Ancient Egypt in New York

Nach dem Frühstück legen wir uns endlich fest, welche Broadway Show wir besuchen wollen. Wir entscheiden uns für das brandneue Musical „Finding Neverland“, müssen dafür aber deutlich tiefer von die Tasche greifen als im Westend.

Früh morgens mache ich mich zum Metropolitan Museum of Art auf. Man sollte sich im Museum auf einen bestimmten Bereich oder eine bestimmte Epoche konzentrieren. Das komplette Museum an einem Tag zu besichtigen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Ich beschränke mich im Wesentlichen auf die Ägyptische Abteilung. Was hier an Kunstschätzen zusammengetragen wurde, ist schlicht unglaublich. Der gesamte Tempel von Dendur wurde hier wiederaufgebaut, ansonsten wäre er von den Fluten des Assuan-Staudamms überdeckt worden. Leider ist es erlaubt, im Museum zu fotografieren. Und so stehen überall Leute, die sich gegenseitig mit Smartphones oder Tablet ablichten, ohne richtig aufzunehmen, vor was sie eigentlich stehen. Oft müssen das Aufsichtspersonal ermahnen, die Steine nicht zu berühren: „Don’t touch. They are originals!“

Ich begehe mich in die Subway und fahre in Richtung Meatpacking district. Dort begebe ich mich auf die alte High Line. Auf den Trassen der stillgelegten Hochbahn wurde ein Naturpark angelegt. Es ist sehr erholsam, auf dem alten Bahndamm zu gehen, mit ungewöhnlichen Ausblicken auf die Gebäude links und rechts.

Nach einem Dinner, bei dem filmreif beim Servieren einer der drei Burger auf dem Boden landet, begeben wir uns zum Lunt-Fontanne Theatre. Uns erwartet mit „Finding Neverland“ ein perfekt inszeniertes Musical. In der Hauptrolle als „James Barrie“ Matthew Morrison (Will Schuster aus „Glee“). Es geht um die Entstehung von „Peter Pan“. Zu der Geschichte wurde Barrie durch die Kinder der Familie Llewelyn-Davies inspiriert. Die jugendlichen Darsteller der Llewelyn-Davies-Jungen sind hochprofessionell. Aidan Gamme als Peter hat heute seinen vorletzten Auftritt als „Peter“ in „Finding Neverland“. Von ihm wird man sicher noch hören. Auch ein Hund wirkt mit. Sehr sicher bewegt er sich auf der Bühne. Mike überzeugt der schottische Akzent von Matthew Morrison überhaupt nicht. Wenn er mit der Show im West End auftreten wolle, müsse er daran noch arbeiten. Die Musik stammt aus der Feder von Gary Barlow (Take That). Beim ersten Hören wirkt sie etwas eintönig, lediglich „When your feet don’t touch the ground“, „Believe“ und „The world is upside down“ bleiben hängen. Aber sehr gut unterhalten verlassen wir das Theater.

Die Fotos des Tages in meinem Fotoalbum

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