Harry und Aladdin 

Knapp neun Jahre nach dem Erscheinen des letzten Harry-Potter-Bandes ist London wieder im Potter-Fieber. Nicht nur Waterstones veranstaltet zum Erscheinen des „achten Bandes“ „Harry Potter and the cursed child“ zu Mitternacht Verkaufsaktionen. Es handelt sich eigentlich um das Skript zum gleichnamigen Theaterstück, von dem seit dem 7. Juni Previews gezeigt wurden. Die offizielle Uraufführung fand am 30. Juli 2016 im Palace-Theatre in London statt. Ein Tag später erschien das Skript in Buchform.

Für „Harry Potter and the cursed child“ hatte ich natürlich keine Karten (erst im August gelingt es mir, Karten für Juni 2017 zu ergattern), aber für „Aladdin“. „Aladdin“, das Musical zu dem gleichnamigen Disney-Zeichentrickfilm von 1992, feierte bereits am Broadway Erfolge. 2015 kam das Musical nach Hamburg und feierte am 15. Juni 2016 Premiere im Prince Edward Theatre in London. Trevor Dion Nicholas überzeugt im West End als Genie, nachdem er bereits am Broadway als Zweitbesetzung des Lampengeistes auftrat. Allerdings tritt er mit dem Song „Friends like me“ erst zum Ende des ersten Aktes auf. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Show etwas langsam. Auch die Chemie zwischen Aladdin und Jasmine fehlt. Die Sidekicks Abu (Aladdins Affe) und Rajah (der Tiger) hat man leider für das Musical gestrichen und Jajo ist kein Papagei mehr. Warum die Schauspieler – bis auf Trevor Dion Nicholas – Briten mit aufgesetztem amerikanischen Akzent singen, erschließt sich mir nicht. Mein Eindruck von dem Musical ist eher gemischt, ich bevorzuge den Zeichentrickfilm. Wenigstens wurde für das Muscial der Song „Proud of your boy“ verwendet. Den Titel hatte Howard Ashman kurz vor seinem Tod für seine Eltern geschrieben, er wurde dann aber aus dem Soundtrack für den Zeichentrickfilm gestrichen. Im Musical findet er nun Verwendung.

Fotos aus London in meinem Fotoalbum

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