinden wird, gegen die Monarchie entscheiden, nicht mehr
Staatsoberhaupt der ehemaligen Kolonie sein. Dennoch wolle man sie – so der Sprecher der
Republikanischen Bewegung – bei dem Besuch mit dem Respekt willkommen heißen, den sie
verdiene.

Williams Zeigefinger

Prince William hat sich wieder eine Sport-Verletzung zugezogen. Ein
beim Rugby-Spielen gebrochener Zeigefinger musste erneut eingegipst werden, weil die
Verletzung nicht heilen wollte. Gebrochen hatte William sich den Finger bereits vor
Weihnachten in Eton, die Schmerzen aber zunächst ignoriert.

Prinzessin Margret: zu heiß gebadet

Die Schwester der Queen hat sich mit heißem Badewasser Füße und
Beine verbrannt. Der Unfall passierte, als sie sich alleine in ihrer Hotelsuit befand. Als
sie in das viel zu heiße Bad gestiegen sei, habe sich sich erschrocken und sei
ausgerutscht.  Ihre Hilferufe habe niemand gehört. Über 10 Minuten brauchte sie, um
sich selbst aus dem Bad zu befreien. Nun wird sie auf Schloss Windsor gepflegt.

Die Queen verkauft Fergies Haus

Birch Hall, das Anwesen, das die Queen für ihre Ex-Schwiegertochter
und deren Töchter kaufte, steht nun wieder zum Verkauf. Sarah hatte sich geweigert dort
einzuziehen, da sie den jährlichen Unterhalt von ca. 80 000 £ für das Herrenhaus
nicht aufbringen könne. Stattdessen zieht sie es vor, bei ihrem Ex-Mann in Sunninghill
Park zu wohnen.

Die Queen Mum lebt auf großem Fuß

Trotz Einkünfte aus der Civil
List
in Höhe von £ 600 000 belaufen sich die Verbindlichkeiten der Königinmutter
bei ihrer Hausbank auf wenigstens £ 4 Millionen. Ursache dafür ist ihr großzügiger
Lebensstil. Nach der Queen beschäftigt sie das meiste Personal. Haushälterinnen, Butler
und Gärtner leben permanent auf ihren vier Hauptresidenzen. Wenn sie zum Lunch nach
Clarence House einlädt, biegen sich die Tische. Die Queen Mum soll solche Anlässe
bescheiden als "Picknick" bezeichnen. Außerdem liebt sie es, in den
exklusivsten Nobelrestaurants zu speisen. Ihre teuerste Leidenschaft ist das Pferderennen.
Ihre Einnahmen an Preisgeldern decken bei weitem nicht die Ausgaben für Zucht und Pflege
der Tiere.

Muss die Queen bald eher aufstehen?

Nach sechsjährigen Verhandlungen hat sich der britische Maler
Lucian Freud endlich bereiterklärt, ein Porträt von Königin Elizabeth II. anzufertigen.
Der Künstler soll aber verlangt haben, dass die Monarchin mindestens 72-mal in seinem
Atelier in Westlondon Modell sitzt. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Freud am liebstens
zwischen zwei und vier Uhr morgens arbeitet.

Immer Ärger mit Fergie

Spannungen gibt es wieder zwischen der Queen und ihrer
Ex-Schwiegertochter Sarah. Offenbar ist die Königin nicht damit einverstanden, dass
Fergie ihre beiden Töchter Beatrice (10) und Eugenie (8) künftig in der Schweiz zur
Schule schicken will. Sie möchte nicht dauernd von ihren Enkelinnen getrennt sein.
Kommentatoren spekulieren, dass Fergie ihre Kinder nur deshalb in die Schweiz schicke,
damit sie es näher zu ihrem italienischen Freund, Graf Gaddo habe. Den Kampf um mehr
Unterhalt für die Kinder hat sie dagegen offenbar aufgegeben. Außerdem bezahlt die Queen
über Prince Andrew das Schulgeld für Beatrice und Eugenie.

Warum der Queen nie die Pferde durchgehen

Einige der jungen Pferde bekommen leichte Beruhigungsmittel unter
das Futter gemischt, bevor sie vor eine Kutsche gespannt werden, gab Buckingham Palace zu.
Die Anschuldigungen des ehemaligen Stallburschens Tim Cunniffe, 27, die Pferde stünden
wie "Zombies" ständig unter Drogen, wurden energisch zurückgewiesen.

