Live zum Millennium aus London: Dienstag, 28.12.1999 (Anreise)

Heute ist es soweit, Die lange im Voraus gebuchte London-Millennium-Tour geht  los. Vom Bahnhof Münster fahre ich nach Köln. Dort habe ich eine knappe Stunde Aufenthalt, bevor ich mit dem Thalys nach Brüssel weiterfahre. Der langwierige Umbau des Kölner Hauptbahnhofes nimmt endlich Formen an. Die Fahrt im Thalys verläuft unspektakulär. Der Zug ist so gut wie ausgebucht, man sitzt sehr eng, es gibt kaum Platz für das Gepäck. Die beiden Plätze auf der anderen Seite des Ganges sind doppelt belegt: ein junges Paar und ein älteres Ehepaar haben beide Reservierungen für die gleichen Plätze. Der recht unfreundliche Schaffner schiebt die Schuld auf das Reisebüro und weist dem Ehepaar getrennte Plätze zu.
Pünktlich um 12.35 Uhr erreichen wir Brüssel. Nach relativ laxen Sicherheitskontrollen können wir in den Eurostar umsteigen. 
Die Fahrt durch Belgien und Frankreich geht sehr schnell. Ehe man es richtig merkt, ist man bereits im Tunnel. Die Durchsagen in mehreren Sprachen sind weitgehend irrelevant. Niemand interessiert sich für Aufkleber mit Name und Sitznummern an den Koffern oder kontrolliert die Pässe oder verteilt die angekündigten Landungskarten für Nicht-EU-Bürger. Nach der Durchfahrt durch den Tunnel geht es schleppend vorwärts. Wir erreichen "Waterloo international" mit 20-minütiger Verspätung. Angeblich wegen Problemen mit der Stromversorgung auf den Gleisen. 
Ich nehme die U-Bahn und muss ein paar Mal umsteigen, ehe ich in Pimlico aussteige. Wie sich herausstellt ist die Skizze auf dem Hotel-Prospekt recht vage und der St. John’s Drive ist nicht gerade in der Nähe vom St. John’s Square. Schließlich erreiche ich doch mein Hotel und wieder ein Mal mehr stellt sich heraus, dass die Beschreibung in dem Prospekt nicht ganz der Wirklichkeit entspricht. Am "Georgian House Hotel" hat sich seit der Zeit der großen Hannoveraner nicht viel getan. Mein Zimmer ist äußerst klein, zu zwei Personen ließe es sich kaum bewohnen. Eine Zumutung ist die Toilette auf dem Zimmer: eine Art eingebautes Dixi-Klo.
Es gelingt mir irgendwie, mein Gepäck in dem winzigen Schrank und den Schreibtischschubladen unterzubringen. Dann mache ich mich auf nach Victoria Station. Dort erstehe ich bei WH Smith "Timeout, um mich zu informieren, wann und wo die Feiern zum Jahreswechsel (um nicht noch einmal das Wort Millennium benutzen zu müssen) stattfinden. Dabei fällt mein Blick auf den Kalender "Royal Moments", vom dem ich schon vermutete hatte, er würde in diesem Jahr nicht erscheinen und mir deshalb "Queen Mother 2000" besorgt hatte. Natürlich sind mir die 4.99 £ für den Kalender nicht zu teuer. Nun biege ich in die Sloane Street. Am Sloane Square vorbei geht es nach Knightsbridge. Die Weihnachtsbeleuchtung, die noch an den Laternenmasten hängt und insbesondere die des Kaufhauses Harrods ist sehr stimmungsvoll.
Ich gehe zurück, an Hyde Park Corner (am Wellington Monument) vorbei und laufe den Piccadilly herauf bis Piccadilly Circus. Während es sonst auf den Straßen für London ungewöhnlich ruhig war, herrscht hier wieder reges Treiben. Nach einem Besuch bei Tower Records spaziere ich noch nach Leicester Square, wo mich die U-Bahn zurück nach Victoria Station bringt. Von dort aus geht zu Fuß zurück ins Hotel.
Die Fotos zur Reise finden Sie in meinem Fotoalbum

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