Blamage auf dem Golfplatz

Heute stehen die Events, auf das ich mich am wenigsten und am meisten gefreut habe, auf dem Programm.

Doch zunächst mach ich mich nach dem reichhaltigen englischen Frühstück auf einen kleinen Fußmarsch zum Livermead Hotel auf. Dort hält Dr. Julius Green um 11 Uhr den Vortrag „Poirot on Stage“. Wie der Vortragstitel schon aussagt, geht es um Meisterdetektiv Poirot auf den Bühnenbrettern.

Nach der Mittagspause treffe ich mich mit Norman auf dem Golfplatz zu „Murder of Course!“. Zunächst werden wir in Teams aufgeteilt. Ich bilde mit Norman, Anne, Richard Jim Robert ein Team. Das Ganze ist eine Mischung aus Pitch n Putt (der kleine Bruder von Golf) und Schnitzeljagd. Auf jedem Loch gibt es einen Clue für das Kreuzworträsel, das am Ende zu lösen ist. Als blutiger Gold-Anfänger halte ich mein Team ein Stück auf – bis ich den Bogen einigermaßen raushabe. Bei der Lösung sind am Ende Briten und erst recht Nicht-Englischsprachige benachteiligt, weil Buchtitel in amerikanischer Form die Lösung bilden. So ist es überhaupt kein Wunder, das wir weder beim Quiz noch beim „besten Kostüm“ noch als beste Golfer einen Preis bekommen. Aber zumindest einen Eindruck vom Golfspielen.

Der Höhepunkt des Abends ist aber zweifellos „Agatha Christie’s Miss Marple: Guy Slater in Conversation with Dr. Mark Aldridge“. Neben Brian Eastman, der die ersten Staffeln mit David Suchet als Poirot produzierte ist Guy Slater eine Lichtgestalt als Produzent der BBC-Reihe mit Joan Hickson als Miss Marple gewesen. Damals ein junger Mann, spricht der Herr heute im Rentenalter über die Produktion der legendären Reihe. Mark Aldridge ist als Autor von „Agatha Christie on screen“ und dem vor einem Jahr erschienen „The greatest detective of the world“ bekannt. Hickson war zu Beginn der Serie als Titelfigur nicht unumstritten. Aber kaum hatte sie das Tweed-Kostüm an und die ersten Sätze gesagt, waren alle Zweifel beseitigt. Im Anschluss an den Votrag mit vielen Hintergrundinformationen konnten Fragen gestellt werden. Da ich gelesen hatte, es sie dmals geplant worden, auch Kurzgeschichten mit Miss Maprle zu verfilmen, frage ich nach. Nein, man habe es zwar in Erwägung gezogen, aber dann verworfen, weil die Geschichten zu kurz und zu wenig für eine Veriflmung abgeben würden, lautet die Antowrt. Slater hatte das Vertrauen der gestrengen Rosalind Hicks, die über das Werk ihrer Mutter wachte, weil er Christies Werk ernst nahm und die Bücher „truthfully“ umsetzten wollte. Damit hob er sich wohltuend von den komödiantischen Adaptionen mit Margaret Rutherford und den späteren karikaturartigen Darstellungen in der ITV-Serie ab. Laut Mark Aldridge soll Rosalind später bei Diskussionen zu späteren Verfilmungen immer wieder ausgerufen haben „Guy Slater, where are you?!“.

Im Anschluss an die kurze, aber hochinteressante Unterhaltung von cicra 45 Minuten wird „A pocket ful of rye“ gezeigt, bei dem Slater selbst Regie geführt hat.
Fotos von dem Tag in meinem Fotoalbum.

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