Wer reimt am schönsten?

In Großbritannien leistet sich nicht nur der Londoner Zoo einen
Poeten, der bestellte Reime verfasst. Auch die Queen beschäftigt einen Hofdichter. Dieser
Posten ist allerdings zurzeit vakant. In der Presse und bei Experten wird nun darüber
diskutiert, ob eine solche Stelle heute noch zeitgemäß ist. Seit John Drydens Berufung
im Jahre 1668 gibt es dieses offizielle Amt, das im Laufe der Jahrhunderte weniger zum
Gelderwerb diente, sondern vor allem eine Ehrung für literarische Qualität wurde. Bis
heute bekommt der Poet Laureate nur ungefähr 97 Pfund (rund 270 DM) und eine Kiste Wein
als Bezahlung. Die Qualität der Auftragsverse ist umstritten. Ein Leser schrieb über das
Gedicht zur Hochzeit der Yorks "Mir ist wirklich schlecht geworden". Ein
Kandidat für den Posten ist Literaturnobelpreisträger Derek Walcott (69). Der Mann von
der Karibikinsel St. Lucia meinte: "Wenn die Leute entscheiden könnten, würden wir
wahrscheinlich Elton John und das lächerliche ‚Candle in the wind‘ kriegen."

Der Queen geht’s um die Wurst

Um Würstchenverkäufer vertreiben zu lassen, hat Königin Elizabeth
die Polizei eingeschaltet. Der Gestank durch die Straßenhändler direkt vor dem Tor von
Buckingham Palace sei unerträglich, findet die Queen. Es gehe um einzelne Händler ohne
Lizenz, meist Einwanderer aus Osteuropa, die in Lieferwagen unterwegs seien und Zwiebeln
braten, sagte Polizei-Inspektor David Dance. Besonders Prince Andrew habe unter den
Frittieröl-Schwaden zu leiden, da sein Zimmer an der Vorderseite des Palastes liegen.

Queen Mum wieder ok

Es war nur ein kurzer ambulanter Eingriff, doch ihre zahlreichen
Fans hielten kurz den Atem an: Queen Mum, die Mutter von Königin Elizabeth II., musste
sich im Krankenhaus einer Nasenoperation unterziehen. Wegen ständigen Nasenblutens wurde
eine Ader verödet. Die Patientin sei wohlauf, hieß es gestern.

Fototermin von Charles und Camilla

Prinz Charles und Camilla Parker Bowles haben sich zum ersten Mal
gemeinsam ablichten lassen. 150 Fotografen standen vor dem Ritz-Hotel in London, als das
Paar sich in der Öffentlichkeit zeigte. Wenige Minuten vor Mitternacht erschien das Paar
an einem Nebenausgang und begab sich im Blitzlichtgewitter mit strahlenden Gesichtern zum
bereitstehenden Wagen. Charles drehte sich dabei kurz um und legte einen Arm um seine
Freundin. Obwohl die Beziehung der beiden seit geraumer Zeit bekannt ist, vermieden sie es
bislang, sich zusammen bei Veranstaltungen sehen oder gar fotografieren zu lassen. Auch
wenn die Szene nur wenige Sekunden lang dauerte, sahen Beobachter des Hofes darin einen
Versuch, Camilla nun auch offiziell an Charles Seite zu stellen.

