Die Zwei down under 22.12. / 23.12.2000: Melbourne – Frankfurt

Jetzt ist doch das Ende der langen Reise gekommen. Andererseits bin ich auch ganz froh, wieder nach Deutschland zu fliegen und rechtzeitig zum Weihnachtsfest zu Hause zu sein. Im Ibis-Hotel wird ein gutes und preisgünstiges Frühstück serviert, anschließend checken wir aus und verstauen unser Gepäck im Gepäckraum.

Da wir bis zum Abflug noch Zeit haben, schauen wir uns noch den Queen Victoria Markt an. Melbourne, die zweitgrößte Stadt Australiens, besitzt zahlreiche schöne Gebäude aus der viktorianischen Epoche. Zeitweilig war die Stadt bedeutender als die Konkurrentin Sydney, vor allem als Gold gefunden wurde. Ab 1890 wurde die Stadt aber von Sydney überflügelt. Auf dem kulturellen Sektor ist Melbourne jedoch weiterhin führend. Bis die neue Hauptstadt Canberra fertig gestellt war, war Melbourne bis 1927 Hauptstadt. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Stadt eine große Zuwanderungswelle aus Südeuropa und ist nach Athen und Saloniki die größte griechische Stadt.

Wir kaufen die letzten Mitbringsel im Einkaufszentrum und dann wartet der bestellte Shuttlebus um 13.30 Uhr auf uns, besser gesagt, er wartet eben nicht auf uns. Wir sind schon etwas unruhig, als er endlich um 13.45 Uhr ankommt. Zunächst werden wir zum Bahnhof gebracht, wo wir in einen anderen Bus zum Flughafen umsteigen müssen.

Mein Bruder muss erst nach Sydney fliegen, von da aus geht es weiter nach Bangkok, wo er in meine Maschine umsteigen muss, die uns beide nach Frankfurt bringt. Ich dagegen habe es etwas einfacher: meine Maschine fliegt direkt nach Bangkok, wird aufgetankt und nach einer Stunde geht es weiter nach Frankfurt.

Da Rüdiger einige Stunden früher abfliegen muss, bin ich also schon sehr frühzeitig am Flughafen, kann wieder meinen Platz am Notausgang bekommen, in aller Ruhe noch etwas zollfrei einkaufen. Dann habe ich plötzlich noch mehr Zeit: meine Maschine ist noch nicht aus Sydney eingetroffen, wir werden deswegen 90 Minuten später abfliegen. Es bleibt bei dieser Prognose, so verkürzt sich unser Aufenthalt in Bangkok auf eine knappe Stunde. Dort treffe ich wieder auf Rüdiger und gemeinsam begeben wir uns wieder an Bord.

Durch die Verspätung landen wir erst gegen 8 Uhr in Frankfurt. Bis wir unser Gepäck haben, durch den Zoll sind (hier will man meine Tasche mit dem zollfreien Einkauf genauer unter die Lupe nehmen) und ich am Fernbahnhof bin, ist es 9.10 Uhr. Mein Zug nach Münster ist gerade weg. So muss ich eine Stunde auf den nächsten warten und stelle den Temperaturunterschied zwischen Australien und Deutschland fest (ca. 30 Grad). Wie es immer bei der Bahn so ist, hat der nächste Zug 20 Minuten später. Aber was sind schon 20 Minuten gegenüber 20 Stunden Flug?

Die Fotos zu dieser Etappe finden Sie in meinem Fotoalbum.

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