London for four

Diesmal bleibe ich etwas länger in London, weil ich den „Day 2“ Covid-Test hier machen lassen werde.
Da der Bahnhof King’s Cross um die Ecke liegt, schaue ich mir mal wieder Gleis 9 3/4 an. Auch die üblichen Christie Pilgerstätten (St. Martin’s Theatre, wo „The mousetrap“ gerade wieder angelaufen ist nach einer beispiellosen monatelangen Pause wegen Corona und die Christie Statue in der Nähe) gehe ich ab. In der Nähe des Kensington Palace schaue ich mir – von außen – die kürzlich von Prince William und Prince Harry enthüllte Statue für ihre Mutter Diana an. Der kleine Garten darum ist nur an begrenzten Zeiten geöffnet. Aber auch durch die Hecke kann man die Statue gut erkennen.
Auch die Besichtigung des Isokon Gebäude (auch bekannt als Lawn Road Flats) ist nur von außen möglich. Die Appartementanlage im Buahaus Stil am Belsize Park wurde 1934 eröffnet. Die Küchen in den einzelnen Wohnungen waren winzig, es gab aber eine Restaurant-Küche, das über einen Speiseaufzug die Wohnungen mit Menüs belieferte. Die Liste der prominenten Bewohner ist lang. Unter anderem lebte hier Bauhaus-Architekt Walter Gropius hier und – der Grund meines Besuchs – Agatha Christie bewohnte während der Kriegszeiten 1941 bis 1947 unterschiedliche Appartements. Außerdem arbeiteten von hier aus zahlreiche sowjetische Spione in den 1930er Jahren sowie während des Kalten Krieges.

Meinen Covid-Test hatte ich schon in Deutschland gebucht. Ich bin überrascht, als ich zu meinem Test im St. Pancras International erscheine, dass die Schlange vor der recht kleinen Teststelle sehr lang ist. Abstände sind da schwer einzuhalten. Als ich mich mit dem Reisepass am Empfang ausweise, sagt die freundliche Dame, dass sie Münster – meinen Wohnsitz – kennt. Offenbar hat ihr die Reise dorthin gut gefallen. Meinen Test habe ich schnell hinter mit und schon am nächsten Tag liegt das Ergebnis vor. Negativ – ich kann im UK bleiben.

Am Sonntag treffe ich mich mit Freund Norman. Gemeinsam haben wir Lunch in der Nähe von Covent Garden. Wir tauschen uns über die vergangenen zwei Jahre, in denen wir uns nicht gesehen haben, aus. Am Montagabend steht der einzige Musical-Besuch während meines London-Aufenthaltes an. Durch den laxen Umgang mit der Maskenpflicht habe ich mich zurückgehalten. Der Film „Back to the future“ kam heraus, als ich noch zur Schule ging und gehört zu meinen Lieblingsfilmen. Wie man den Stoff als die Musical auf die Bühne bringen kann, frage ich mich, als ich mich in die Schlange vor dem Adelphi Theatre einreihe. Das Musical hält sich eng an die Filmvorlage. Das ist auch nicht verwunderlich, da der Originaldrehbuchautor auch das Skript geschrieben hat und der Originalkomponist auch für das Musical verantwortlich ist. Es ist unglaublich, was bühnentechnisch mittlerweile möglich ist. Selbst einen fliegenden Delorean kann man heute auf die Bühne bringen. Noch unglaublicher ist für mich, das nachdem der Vorhang gefallen ist und die Cast (insbesondere verdientermaßen die Hauptdarsteller) stehende Ovationen erhalten hat, plötzlich Bob Gale, Robert Zemeckis und Alan Silvestri auf der Bühne stehen. Es ist – was ich nicht wusste – Press Night. Nach vielen Aufschüben wegen Corona, sind die drei nun froh, dass das Musical endlich vor Publikum aufgeführt werden kann.
Fotos von meinem Aufenthalt in London in meinem Fotoalbum.

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