Die Zwei in Amerika 8. Tag: Freitag, 27.9.1996: Ruby’s Inn – Grand Canyon

6.30 Uhr aufstehen, Koffer um 7.15 Uhr in den Bus gebracht. Jerry, der Busfahrer, hätte uns dabei fast im Bus eingeschlossen. Das Frühstück, wir bestellten das Coboy-Büfett, war sehr gut. Rüdiger vergaß in der Eile, da das Bezahlen recht lange dauerte, den Schlüssel abzugeben. Nach einem kurzen Zwischenstopp zum Tanken erreichten wir gegen 11.30 Uhr Denny’s Wigwam, wo wir mit der Glocke zum Essenfassen gerufen wurden. Es war recht ordentlich. Anschließend konnte man an Westernkulissen noch Fotos machen.

Um 13.00 Uhr Weiterfahrt in den Grand Canyon. An der Grenze zum Bundesstaat Arizona musste die Uhr wieder eine Stunde zurückgestellt werden. Wir fuhren zum Besucherzentrum des Staudamms am künstlichen See Lake Powell. Nach ein paar Fotos ging’s weiter zum Flughafen. Die Geizhälse und Angsthasen blieben im Bus zurück. Die Mutigen und Tollkühnen bestiegen drei Cessnas und flogen über den Canyon. Mit dabei u.a. auch die wohl 70jährige Frau Arnes. Ein Passagier stieg kalkweiß aus dem Flugzeug. Ob er was in der „Souvenirbag“ hinterlassen hatte ist ungewiss. Der Flug war sehr schön, die Aussicht herrlich. Nach 40 Minuten landeten wir im Monument Valley und bestiegen einen Jeep. Auf dem Jeep war es recht eng. Der Indianer, der ihn steuerte, gab durch einen scheppernden Lautsprecher Erklärungen, die schlecht zu verstehen waren. Leider ging es besagtem Mitreisenden nach einer Tablette wieder besser und er schwatze munter drauf los und übertönte so die ohnehin schwer verständlichen Ausführungen der Rothaut. Immerhin hatten wir von ihm eine Karte bekommen, mit der wir die monumentalen Berge einigermaßen identifizieren konnten. Allerdings brauchte man schon einige Phantasie, um einen Adler, einen thronenden König, eine Kamel oder einen Elefanten zu erkennen. Wir machten unterwegs einige Fotostopps. Aber mit der Weile hatten alle die Lust daran verloren, und so wollte beim letzten Fotostopp keiner den Jeep verlassen. Was der Indianer mit „They are too lazy“ kommentierte. Überhaupt machte Larry, so sein Name, ein recht mürrischen Eindruck, so dass Georg ihn fragte: „Larry, what’s your problem?“. „It’s nothing“ war die lakonische Antwort. Um fünf Uhr waren wir wieder am Landeplatz, bestiegen diesmal andere Flugzeuge und auf einem phantastischen Flug – immer der Sonne entgegen – (Georg musste dem Piloten seine Mütze gegen die Sonne ausleihen) sahen wir verschiedenste Landschaften, mal bewaldet, mal nackten Stein, wie wir sie noch nie gesehen hatten. Sogar die größten Schwätzer wurden still. Nach einer Stunde landeten wir und bekamen unsere Flugzeugnisse. Gill erwartete uns mit dem Bus und wir fuhren ins Hotel. Dort wartete schon R. K. auf mich und führte mich ins Zimmer. Nach einem kurzen Abendimbiss und einem kleinen Einkauf im General Store ging es zurück aufs Zimmer. Dort wurde endlich erfolgreich nach Deutschland gemailt.

Die Fotos zu dieser Etappe finden Sie in meinem Fotoalbum.

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