Die Zwei in Amerika 11. Tag: Montag, 30.09.1996: Scottsdale – Las Vegas

Um 6.20 Uhr wurden wir geweckt. Koffer zu Ende gepackt. Es wird immer schwerer, ihn zu schließen. 7.00 Uhr den Koffer vor das Zimmer gestellt, Handgepäck in den Bus gebracht. Alleine – da R. nicht wollte – Frühstücksbüffet. Verschiedenstes Obst, Bagel, Brot und Kuchen. Das Trinkgeld (großzügig berechnet) wurde gleich mit auf den Rechnungsbetrag aufgeschlagen, das Wechselgeld einbehalten. Dafür wünschte mir der Ober auch einen „wunderbaren Tag“ und am Ausgang hieß es auch noch mal „Bye – thank you“. Muss man alles mitbezahlen.

Um 8.00 Uhr Weiterfahrt mit dem Bus. Zwischendurch Kaffeepause in Wickenburg. An einer Autobahnraststätte Mittagspause: Lunch-Büfett für 6.29 $. Nachmittags zeigte Gill „Mrs. Doubtfire“, da der Blick auf die Wüste Nevada auf Dauer doch recht langweilig ist. Diesmal gefiel mir der Film besser als beim ersten Mal. Am Hoover-Staudamm vorbei Weiterfahrt nach Las Vegas.

Dort um ca. 15.30 Uhr eingetroffen. Die Zimmer bezogen. Die arme Frau Armes und Gill bekamen erst mal kein Zimmer. Als sie endlich eins hatten, dauerte es drei Stunden, bis die Koffer in ihr Zimmer kamen. Frau Armes war so aufgeregt, dass sie ihr Zahlenschloss nicht aufbekam. So erschien sie mit leichter Verspätung zu unserer abendlichen Las-Vegas-Erkundung. R. und ich hatten da mehr Glück. Wir machten uns sofort auf und gingen gegen 16.00 Uhr zu „Caesar’s Palace“, was direkt dem Hotel gegenüber liegt. Dort hat man das Forum Romanum nachgebaut, „etwas“ verkitscht, versteht sich. Der Komplex besteht aus einem Hotel, einer riesigen Spielhalle und den Forum Shops. Nachdem wir Caesar’s Palace verließen, ging ich noch etwas die Straße ‘rauf und ‘runter und zurück ins Hotel, das Flamingo Hilton. Anschließend ging ich zum Dinner-Büfett. Durch die langen Wege, wir hatten Zimmer 7034, (insgesamt hat das Hotel über 3000 Zimmer à 2 Betten), war ich auch einigermaßen hungrig. Das üppige Büfett ist äußerst preisgünstig: mit einer Karaffe Wein 8.29 $. Damit versuchen sie Gäste in die hoteleigene Spielhölle zu locken.

Um 19.30 Uhr ging es wie gesagt auf unsere Las-Vegas-Tour. Las Vegas besitzt zahllose riesige Hotels mit durchweg 3.000 bis 4.000 Zimmern. Insgesamt dürfte sich die Bettenkapazität nach einigen Neu- und Umbauten im nächsten Jahr auf knapp 100.000 Zimmer belaufen. Das eigentliche Geschäft wird aber nicht durch die Übernachtungen, sondern durch die noch viel zahlreichen Spielautomaten und Spieltische gemacht. Meistens sitzen ältliche Amerikanerinnen an den Slotmachines. Deutsche sind in Las Vegas nicht so gern gesehen, die spielen weniger. Japaner und Amerikaner werden von den einarmigen Banditen mehr angezogen, heißt es. Wir starteten unsere Tour am Luxor. Hier wurde die Cheops-Pyramide nachgebaut, selbstverständlich mit Sphinx davor. In der Pyramide: mehrere Ramses-Statuen u.ä. Der „Nil“ ist zur Zeit trockengelegt, da umgebaut wird. Und das schon drei Jahre nach Eröffnung. Vor dem Hotel werden noch zwei Bettentürme angebaut. Weiter ging es zur Freemont Street, wo wir das Golden Nugget besichtigten, den größten je gefundenen Goldklumpen und „The Horseshoe“, wo eine Million Dollar ausgestellt sind. Um 21.00 Uhr findet auf der Straße eine Show statt. Die Straße ist mit einer ca. 100 Meter langen Decke überzogen, auf der alle halbe Stunde ein Lasershow abläuft. Cowboys waren zu sehen, tanzende Pferde und vieles mehr. Alles in bunten Farben mit Musik. Dann wurde geheiratet: wir fuhren zu einer Hochzeitskappelle namens „The white chappel“. Hier heirateten u.a. auch Joan Collins und Michael Jordan. Passenderweise kam ein Hochzeitspaar heraus. Es wurde von uns geknipst. Das Paar war von uns so angetan, dass es mit uns zusammen abgelichtet werden wollte. Am Seitenfenster der Kapelle stand eine Limousine. Wie Gill uns erklärte, kann man mit seinem Wagen dort vorfahren und man wird am Fenster getraut: „Wed-in“. Unsere letzte Station war das Mirage. Hier treten Siegfried und Roy auf, die aber ihre freie Woche hatten. Wir sahen dafür die weißen Tiger, über deren Gehege ein Video lief, das Siegfried und Roy moderierten („Ich bin Siegfried – und ich bin Roy“). Durch die Spielhölle ging es nach draußen. Dort wartete eine weitere Attraktion auf uns. Vor dem Hotel spuckt alle 15 Minuten ein Vulkan. Total ermüdet vom vielen Gucken gingen wir schnurstracks zu Bett.

Die Fotos zu dieser Etappe finden Sie in meinem Fotoalbum.

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