Königliche Hochzeitsglocken

Prinz Edward und seine langjährige Freundin Sophie Rhys-Jones gaben
Anfang Januar ihre Verlobung bekannt. Nach dem Willen des Paares soll die Heirat ohne
großen Pomp im kleinen Kreis auf Schloss Windsor stattfinden. Die Queen und Prinz Philip
zeigten sich "hocherfreut" über die Entscheidung. Der Heiratsantrag des Prinzen
habe sie "einen Augenblick lang überrascht", erklärte Rhys-Jones vor der
Presse mit Verlobungsring in Weißgold und herzförmigen Diamanten besetzt (von Asprey
Garrard) im St. James Palace. "Ja, bitte", habe sie dann geantwortet. Ihren
Verlobten nannte sie "meinen besten Freund". Die 33 Jahre alte
Public-Relations-Beraterin, die äußerlich an Prinzessin Diana erinnert, gilt als
kamerascheu. Sie ist seit fünf Jahren mit Edward befreundet und bewohnt bereits Räume im
Buckingham Palace. Trotzdem habe sie und der Prinz nicht zusammengelebt, wie sie betonte.
Edward und Sophie haben sich 1993 bei einem Tennismatch kennen gelernt, der Druck, dass
eine Heirat nicht wie seinen Geschwistern scheitern soll, hat vermutlich dafür gesorgt,
dass beide sich bis zur Verlobung so viel Zeit ließen. Beide wollen ihren beruflichen
Karrieren weiterhin nachgehen. Prinz Edward leitet eine Fernsehproduktionsfirma, Miss
Rhys-Jones ist Mitinhaberin einer PR-Beratungsfirma. Die Hochzeit ist für den 19. Juni
auf Schloß Windsor geplant.

Die Queen’s Gallery wird erweitert

Die Queen hat ihre Zustimmung zu Plänen einer Erweiterung der
Queen’s Gallery gegeben. Für 15 Millionen £ soll die Fläche der Galerie vervierfacht
werden. Die Kosten dafür sollen durch Eintrittsgelder für den Buckingham Palace und
Schloss Windsor bestritten werden. Zum goldenen Thronjubiläum der Queen im Jahre 2002
sollen die Arbeiten beendet sein, so dass Besucher immer einen Blick auf 5 000 der
500 000 Kunstobjekte der Königin, darunter Werke von Leonardo da Vinci, Canaletto,
Van Dyck und Fabergé, werfen können.

Queen Mum half, einen Spion dingfest zu machen

Es ist zwar schon eine Weile her, jetzt wurde es aber erst bekannt,
dass die Queen Mum half, einen deutschen Spion dingfest zu machen. Im Winter 1917/18 hielt
sich die Königinmutter, damals noch Elizabeth Bowes-Lyon, bei ihrer Schwester Rose auf.
Im Nachbarhaus wohnte ein Zahnarzt. Da die Wände  sehr dünn waren, bekamen beide
mit, dass der Zahnarzt seine Patienten (Soldaten und Marinesoldaten) nach der Behandlung
betrunken machte und ausfragte. Die beiden meldeten ihre Entdeckung den Behörden, die den
Mann verhaften ließen. Sie ließen ihn bald aber wieder frei, um Falschinformationen an
die Deutschen zu bringen.

Gelehriger Prinz wird vielleicht in Cambridge studieren

Es scheint so, als ob Prince William wie sein Vater am Trinity
College, Cambridge studieren wird. Wenn seine Noten in Englisch, Geographie und Geschichte
gut sind, und danach sieht alles aus, könnte im Sommer die Entscheidung für Cambridge
fallen. Der Prinz sei begabt, gut ausgebildet und zeige eine Neigung für die
Wissenschaften. Die Familie seiner Mutter dagegen, bevorzuge Oxford, heißt es. Möglich
sei auch, dass William nach Eton erst einmal ein freiwilliges Jahr in Übersee ableistet.
Weiteren Spekulation zufolge wird William mit königlichen Traditionen brechen und nicht
zur Marine gehen, sondern in den diplomatischen Dienst treten.

Andrew bleibt in der Navy

Prinz Andrew bleibt in der Marine und erhält einen neuen, höher
dotierten Posten. Letztes Jahr hatte Andrew angedeutet, die Navy nach 20 Jahren verlassen
zu wollen. Der neue Posten in der Diplomatie-Abteilung und das Fehlen eines eigenen
Familienlebens sollen ihn umgestimmt haben. Seine Eltern zeigten sich über die
Entscheidung ihres Sohnes "hoch erfreut".

William allein zu Haus

Es ist ganz wie in normalen Familien. Der 16-jährige Prinz William
hat keine Lust auf Familienurlaub im Schnee und will lieber "sein eigenes Ding mit
Freunden machen", berichten britische Hofberichterstatter. Vater und Thronfolger
Prinz Charles reiste deshalb zum Skiurlaub in Klosters nur mit seinem 14-jährigen Sohn
Harry.

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