Auf in die Neue Welt!

Nach mehr als 25 Jahren dachte ich, es sei wieder einmal Zeit für eine Reise in die USA. Schon am Freitagmorgen begebe ich mich zum Frankfurter Flughafen, wo mittags der Flug nach New York JFK starten soll. Das Einchecken verläuft sehr routiniert: dank ESTA liegen schon alle Daten vor und es folgen nur ein paar Sicherheitsfragen. Der Delta Security Inspektor wünscht mir noch einen guten Flug und weist amerikanisch bescheiden darauf hin, dass sie bei Delta die besten seien. Ich habe Glück und bekomme einen Sitzplatz im Flieger mit mehr Beinfreiheit zugewiesen.
Während des Fluges stelle ich fest, dass sich das Unterhaltungsprogramm auf Langstreckenflügen weiterentwickelt hat. Beim letzten Mal lief ein Film auf mehreren Bildschirmen im Flugzeug und man hatte nur die Wahl, ob man den Ton dazu hören wollte oder nicht. Mittlerweile ist man selber Programmchef und kann zwischen Hunderten von Filmen und Serienfolgen auswählen und am Monitor am Sitz vor einen den ausgewählten Film betrachteten. Ich kann Downton Abbey nicht widerstehen und sehe mir ein paar Folgen der fünften Staffel an.

Wir landen pünktlich um 16.15 Uhr Ortszeit. Auch die Passkontrolle geht sehr schnell über die Bühne. Dabei werden allen Einreisenden sämtliche zehn Finger eingescannt und die Iris fotografiert. Ich steige mit einer Familie, die auch in das Hotel Metro will, in das wartende Pick-up. Allerdings fahren wir nicht direkt dort hin, sondern wir spielen „Lumpensammler“, wie mein Vater das immer nannte. Wir halten noch an drei anderen Terminals, weitere Fahrgäste steigen zu, es wird immer enger, bis kein Platz mehr im Kleinbus frei ist. Die Gäste des Metro Hotels sind dann auch die letzten, die nach knapp zwei Stunden Fahrt aussteigen dürfen.

Das Hotel Metro macht auf mich einen sehr guten Eindruck, der sich während meines Aufenthalts dort auch bestätigt. Das Einchecken läuft schnell ab und ein paar Minuten später stehe ich in meinem geräumigen Zimmer im 12. Stock. Kurz darauf erhalte ich eine SMS von einer Agatha-Christie-Bekannten namens Jackie aus Staten Island. Sie wartet in der Hotelbar auf mich, um mich zu begrüßen. Eine halbe Stunde später stößt Mike aus dem UK dazu. Er ist zwar zwei Stunden nach mir gelandet, hatte aber mehr Glück mit seinem Pick-up. Nach einem Drink an der Bar gehen wir in einen benachbarten Irish Pub zum Dinner. Endlich mal wieder ein Guinness! Zurück im Hotel falle ich nur noch müde ins Bett und verschiebe das Kofferauspacken auf den nächsten Tag.

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