London 2001: Freitag, 15.06.2001: Anreise

Der Flug nach London (zum ersten Mal über das Internet gebucht) verläuft,
wie man es sich besser nicht wünschen kann. Fast pünktlich heben wir vom
Flughafen Münster-Osnabrück (seit meinem letzten Besuch schon wieder
erweitert) ab. Ich habe eine Reihe für mich: meine Nachbarin hatte sich
weggesetzt, als ich Anstalten machte, meinen Platz einzunehmen. Offenbar hat das
aber nichts mit mir zu tun: sie verweigert anschließend jede Nahrungsaufnahme,
trotz wiederholter Angebote der freundlichen Flugbegleiterinnen.
Glücklicherweise verfügt sie aber über Reserven. Ich hingegen, nehme das
kleine Frühstück gerne an und lange beim Kaffee zwei Mal zu, wer weiß, wann
es wieder so guten Kaffee in England geben wird.

Wir landen mit geringfügiger Verspätung in London City. Ich bin zum ersten
Mal in diesem Flughafen in den Londoner Docklands. Zuvor hatte ich mich auf der Website
des Flughafens erkundigt, wie man in die Londoner Innenstadt kommt. So fahre ich
mit einem grünen Shuttlebus zur nächst gelegenen U-Bahn-Station Canning Town.
Der Ticketschalter ist geschlossen (um 11 Uhr morgens), die Fahrkartenautomaten
sind defekt. Ein Mitarbeiter von London Transport fordert uns mit harschen Ton
auf, am Ankunftsbahnhof zu zahlen. Nicht nur in Deutschland gibt es
Servicewüsten. Ich fahre bis zur nächsten Station West Ham und erwerbe dort
eine Tageskarte. Weiter geht es auf der District Line bis Aldgate East.

Von dort sind es nur wenige Meter bis zu meiner Unterkunft im Wynfrid House in der Mulberry Street. Mrs. Greaves, die die German Catholic Mission fest im
Griff hat, weiß sofort wer ich bin. "Sie sind sicher der Herr
Kirsch." Mein Zimmer kann ich schon beziehen. Im Haus hat sich seit meinem
letzten Aufenthalt vor vier Jahren so gut wie nichts verändert. Es ist wie immer voll
besetzt.

Gegen Mittag fahre ich in die Oxford Street und gehe etwas shoppen. Nicht nur
wegen des hohen Pfund-Kurses sind die Preise gesalzen. Ich erstehe eine DVD der
ersten Staffel von "The Tripods" ("Die dreibeinigen
Herrscher"), einer Science-Fiction-Serie aus den Achtziger Jahren, die
leider nicht mehr im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Ich schaue mir noch die eleganten Geschäfte in der Regents Street an und
lande am Piccadilly Circus. Anschließend fahre ich noch zum Sloane Square und
schaue mir die eleganten Häuser in der Sloane Street (mit Privatpark) an.

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