London 2001 Sonntag, 24.06.2001: Mit dem Regenschirm durch den Hyde Park – bei strahlendem Sonnenschein und Abreise

Kaum dass mein London-Aufenthalt begonnen hat, ist er auch schon wieder vorbei. Die Zeit ist wirklich im Fluge vergangen. Ich zahle meine Rechnung und checke aus. Da mein Flug erst am späten Nachmittag terminiert ist, darf ich meinen großen Koffer im Wynfrid House lassen und fahre mit leichtem Gepäck zur Westminister Cathedral, wo ich am Hochamt – wieder mit großen Chor – teilnehme. Vor der Kirche hat man ein großes Kreuz zu Ehren des unvergessenen Kardinal Hume aufgestellt.
Anschließend finde ich endlich bei Lillywhite’s das Trikot der englischen Nationalelf in meiner Größe. Obwohl ich mit Fußball nicht viel im Sinn habe, gefällt es mir vom Design her sehr gut. Außerdem nehme ich noch ein anderes T-Shirt mit. An der Kasse werde ich überrascht: da ich mit meinem Einkauf über 40 £ liege, bekomme ich als Geschenk noch einen großen Regenschirm.
Den Schirm und mein Gepäck schleppe ich zum Café Uno am Leicester Square,das ich nach einigen Umkreisungen des Platzes endlich finde. Ich will hier einenGutschein meiner London Travel Card loswerden. So bekomme ich 1 £ Nachlass.Trotzdem sind knapp DM 30,– für Spaghetti Bolognese, eine Cola und einenKaffee nicht gerade billig.
Anschließend fahre zum Hyde Park, spaziere durch den Park bis Kensington Gardens.Halb London ist auf Inline-Skates, Rädern, dem Fahrrad oder zu Fuß dort oderauf dem Serpentine (dem See) unterwegs. Ich komme mir mit dem Gepäck und vorallem mit dem geschenkten Regenschirm recht komisch vor. Trotz intensiver Suchefinde ich in den Kensington Gardens die Peter-Pan-Statue nicht. Er wohntschließlich in Neverland.
Von High Street Kensington fahre ich zurück zum Wynfrid House. Vor der Tür steht schon ein anderer Gast, der auch hinein will, um seinen Koffer zu holen. Nach ein paar Minuten wird uns aufgemacht. Mit Koffer geht es nun zur Aldgate-East-Station. Ich muss eine neue U-Bahn-Karte lösen, da ich die ersten beiden Zonen verlassen werde, um zum Flughafen zu kommen. In West Ham muss ich umsteigen, die Koffer hoch schleppen (die Planer seien verflucht), um zum Gleis der Jubilee Line nach Canning Town zu kommen. Dort besteige ich schließlich den Shuttle Bus zum London City Airport. Dort klappt alles reibungslos: kaum habe ich die Tür zur Abflughalle geöffnet, stehe ich schon vor dem Abfertigungsschalter der Lufthansa und kann einchecken.
Mit Rückenwind landen wir 10 Minuten zu früh in Münster-Osnabrück. DerBus soll um 20.55 Uhr abfahren. Ich rechne mit einem normalen Linienbus, dochtatsächlich fährt zum kurz vor 21.00 Uhr ein Sammeltaxi vor. Elf Leute und Gepäck(und mein Regenschirm) müssen sich mühselig darein quetschen. Gerade sind wirmühsam eingestiegen, da kommt eine Flugbegleiterin vorbei: "Kann ich auchnoch mit?". Der Chauffeur guckt genervt, kramt sein Handy heraus undbeginnt zu telefonieren. Offenbar erreicht er niemanden. Dann ruft er einemKollegen aus der Taxikolonne zu: "Nimm die mit." Dann fällt ihm ein,dass seine Wortwahl etwas unglücklich war: "Nimm du die Dame mit."
Auf der Fahrt – ich sitze vorne neben dem Fahrer – muss ich darauf achten,dass ich mit den Knien nicht dem Fahrer beim Schalten behindere. Ich bin sehrfroh, als wir endlich Münster Hauptbahnhof erreichen. Aber besser schlechtgefahren, als gut gelaufen.

Die Fotos zur Reise finden Sie in meinem Fotoalbum

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